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RoundTable: Lernprozesse und elektronische Medien
VertreterInnen von BMUKK und Landesschulräten zu Gast am IMB
31.10.2013
VertreterInnen des BMUKK und LandesschulinspektorInnen aus ganz Österreich waren am 30. Oktober 2013 zu Gast an der Donau-Universität Krems. Bereits in mehreren Projekten hat sich die Zusammenarbeit zwischen BMUKK und dem Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien bewährt. Nun informierten sich die BesucherInnen über Neuerungen am Department und diskutierten mit MitarbeiterInnen des IMB die Zukunft technologiegestützten Lernens.
Die BesucherInnen des IMB

Bildungstechnologien in die Schulen

Mag. Christian Schrack und Sektionsleiter Dr. Christian Dorninger berichteten als Vertreter des BMUKK über die Projekte in den letzten Jahren, die es ermöglichten, Bildungstechnologien im österreichischen Schul- und Lernalltag zu integrieren. Digitalen Neuerungen und Herausforderungen begegnet das Ministerium dabei mit drei grundlegenden Fragen:

 

  • Welche technologischen Neuerungen sind gut und brauchbar?
  • Wie können sie im Schulalltag verwendet bzw. umgesetzt werden?
  • Wie können dadurch die zukünftigen Beschäftigungschancen der Kinder und Jugendlichen verbessert werden?

 

Besonders hervorgehoben wurden dabei die 2002 gestartete Initiative eLearning Cluster des BMUKK. Für mehr als 100.000 SchülerInnen an verschiedenen Schultypen gehören Netbooks, Beamer, Tablet-PCs und Initiativen wie „Bring your own device“ bereits zum täglichen Lernen dazu.

 

Forschung und Lehre zu digitalen Herausforderungen am IMB

Forscherinnen und Forscher sowie Lehrende stellten den BesucherInnen laufenden Forschungsvorhaben und Lehrgänge des IMB der Donau-Universität Krems vor. Dr.in Andrea Ghoneim ging besonders auf E-Portfolios und Kompetententwicklung in Lernprozessen ein, die sie im Projekt EUfolio erforscht. Dr.in Birgit Wolf arbeitet ebenfalls auf dem Gebiet der digitalen Portfolios, erforscht darüber hinaus aber noch, wie Mädchen zu einer Karriere im Bereich IKT bewegt werden können. MMag. Erich Herber stellte seine Ergebnisse aus dem Projekt EuroPLOT vor, das sich mit dem Design guter digitaler Lernumgebungen beschäftigt. Lehrgangsleiterin Silja Ziemann, BA, MSC, gab einen kurzen Einblick in das vielschichtige Weiterbildungsangebot des Departments im Bereich des mediengestützten und interaktiven Lernens. Zu Gast bei der Veranstaltung war auch Gerhard Schwed vom eLearning Center der Donau-Universität Krems, der Methoden zur Evaluierung der Qualität von eLearning vorstellte.

 

Diskussionen inspirieren zu weiterer Zusammenarbeit

Nach den Kurzpräsentationen ergab sich ein reger Austausch zwischen den Gästen und den ReferentInnen, der für die ForscherInnen des IMB auch stets ein wichtiges Feedback für ihre Arbeit ist. Insbesondere das Thema der Gendersensibilisierung im IKT-Bereich fand großen Widerhall. Zwar konnten die HTLs mittlerweile den Anteil an Mädchen auf über 16 % erhöhen, dennoch stellt sich die Frage, was auf Systemebene getan werden kann um noch mehr Mädchen dafür zu interessieren. Hier könnten die Erkenntnisse aus dem Projekt ICT-go-girls! genutzt werden, das bereits Mädchen vor der Entscheidung für eine weiterführende Schule erreicht. Der methodologische Zugang des Projekts setzt auf Motivation durch Vorbildfiguren und Einblicke in den Berufsalltag durch den direkten Kontakt zu Frauen in Führungspositionen in der IKT-Branche. Damit könnte die Quote von Schülerinnen an HTLs weiter erhöht werden.
Auch die Kompetenz zum selbstverantwortlichen Lernen, die auch zu einer Unterrichtsgestaltung führen könnte, die unabhängig von Zeit und Raum ist, wurde rege diskutiert.
Von allen Seiten wurde der Wunsch geäußert, den Austausch – beispielsweise im Rahmen von Vorträgen für Lehrende oder gemeinsame Projekte – fortzusetzen.

 

Passendes Weiterbildungsangebot am IMB

Das Department bietet – basierend auf diesen Forschungserkenntnissen – zwei Masterlehrgänge, die sich im Detail mit den Themenbereichen Technologie und Bildung auseinandersetzen.
Ziel des berufsbegleitenden Master-Studiengangs „eEducation“ ist die Vermittlung von praktischen und theoretischen Kompetenzen im Umgang mit Neuen Medien und Web 2.0 –Technologien für das Lehren und Lernen in verschiedenen pädagogischen Feldern.
Das Fernstudium mit Masterabschluss „Personalmanagement und Kompetenzentwicklung mit Neuen Medien“ verknüpft Erkenntnisse aus dem HR-Management mit den Technologien des Web 2.0 anderer digitaler Medien. Der Lehrgang stellt somit eine umfassende, interdisziplinäre Maßnahme auch in den Bereichen Erwachsenenbildung, berufliche Weiterbildung und Weiterentwicklung, Bildungscontrolling und Wissensmanagement dar.
 

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