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Migrationssensible Hausverwaltung

2. Fachtagung zur Umsetzung des 7. Handlungsfelds des Nationalen Aktionsplans für Integration des BM.I

Veranstaltungsort
Donau-Universität Krems, Audi Max
Termin
26.11.2012
Beginn
09:00
Wohnen und Wohnumfeld werden zusehends stärker von interkulturellen Herausforderungen geprägt. Änderungen der Bevölkerungsstruktur durch Migration bedingen vielfach unterschiedlichste Konflikte in Wohnanlagen. Hausverwaltungen und Gemeinden sind gefordert, migrationssensibles Know-how zu entwickeln, um ein reibungsloses Miteinander im Bereich Wohnen zu ermöglichen.

Es braucht die Entwicklung von Qualitätsstandards und Weiterbildungsangeboten für verschiedene Akteure damit Probleme vor Ort professionell bewältigt werden können.

 

Migrationssensible und integrationsfördernde Maßnahmen erfordern gezieltes Wissen und spezifische Umsetzungsstrategien. Oft sind die Strukturen in Hausveraltungen und den mit Wohnquartieren betrauten Stellen in den Gemeinden nicht oder nicht ausreichend in der Lage mit den unterschiedlichen Anforderungen des interkulturellen Zusammenlebens positiv umzugehen. Geschulte MitarbeiterInnen müssen befähigt werden, Konflikte und Probleme in Wohnanlagen und im Wohnumfeld zu steuern und positiv zu gestalten. Ein gezieltes, niedrigschwelliges Eingreifen bei und Lenken von Konflikten sowie die Fähigkeit mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft umzugehen, ist ein neues und zentrales Anliegen in der Integrationspolitik im Bereich Wohnen.

 

Die diesjährige Fachtagung an der Donau-Universität Krems befasste sich intensiv mit diesen Themen und stellte Weiterbildungsangebote und gelungene Fallbeispiele aus dem Wohnumfeld vor.

 

Links finden Sie den Download des Tagungsbandes 2013 "Wohnen und die regionale Dimension der Integration" als PDF.
Der Tagungsband ist auch als gedruckte Ausgabe erhältlich. Bitte bestellen Sie diesen per Mail an manuela.fraberger@donau-uni.ac.at
 

 

Tagungsbeiträge

Margarete Czerny (Donau-Universität Krems)

Wohnen ist ein zentrales Grundbedürfnis aller Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund. Wohnen und das Wohnumfeld werden immer mehr von interkulturellen Herausforderungen geprägt.
Migrationssensible und integrationsfördernde Maßnahmen erfordern gezieltes Wissen und spezifische Umsetzungsstrategien. Anzustreben wäre, die Schulungs- und Weiterbildungsangebote zu erhöhen. Dazu kann vor allem die Donau Universität Krems mit ihrem geplanten neuen Lehrangebot: „Migrationssensibles Wohnmanagement“ einen wesentlichen Beitrag leisten.

Klaus Lugger (Neue Heimat Tirol)

Qualititätsmanagement in der Hausverwaltung ist die Voraussetzung für eine integrationsfördernde Hausverwaltung. „Integration“ bezieht sich dabei nicht nur auf MigrantInnen, sondern auch auf verschiedene soziale Gruppen und ihre jeweiligen, spezifischen Bedürfnisse. Um diesen gerecht zu werden, ist von Seiten der Hausverwaltung ein hohes Maß an Professionalität nötig, deren Prämisse es ist, den Kunden mit seinen Anliegen nicht alleine zu lassen. Eine klare Grenze ist allerdings zu ziehen zur darüber hinaus gehenden Gemeinwesenarbeit.

Qualitätsmanagement in der Hausverwaltung PDF

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Christian Struber (Salzburg Wohnbau)

Migrationssensible Hausverwaltung beginnt mit dem Verständnis für andere Kulturen und der Bereitschaft, Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen. 2010 wurde durch das Wirtschaftsministerium das Gütezeichen Hausverwaltung in Kraft gesetzt. In der Heute haben bereits mehr als 10 Unternehmen der Branche das Gütezeichen verliehen bekommen.
Im Zuge der Mitarbeit im Nationalen Aktionsplan Integration wurde die Idee geboren, die Gütezeichenrichtlinie für Objektverwaltungen um ein eigenes Kapitel "Migrationsfördernde Hausverwaltung" zu ergänzen.

