Vielfältige Veränderungen im Anforderungsprofil der ausgebildeten Pflegefachkräfte tragen dazu bei, dass „traditionelles Berufswissen“ nicht länger als tragfähige Basis für die berufliche Kompetenz ausreicht. Die bisherige Krankheits- und Krankenhausorientierung wird ersetzt durch eine Gesundheits- und Pflegeorientierung. Der Übergang von einer handwerklich-technischen Orientierung zu einer wissenschaftlichen begründeten Pflege ist nicht mehr zu stoppen. In der akademischen Weiterbildung ist sowohl Handlungsorientierung als auch Wissenschaftsorientierung zu berücksichtigen.
Das curriculare Konzept der Lehrgänge für Pflegende in der Praxis, PflegemanagerInnen oder PflegepädagogInnen ermöglicht daher die Befähigung
• zum analytischen und kritischen Denken, • zum planvollen, prioritätensetzenden, problemlösenden Denken und Handeln, • zur Teamarbeit, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit KlientInnen, gemeinsamen Entscheidungsfindung, • zur systematischen, wissenschaftsbasierten, auf den Einzelnen und seine Bedürfnisse hin orientierten Pflege Gesunder und Kranker, • zu einer nicht wertenden, fürsorglichen Einstellung und • zu führen und zu lehren unter pflegewissenschaftlichem Primat.
Das Studium ist primär auf selbstständigen und eigenverantwortlichen Wissenserwerb ausgerichtet. Handlungsorientiertes Lernen soll die Lebens- und Berufswelt in den Mittelpunkt stellen und die Analyse und Bewertung komplexer gesellschaftlicher, gesundheitspolitischer und beruflicher Realitäten ermöglichen. Da, wo es Sinn macht und für die Studierenden ein Zeit- oder Wirkungsvorteil zu erzielen ist, setzen wir auf Blended Learning. Durch einen Methodenmix aus Präsenz- und E-Learning wollen wir den Studierenden maximalen und nachhaltigen Lernerfolg ermöglichen. Der Einsatz des Blended-Learning-Konzepts verbindet die Effektivität und Flexibilität von elektronischen Lernformen in der Online-Phase mit den sozialen Aspekten der Face-to-Face Kommunikation in der Präsenzphase. Fachthemen werden mittels webgestützter Lernmodule vor- bzw. nachbereitet. Komplexere Fragen werden in der Präsenzphase behandelt, um einen Theorie-Praxis-Transfer zu sichern.
In der Annahme, dass für unterschiedliche Problemlagen und unterschiedlichen Bedarf auch unterschiedliche Qualifikationen vonnöten sind, sind die Lehrgänge zwei- bis dreistufig konzipiert. Die Kompetenzen werden durch die unterschiedlichen Abschlüsse transparent: 1. Certificate, 2. Akademische/r Expertin/e und 3. Master of Science.
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