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Wie viel Öffentlichkeit braucht die Basisbildung?
Team IMB hält zwei Vorträge auf Fachtagung des Bildungsministeriums
23.11.2016
Nicht (gut) lesen oder schreiben zu können macht man ungern öffentlich. Warum Enttabuisierung und Entstigmatisierung aber notwendige Schritte zum Erreichen der Betroffenen sind, das war Fokus der Fachtagung „Basisbildung(s)bedarf der Öffentlichkeit“ am 14. und 15. November 2016. MitarbeiterInnen des IMB hielten zwei Vorträge über die Schnittstellen von Basisbildung und neuen Medien.

Basisbildung ist mehr als Lesen und Schreiben lernen

Die grundlegende Bildung eines Menschen umfasst im Idealfall eine Vielzahl von Kompetenzen: Lernkompetenzen (also das „Lernen können“), Lesen und Schreiben der Muttersprache sowie grundlegende Kompetenz in einer weiteren Sprache, Rechnen sowie grundlegende Medienkompetenzen, vor allem im Bereich der IT. In dieser zugegebenermaßen recht breit angelegten Definition von Basisbildung werden sich wohl viele ÖsterreicherInnen wiederfinden.

 

Wissenschaft gegen Scham und Stigma

Trotz der Größe der Zielgruppe für Basisbildungsangebote überwiegen bei den einzelnen Betroffenen oft Scham und Ängste. „Fehlende Basisbildung ist kein Zeichen individuellen Versagens, sondern ein komplexes gesellschaftliches Problem“ meinte Regina Barth vom Ministerium für Bildung in ihrer Eröffnungsrede. Basisbildung muss daher ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden um Betroffene zu erreichen, die in ihrem Leben oft gehört haben, sie wären zu dumm, zu faul oder schlichtweg unfähig. Diese Stigmatisierung und die damit verbundenen Vorurteile waren unter anderem Thema des ersten Vortragspanels.

 

Vorträge des IMB zum Thema Basisbildung und neue Medien

Die Vorträge des IMB versuchten an der Schnittstelle von Basisbildung und interaktiven Medien anzusetzen. Wolfgang Rauter und Andrea Ghoneim referierten über die Möglichkeiten, die Usability auf Websites von Basisbildungsangeboten zu verbessern. Die Anonymität des Internets könnte dabei helfen Personen zu erreichen, die aus Scham von Bildungsberatung vor Ort oder anderen Angeboten, die persönliche Erstkontakte erfordern, Abstand nehmen.
Tina Gruber-Mücke verglich in ihrem Vortrag Basisbildungsangebote von gestern und heute, also solche mit wenig bis starken Technologieeinsatz und warf einen Blick in die Zukunft, in der sie vor allem einen Trend zum mobilen Lernen sieht.
 

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