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eLearning und Neue Medien im Unterricht und in der Lehre
IMB auf der 9. eLearning Didaktik Fachtagung in Linz
05.11.2014
Am 23. und 24. Oktober 2014 fand in Linz die 9. eLearning Didaktik Fachtagung statt. Thematisch stand sie ganz im Zeichen von Möglichkeiten und Praxisbeispielne von Lernen mit elektronischen Lernbegleitern. Mehr als 400 Lehrende und ExpertInnen aus allen österreichischen Bundesländern sowie aus Deutschland und der Schweiz besuchten insgesamt 58 Vorträge und Workshops. Das IMB war durch eine Mitarbeiterin und zwei AbsolventInnen vertreten.

Elearning 05112014

 

Die ersten Notebooks wurden 1989 an Schulen eingesetzt. Die Initiative dafür kam von Sektionschef Dr. Christian Dorninger und MinR Mag. Christian Schrack. Bis 2020 sollen alle Schulen im EU-Raum über Breitband-WLAN verfügen. Diese infrastrukturellen und technischen Voraussetzungen ermöglichen ein immer besseres Arbeiten mit mobilen Lernbegleitern und in elektronischen Lernumgebungen. Um die Lehrenden für Lernen mit und in der Cloud zu begeistern, sind allerdings auch entsprechende fachdidaktische Beispiele und Vorschläge wichtig.

 

Best Practice-Projekte aus dem eLearning-Bereich

Die Konferenzbeiträge der vom Bundesministerium für Bildung und Frauen und der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz veranstalteten eLearning Didaktik Fachtagung zeigten den Reichtum an Möglichkeiten des Arbeitens mit digitalen Werkzeugen auf. Ebenso wurden Good-Practice-Beispiele des Lernens in und mit vernetzten Lernumgebungen wie MOOCs vorgestellt, auch Gamification wurde in unterschiedlichen Beiträgen behandelt. Der Radiosender Ö1 begleitete die Tagung; ein Beitrag in der Sendung „Matrix“ ist digitalen Medien im Unterricht gewidmet.

 

IMB-Forscherin berichtet über EU-Projekt

Dr.in Andrea Ghoneim (Donau-Universität Krems) referierte in Linz über „E-Portfolios für kompetenzorientiertes Lernen“. Im Rahmen ihres Vortrags zeigte sie Kompetenzbeschreibungen und –matrices, u.a. aus dem Projekt EUfolio, an dem das Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien der Donau-Universität Krems mitarbeitet. E-Portfolios wurden und werden im Rahmen des Projekts zur Förderung von Kompetenzen eingesetzt. Dass E-Portfolios ein ideales Werkzeug für selbstbestimmtes Lernen sind, konnte im Rahmen des Projekts ebenso praktisch belegt werden wie die Eignung von E-Portfolios zur Förderung digitaler Kompetenzen und des kritischen Denkens. Die Pilotprojekte in der Sekundarstufe I an Schulen in Irland, Litauen, Slowenien, Spanien und Zypern laufen noch bis Februar 2015. Auf ihrer Basis werden Fallstudien erarbeitet, die Teil eines Strategie-Handbuchs sein werden, das im April 2015 veröffentlicht wird.

 

Donau-Uni-Studierende präsentieren Masterthesen

Ebenfalls mit der Donau-Universität Krems verbunden sind Berta und Klaus Denkmair, MA. Beide haben Masterthesen im Rahmen des Lehrgangs eEducation verfasst und stellten diese Arbeiten nun bei der Linzer Tagung vor. Berta Denkmair referierte über „(Digitales) Storytelling in der Sekundarstufe I“. Im Mittelpunkt der Arbeit mit mediengestütztem Erzählen von Geschichten stand die Darstellung von Erfahrungswissen und die Förderung sozialer Kompetenzen. Klaus Denkmair konnte mit E-Portfolios im Unterricht an einer Polytechnischen Schule der Orientierungslosigkeit der SchülerInnen im abschließenden Schuljahr der Sekundarstufe I entgegenwirken. Der Einsatz von E-Portfolios begeisterte die jungen Menschen nicht nur dadurch, dass sie „etwas Eigenes“ erarbeiten konnten, er förderte auch Kompetenzen wie Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und Selbstmotivation. Die Erkenntnisse von Klaus Denkmair zum Thema „E-Portfolio: Übergang in die kompetenzorientierte Arbeitswelt am Ende der Pflichtschulzeit“ stehen auch in Buchform zur Verfügung.

 

Podiumsdiskussion mit Vertretern des Bildungsministeriums

Einige der Beiträge können auch via Twitter (#eldf14) und andere Aufzeichnungen nachverfolgt werden. Zum Abschluss der Tagung moderierten die Veranstalter, MinR Mag. Christian Schrack und Dipl.-Ing. MinR Wolfgang Scharl, eine Podiumsdiskussion über „Die Zukunft des eLearnings – Mühen der Ebene oder bereits Unterrichtsalltag?“. Bei dieser wurde auch klar, dass die Realität der TeilnehmerInnen eine andere ist als der Schul-Alltag: Nicht einmal die Hälfte aller österreichischen Schulen nutzt die Potenziale von eLearning.