Neue Studie zeigt kaum Unterschiede in der Wirkung
Krems/North Carolina (kpr). Antidepressiva zählen zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten weltweit. Dementsprechend viel investieren Pharmafirmen in die Vermarktung ihrer Produkte. Dass manche Medikamente zur Therapie von Depression eine bessere Wirkung zeigen als andere, lässt sich jedoch nicht nachweisen. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung unter der Leitung von Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie an der Donau-Universität Krems.
Die systematische Analyse und Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien auf Basis von Health Technology Assessment (HTA) gewinnt in vielen europäischen Ländern seit Mitte der 1990er Jahre für versorgungs- und gesundheitspolitische Entscheidungen zunehmend an Bedeutung. Dabei wird in den meisten Fällen sowohl die medizinische Effektivität als auch die ökonomische Effizienz von Maßnahmen beurteilt; außerdem sollen soziale, juristische, organisatorische und ethische Frage-stellungen in einen HTA-Bericht Eingang finden. In den letzten Jahren sind vermehrt HTA-Berichte publiziert worden, die Qualität dieser Berichte ist jedoch sehr unter-schiedlich. Neben einem standardisierten und nachvollziehbaren Prozedere (vgl. z. B. HTA-Prozesshandbuch, GÖG/BIQG 2010) müssen bei der Erstellung von HTA-Berichten auch fachlich-methodische Anforderungen eingehalten werden.