Migrationssensible Hausverwaltung PDF

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Lidija Kuzmanovic (Wohnpartner Wien)

wohnpartner – das Nachbarschafts-Service im Wiener Gemeindebau – ist eine Service-Einrichtung der Stadt Wien für die BewohnerInnen der rund 220.000 Gemeindewohnungen. Das Hauptaugenmerk von wohnpartner liegt auf der Förderung eines respekt- und rücksichtsvollen Zusammenlebens und der Lösung von nachbarschaftlichen Konflikten. wohnpartner sehen die Gemeindebaubewohner als „Experten“ ihrer jeweiligen Anlage und versuchen deren Ressource zu nutzen um ihre Selbstorganisation anzuregen.

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Kheder Shadman (Agentur für soziale Stadtentwicklung, Graz)

Die meiste Zeit im eigenen Stadtteil verbringen vor allem Menschen mit geringem Einkommen, Pensionisten mit beschränkten Ressourcen, Jugendliche sowie Frauen mit Kleinkindern. In allen diesen Gruppen sind MigrantInnen vertreten. Geeignete Maßnahmen im Wohnumfeld können die Lebensqualität der EinwohnerInnen vor Ort verbessern und zwar unabhängig von der ethnischen Herkunft der Zielgruppe. Daher geht es in der Stadtteilarbeit und Quartiermanagement primär um die Stärkung der Handlungsfähigkeit der EinwohnerInnen und um bessere Kommunikation im unmittelbaren Wohnumfeld. Dabei spielen die öffentlichen Räume der Gemeinde eine wesentliche Rolle. Gemeinden sollten daher hierfür Grünflächen sichern.

Wohnumfeld und Migration PDF

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Christian Loibnegger (Charta-Büro der Stadt Wien)

Die Charta als Initiative der Stadt Wien ist eine einzigartig umfassende Bürgerbeteiligung. Es geht dabei um Fragen des Miteinanders in Wien. Die Stadt stellte lediglich den Rahmen zur Verfügung, alle konnten und sollten mitmachen. 1800 Diskussionsvorschläge wurden eingebracht, von April bis Oktober 2012 fanden 651 Diskussionsrunden statt. Am 27. November wird die Charter Wien präsentiert. Bemerkenswert waren vor allem der starke Ruf der BürgerInnen nach Toleranz und das Bedürfnis für Räume des Zusammenkommens und der Kommunikation, der dabei geäußert wurde.

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Adelheid Wimmer (Wohnen Plus Akademie)

Die Hausverwaltung ist gefordert: Im Kundenkontakt hat sie mit differenten, oft widersprüchlichen Wünschen und Haltungen zu tun. Die einzelnen Bewohnergruppen gehen sehr unterschiedlich mit Regeln des Zusammenlebens um, verschiedene (Mutter)-Sprachen, unterschiedliche Zugänge und kulturell geprägte Gewohnheiten führen immer wieder zu Spannungen.

Interkulturelle Kompetenz in der Hausverwaltung

Hubert Mittermayr (Wohnplattform OÖ)

Der österreichische Wohnungsmarkt ist nach wie vor sehr schlecht auf geänderte Lebensweisen eingestellt und vorbereitet.
Entsprechend groß ist daher auch das Konfliktpotential, wenn unterschiedliche Kulturen in diesem Bereich ohne Wissen voneinander und eingeschränkter Kommunikation miteinander zusammenleben sollen.

Wohnen mit interkultureller Perspektive

Georg Mahnke (co:retis) & Kayahan Kaya (Integrationszentrum Wörgl)

Für gemeinwesenorientierte Integrationsarbeit sowie konkrete Maßnahmen für ein besseres Zusammenleben in Wohnanlagen sind Strukturen zentral, die Angebote zur ehrenamtlichen und gemeinwesenorientierten Integrationsarbeit entwickeln und koordinieren.

