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"Heimat – christlich - Abendland"
Internationales Symposion mit Alternativ-Nobelpreisträger Asghar Ali Engineer
13.02.2012
Das international besetzte Symposion "Heimat - christlich - Abendland" setzt sich mit der Frage auseinander, welche grundlegende Orientierung uns Werte vermitteln und wie stark sie die kulturelle Einheit normieren. Die Tagung findet von 22. bis 26. Februar am Campus Krems und im Stift Dürnstein statt.
Stift Duernstein Web
Foto: Wachau Kultur
Stift Dürnstein

Die Diskussion um kulturelle, soziale und religiöse Wertvorstellungen ist nicht neu, wird aber seit einigen Jahren besonders leidenschaftlich geführt. In der westlichen Welt werden offen Befürchtungen geäußert, dass die eigene Heimat, die christliche Kultur oder auch das „Abendland“ durch fremde Einflüsse bedroht werden könnten. Die Debatte beruft sich auf die Vernunft als entscheidende Grundlage für die
Entwicklung der europäischen Kultur und ist bemüht, „Heimat“, „christliche Werte“ bzw.
die Vorstellung einer „abendländischen Kultur“ zu sichern. Die Politik spielt dabei eine entscheidende Rolle, schließlich bedient sie sich in ihrer Argumentation häufig diesen Begriffen.

Mit Fragen der Wertediskussion befasst sich das Symposium „Heimat – christlich – Abendland: Von welchen Werten reden wir?“, das am 23. Februar, im Audimax der Donau-Universität Krems eröffnet und an den beiden folgenden Tagen in Dürnstein fortgesetzt wird. Das neue „Symposion Dürnstein“ widmet sich künftig einmal im Jahr wichtigen gesellschaftspolitischen Themen mit VertreterInnen aus Politik, Religion, Medien und Philosophie. Für 2012 konnte eine Runde aus international renommierten Persönlichkeiten gewonnen werden, die Werte und Wertbegründungen aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten und einen pluralistischen Zugang zum Thema ermöglichen wollen. Zu den Vortragenden gehört auch die Dekanin der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung der Donau-Universität Krems, Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl.

Zu den prominentesten internationalen RednerInnen des Symposions zählen Asghar Ali Engineer aus Indien und Siti Musdah Mulia aus Indonesien. Asghar Ali Engineer ist muslimischer Befreiungstheologe und Preisträger des Alternativen Nobelpreises 2004 für seine Bemühungen um die Verständigung von Hindus und Muslimen in Indien. Siti Musdah Mulia ist Professorin für islamische politische Philosophie an der Syarif Hidayatullah Islamic State University, Jakarta, Indonesien und
Mitglied des Parlaments der Weltreligionen. Sie setzt sich u.a. für die Rechte von Frauen im Islam ein. Engineer wie Mulia sind wichtige Stimmen aus zwei großen Demokratien des süd- bzw. südostasiatischen Raumes, in dem rund ein Drittel aller Muslime weltweit
lebt.

Das Symposium wird am Donnerstag, den 23. Februar um 18 Uhr durch Landesrätin Mag. Barbara Schwarz im Audimax der Donau-Universität Krems eröffnet. Davor zeigt das Kino im Kesselhaus um 16 Uhr den Film "Abendland" von Nikolaus Geyrhalter.

Programm und Anmeldung
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