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Der umfassende und wertvolle Nachlass von Ernst Krenek, eines der bedeutendsten österreichischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, kommt an die Donau-Universität Krems, wo die Ernst-Krenek-Privatstiftung im neu adaptierten Mitteltrakt des Universitäts-Hauptgebäudes ihren operativen Sitz haben wird.
Der in Wien geborene Komponist musste 1938 vor den Nationalsozialisten fliehen und ging ins kalifornische Exil, wo er im Jahr 1991 im Alter von 91 Jahren starb. Seine Witwe und Rechtsnachfolgerin, Gladys N. Krenek, arbeitete seit langem an der Rückführung des Nachlasses in Kreneks Heimat. Diese Heimat hat das Werk Kreneks nun in Krems gefunden, einer Stadt, zu der er auch während seines Exils einen engen Bezug hatte: "Krenek und ich sind seit den 1950er Jahren ziemlich oft nach Österreich gekommen und auch immer wieder in die Wachau. Er war sehr, sehr gerne dort und insbesondere in Krems. Es ist vielleicht ein Zufall, aber ich finde es wunderbar, dass wir nun mit der Donau-Universität Krems verbunden sind", so Gladys Krenek.
Wesentlich beteiligt an der Ansiedlung der Krenek-Stiftung in Krems war Niederösterreich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: "Mit der Ernst-Krenek-Stiftung haben wir im wahrsten Sinne des Wortes einen dicken Fisch an Land gezogen, der die Kulturpolitik Niederösterreichs und vor allem die Stadt Krems weit über den nationalen Rahmen hinaus auf die internationale Ebene hebt." In diesem Zusammenhang kündigt Pröll die Etablierung eines musikwissenschaftlichen Schwerpunkts im Rahmen der Abteilung für Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems an: "Wir haben das Ziel, ein Zentrum für zeitgenössische Musik an der Donau-Universität Krems einzurichten."
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