Gemeinsam Wohnen - Gemeinsam Leben

Haus Gemein Schafft

Heidi Geisler (Neue Heimat Tirol)

Einzugsbegleitung

Maria Zwicklhuber (Referat Integration, Wiener Neustadt)

Aktion Nachbarschaftskuchen

Sanja Turkovic (Sanja Landschaftsarchitektur)

Die Initiative für Soziale Freiraumgestaltung (ISOF) will dazu beitragen, Freiräume zu schaffen, in denen sich Menschen aller sozialer Gruppen in Respekt begegnen. Insbesondere die positive und konstruktive Begegnung von Menschen mit Migrationshintergrund und „Stamm“-Gesellschaft ist dabei ein vordringliches Anliegen.

Initiative für Soziale Freiraumgestaltung

Silvia Ursula Ertl (Nachbarschaftsgarten Heigerlein)

In Nachbarschaftsgärten treffen sich Menschen aus der unmittelbaren Umgebung, um gemeinsam ein Stück Erde zu bebauen und über dieses gemeinsame Tun miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nachbarschaftsgärten

Renate Kitzman (Volkshilfe Wien)

Delogierungsprävention hat nicht nur den Vorteil geringerer Kosten für die Sozialhilfeträger, sondern bedeutet für die Betroffenen die Verhinderung von persönlichem Leid. Wir arbeiten nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" und versuchen die KlientInnen in die Lage zu versetzen, aktiv an der Lösung ihrer Probleme mitzuarbeiten.

FAWOS - Fachstelle für Wohnungssicherung

Georg Benke (e7 Energie Markt Analyse GmbH)

In Österreich sind rund 310.000 Personen nicht in der Lage, ihre Wohnung angemessen zu heizen. Bei den derzeit steigenden Energiepreisen ist davon auszugehen, dass immer mehr Haushalte unter dieser Situation leiden werden.

Energieberatung für Menschen mit Migrationshintergrund

 

 

 

Weitere Informationen

 

Dipl.-Ing. Dr. Tania Berger

Telefon: +43 (0)2732 893-2422
Fax: +43 (0)2732 893-4000
E-Mail: tania.berger@donau-uni.ac.at
Website: http://www.donau-uni.ac.at/mig
Adresse:
Donau-Universität Krems
Department für Migration und Globalisierung
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems


Fachtagung

Tagungsbeiträge Downloads

Presseinformation
 
Audiomitschnitt3 MP3
  Christian Struber
  Kheder Shadman
  Christian Loibnegger
  Lidija Kuzmanovic
  Klaus Lugger
Qualitätsmanagement in der Hausverwaltung
Klaus Lugger (Neue Heimat Tirol)
Migrationssensible Hausverwaltung
Christian Struber (Salzburg Wohnbau)
Wohnumfeld und Migration
Kheder Shadman (Agentur für soziale Stadtentwicklung, Graz)
Interkulturelle Kompetenz in der Hausverwaltung
Adelheid Wimmer (Wohnen Plus Akademie)
Wohnen mit interkultureller Perspektive
Hubert Mittermayr (Wohnplattform OÖ)
Gemeinsam Wohnen - Gemeinsam Leben
Georg Mahnke (co:retis)
Haus Gemein Schafft
Kayahan Kaya (Integrationszentrum Wörgl)
Einzugsbegleitung
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Nachbarschaftskuchen
Maria Zwicklhuber (Referat Integration, Wiener Neustadt)
Initiative für Soziale Freiraumgestaltung
Sanja Turkovic (Sanja Landschaftsarchitektur)
Nachbarschaftsgärten
Silvia Ursula Ertl (Nachbarschaftsgarten Heigerlein)
FAWOS - Fachstelle für Wohnungssicherung
Renate Kitzman (Volkshilfe Wien)
Energieberatung für Menschen mit Migrationshintergrund
Georg Benke (e7 Energie Markt Analyse GmbH)