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Studie belegt: Freie Software für Schulen sehr geeignet
„Open-Source-Gipfel“ an der Donau-Universität Krems
05.10.2005
Krems (kpr). Die Donau-Universität Krems führte im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk) eine zweijährige Studie durch, die den Einsatz von Linux und anderer freier Software in Schulen untersuchte. Die Ergebnisse wurden gestern im Rahmen des „Open- Source-Gipfels“ an der Donau-Universität Krems präsentiert. Sie sind eindeutig: Freie Software ist für den Schulbetrieb durchaus geeignet! Gemeinsam mit den anwesenden 70 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung sowie dem Schulwesen wurden weitere Schritte für die Forcierung freier Software an den Schulen diskutiert.
Projektleiter Gerhard Schwed, MAS von der Donau-Universität Krems: „Es besteht dringender Handlungsbedarf, um das enorme Potenzial der freien Software für die Schulen optimal zu nutzen.“ Schwed stellte im Zuge seiner wissenschaftlichen Arbeit fest, dass den meisten Lehrpersonen in den Schulen die Möglichkeiten freier Software nicht bekannt sind und es daher Vorbehalte gibt. Bei der Erstellung der Studie haben auch Studierende aus dem Universitätslehrgang „Educational Technologies“, der an der Donau-Universität Krems angeboten wird, mitgearbeitet. In diesem Lehrgang werden vor allem Lehrerinnen und Lehrer unter anderem darauf vorbereitet, ihre SchülerInnen in zwei EDV-Welten zu unterrichten. Der Lehrgang schließt mit dem akademischen Grad „Master of Science“ (MSc) ab.

Anlässlich der Präsentation der Studienergebnisse beim Open-Source-Gipfel meinte Ministerialrat Dr. Christian Dorninger vom bm:bwk: „Die Ergebnisse der Studie sind für uns sehr wertvoll und geben die Richtung klar vor: Der Einsatz freier Software an den Schulen muss forciert werden!“ Denn die Strategie des bm:bwk sei, dass sich jede Schülerin und jeder Schüler bei Abschluss der Oberstufe in zwei EDV-Welten zurechtfinden sollte. Sehr froh sei er darüber, „dass auch in den Bundesländern schon an Projekten zum Einsatz freier Software an Schulen gearbeitet wird, wie aus den Präsentationen beim Open-Source-Gipfel klar wurde.“ Positiv überrascht zeigte sich Dorninger von der hohen Beteiligung der Schulen bei der Etablierung von Alternativen zu bestehenden Softwaremonopolen.

Für die Zukunft plant das bm:bwk mehrere Maßnahmen: „Für die nächsten zwei Jahre wird ein umfangreicher Testversuch mit freier Software bei 40.000 Schülerinnen und Schülern an 30 weiterführenden Schulen gestartet. Zusätzlich werden wir bereits gegründete Communities der LehrerInnen und teilweise auch SchülervertreterInnen in diesem Bereich unterstützen. Und – last but not least – planen wir in ganz Österreich vier oder fünf E-Learning-Kompetenzzentren einzurichten, die als Anlaufstelle für die Schulen dienen sollen. Diese werden vom Ministerium auch finanziell unterstützt“, sagt Ministerialrat Christian Dorninger.
Studienautor Gerhard Schwed abschließend: „Der Open-Source-Gipfel hat gezeigt, dass enormes Engagement und Innovationspotenzial vorhanden ist. Umso mehr freut es mich, dass die Donau-Universität Krems in der Koordination der vielfältigen schon vorhandenen Open-Source-Initiativen eine wichtige Funktion übernehmen soll.“(05.10.05)
Open-Source-Gipfel
Original-Pressemitteilung

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