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Kompetenzentwicklung durch E-Portfolios
EUfolio-Projekttreffen an der Donau-Universität Krems bringt Pilotprojekte an Schulen auf Schiene
30.10.2013
An der Donau-Universität Krems traf sich am 21. und 22. Oktober 2013 das Konsortium des EU-Projekts „EUfolio. EU Classroom ePortfolios“, in dessen Rahmen E-Portfolios als Instrument für kompetenzorientierten Unterricht in Klassenzimmern implementiert werden. Ein E-Portfolio-Workshop für TrainerInnen und ProjektpartnerInnen am 23. und 24.10. leitete zur Umsetzung der Projektideen in die Praxis über.

EU fördert E-Portfolios in Klassenzimmern

Das EU-Projekt EUfolio wird in den beiden kommenden Jahren E-Portfolios in Klassenzimmern der Sekundarstufe I in Irland, Litauen, Slowenien, Spanien und Zypern implementieren. Diese elektronischen Portfolios sollen die Kompetenzentwicklung der Lernenden unterstützen und sind somit ein Hilfsmittel für eine neue Form der Ausbildung, in der Fähigkeiten eine wichtige Rolle spielen. Diese Neuorientierung wird den bisher vor allem auf Informationstransfer angelegten Unterricht reformieren. Die Aufgaben der Lehrenden wandeln sich damit – von der „Vermittlung“ von Wissen hin zu Tutoring und Coaching.

 

Prozessspezifikation und Technik kommen vom IMB

An der Donau-Universität Krems fand das zweite Treffen des Projektkonsortiums nach dem Kick-off in Dublin statt. Vor 25 Mitgliedern des Projektkonsortiums wurden unter anderem Spezifikationen für das Projekt präsentiert. In der diesen wird der Prozess der Einführung der E-Portfolios so genau beschrieben, dass eine detaillierte Planung von Schulungen, technischen Ressourcen, Kommunikation u.v.m. möglich ist. Zusätzlich ist es wichtig, sich der Funktionen und Möglichkeiten von E-Portfolios bewusst zu werden, die in einer funktionalen Spezifikation festgehalten werden. Die Erarbeitung dieser Grundlagen erfolgte unter der Leitung des Teams des Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien an der Donau-Universität Krems. Neben Dr.in Andrea Ghoneim und MMag. Erich Herber arbeitet nun auch Dr.in Birgit Wolf am Projekt mit.

 

Technische Basis des Projekts sind eine E-Portfolio-Lösung von Microsoft Irland und die Open-Source Plattform Mahara. Der Mahara-Server für das Projekt wurde an der Donau-Universität Krems aufgesetzt, um die Weiterentwicklung der Plattform kümmert sich in enger Zusammenarbeit mit den EUfolio-PartnerInnen der Techniker des IMB, Christian Fertl.

 

Mahara1

„Train the Trainer“-Workshop erleichtert praktische Umsetzung

An das Projekttreffen schloss sich ein zweitägiger E-Portfolio-Workshop für TrainerInnen aus Irland, Litauen, Slowenien, Spanien und Zypern an, an dem auch die ProjektpartnerInnen teilnahmen. Die TrainerInnen, die auf Basis des Workshops mit Lehrenden der Pilotschulen arbeiten werden, analysierten im Rahmen des Workshops verschiedene Unterrichtszenarien im Hinblick auf Kompetenzentwicklung. Basis für die Definition der Kompetenzen sind unter anderem die Erkenntnisse, die für die Reform des irischen „Junior Cycle“ erarbeitet wurden. Im Rahmen des Workshops machten sich die TeilnehmerInnen auch mit der Plattform Mahara vertraut und entwarfen selbst Unterrichtszenarien. Die Leiterinnen des Workshops, Anastasia Economou und Antri Avraamidou vom Pädagogischen Institut in Zypern, hatten schon vor dem Workshop eine „Community of Practice“ auf mahara.eufolio.eu eingerichtet, in der weitere Erfahrungen gesammelt und ausgetauscht werden können.
 

Visualisierung von Kompetenzen entscheidender Vorteil von E-Portfolios

„Wir hoffen, mit dem Projekt das Herz der Lehrenden zu gewinnen“ – so fassten die TeilnehmerInnen Ergebnisse und Vorhaben zusammen. „Zuerst stellen wir die LehrerInnen ins Zentrum der Implementierung von E-Portfolio-Technologie und entsprechender Unterrichtsmethodologie. Damit werden diese darauf vorbereitet, bei der Einführung im Klassenzimmer die Lernenden in den Mittelpunkt zu stellen.“
Die SchülerInnen werden – betreut von den Lehrenden – in ihren E-Portfolios unter anderem Sammlungen anlegen, Lerntagebücher führen oder Projektergebnisse visualisieren. Dabei entwickeln sie beispielsweise Kompetenzen in Informationsmanagement, Kommunikation und Kooperation. Auf der Basis ihres E-Portfolios können die LehrerInnen diese Kompetenzen bewerten. Die SchülerInnen aber können ihr E-Portfolio weiter pflegen und anhand von Beispielen aus der elektronischen Portfoliomappe auch später, etwa bei der Jobsuche, nachweisen, welche Fähigkeiten sie mitbringen.