Zentrum für Gesundheit und Migration |
Health Care in NowHereland: Improving services for undocumented migrants in the EU
Ca. 1-4% der EU-Bevölkerung sind Undokumentierte MigrantInnen (Portuguese Presidency Report, 2007), die aufgrund ihres Status sowohl ein erhöhtes Gesundheitsrisiko wie auch gleichzeitig verschlechterte Bedingungen des Zugangs zu Gesundheitsleistungen haben. Eine brisante Kombination, die nicht nur die Gesundheit dieser spezifischen Gruppe, sondern auch die der regulären Bevölkerung durch erhöhte Risiken von übertragbaren Krankheiten (Tuberkulose, HIV) gefährdet.
Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist als grundlegendes Menschenrecht unabhängig von legalem Status oder finanziellem Vermögen definiert. Das soll insbesondere sozioökonomisch benachteiligte und vulnerable Gruppen vor den extremsten Benachteiligungen schützen. Alle Mitgliedstaaten der EU anerkennen dieses Menschenrecht. Gleichzeitig beschränken es nationale Regelungen meist auf Basisleistungen, zum Beispiel auf Notfallversorgung.
Gesundheitsorganisationen und ihre MitarbeiterInnen müssen mit den daraus resultierenden Herausforderungen im praktischen Handeln umgehen und stehen dabei im Spannungsfeld einander widersprechender Aufträge.
Das Projekt „Health Care in NowHereLand: Improving Services for Undocumented Migrants in the EU“ arbeitet an der notwendigen Verbesserung der Wissenslage zu gesetzlichen/finanziellen Regulierungen, Gesundheitsstatus und -verhalten dieser Gruppe von MigrantInnen, zu in diesem Rahmen „sinnvollen“ organisationalem Handeln und damit zu nachhaltig praktikablen Lösungsmodellen innerhalb der EU-27. Das Projekt verfolgt drei primäre Ziele:
- Eine europäische Landkarte der unterschiedlichen rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zu zeichnen.
- Eine europäische Sammlung von Praxismodellen zu erstellen und daraus transferwürdige „Good Practice“-Modelle zu identifizieren und zu beschreiben.
- Einen europäischen Überblick über Gesundheitsprobleme und Handlungsstrategien von Undokumentierten MigrantInnen zu schaffen.
Das Projekt wurde von einem österreichischen Projektteam entwickelt und wird vom Zentrum für Gesundheit und Migration an der Donau-Universität Krems koordiniert. Es hat eine Laufzeit von Jänner 2008 bis Februar 2011. (Zwischen-)Ergebnisse werden auf der Projektwebsite öffentlich zugänglich gemacht: www.nowhereland.info
Europäische und Internationale Partner:
Belgien : PICUM International Platform for Undocumented Migrants ♦ England : University of Brighton ♦ Italien : AUSL di Reggio Emilia ♦ Portugal : CIES / INSA ♦ Schweden: Universität Malmö ♦ Schweiz: Universität Genf ♦ HOPE European Hospital and Healthcare Federation ♦ ICMPD International Centre for Migration Policy Development ♦ IOM International Organization for Migration ♦ WHO European Office for Integrated Health Care Services ♦ United for Intercultural Action
A project funded by DG Sanco








