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Das Kleid der Europa gemeinsam gestalten
Das Department für Europapolitik und Demokratieforschung der Donau-Universität Krems und Campus Cultur laden ins offene Atelier: Wir kleiden Europa
02.03.2017
Die bildende Künstlerin Valeska Peschke hält von 10. bis 31. März 2017 im Atelier „Nah und Frisch-Trojan“ in Krems ein offenes Atelier ab und lädt zum künstlerischen Gestalten und Gedankenaustausch über Europa. Als Teil des Kunstprojektes „Die Botschaft von Amikejo“ wird dabei gemeinsam ein zeitgenössisches Kleid der Europa entworfen.

„Basierend auf der Landkarte des Theologen, Geographen und Chronisten Heinrich Bunting aus dem Jahre 1588 wollen wir Europa quasi neu einkleiden“, erklärt Valeska Peschke. Alle Kremserinnen und Kremser sind eingeladen, im Gespräch mit der Künstlerin im Atelier „Nah und Frisch-Trojan“ am Schürerplatz in Krems ihre Kleiderentwürfe sowie Ideen und Gedanken zu Europa und ihrer Region einzubringen. „Auch Schulklassen oder Kunstgruppen sind in unserem offenen Atelier herzlich willkommen“, so die Künstlerin, die zahlreiche Ausstellungen gestaltet hat, unter anderem in Berlin, New York und Los Angeles.
 

Kunstprojekt „Amikejo“
Der partizipative Prozess des Einkleidens der Europa ist Teil des Kunstprojektes „Die Botschaft von Amikejo“, das von Valeska Peschke in Zusammenarbeit mit dem Department für Europapolitik und Demokratieforschung der Donau-Universität Krems und Campus Cultur durchgeführt wird und vom Land Niederösterreich gefördert wird.


Der Projektname – „Amikejo“ bedeutet auf Esperanto „Ort der Freundschaft“ – verweist auf einen kleinen neutralen Landstrich zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland, der sich 1907 als unabhängige Republik ausrief. „Die Botschaft von Amikejo ist demnach die Begeisterung für eine Republik, die in einem größeren Sinne mit einem freien Europa verbunden ist und auf dem Zusammen-Sein beruht“, erklärt Valeska Peschke. Über das Bild eines europäischen Vulkans, der Ende April als Rauminstallation auf dem Campus der Donau-Universität Krems aufgebaut wird, will die Künstlerin auf alternative Denkweisen von Heimat, Territorium und Grenzen hinweisen. „Als Atemwege des Globus verweisen Vulkane auf eine globale statt nationale Sichtweise“, so die Künstlerin.
 

Das Kleid der Europa wird in Zusammenarbeit mit dem Modeatelier Wagensonner hergestellt und anlässlich der offiziellen Eröffnung des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung am Donnerstag, dem 27. April 2017, an der Donau-Universität Krems präsentiert. Im Rahmen der Vernissage werden auch die Ergebnisse von weiteren Workshops dargestellt, anhand derer Valeska Peschke europäische wie auch regionale Identitäten künstlerisch hinterfragt.


Wissenschaftliche Forschung zum Thema Europa
„Gleichzeitig wird im Department für Europapolitik und Demokratieforschung der Donau-Universität Krems, das im Jahr 2016 gegründet wurde, auch die wissenschaftliche Forschung zu Europa, Populismus und Regionen vorangetrieben“, erklärt Departmentleiterin Prof. Ulrike Guérot. So werden Konferenzen zu „Populismus in Frankreich“ und „Europa der Regionen“ sowie ein Arbeitskreis zu „Europa, Jugend und Kultur“ abgehalten.


Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung und des Kunstprojektes werden im September 2017 an der Donau-Universität Krems präsentiert. „Das Kunstprojekt Amikejo zeigt, wie man Kunst und Wissenschaft in einen für beide Seiten fruchtbaren Dialog bringen kann, und steht damit quasi prototypisch für den Zugang von Campus Cultur“, betont die Campus-Cultur-Leiterin Dr. Eva Maria Stöckler.


Offenes Atelier: Wir kleiden Europa
Fr 10.03.2017 bis Fr. 31.03.2017; täglich (außer donnerstags)
von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet; nach Anfrage auch für Gruppen
Atelier Nah & Frisch, Schürerplatz, 3500 Krems

 

Vernissage und offizielle Eröffnung des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung
Do, 27. April 2017
Audimax Donau-Universität Krems
 

Weitere Informationen und Termine unter www.donau-uni.ac.at/ded