Die „Integrative Therapie“ versteht sich als moderne „Humantherapie“, die bewährte Konzepte unterschiedlicher Psychotherapierichtungen mit Erkenntnissen der Evolutions- und Neurobiologie verbindet. Die Positionen der Integrativen Therapie werden vor diesem Hintergrund sowie kultur-/historischer und philosophischer Orientierungen vorgestellt. In der Integrativen Therapie wird der Mensch in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität gesehen und auf der Grundlage sinnvoller Methodenintegration und schulenübergreifender Konzepte therapeutisch versorgt. Durch die Beachtung vieler Sichtweisen wird auch eine Vielzahl an Möglichkeiten methodischer Behandlungswege erforderlich: darum Integration. Die Integrative Therapie wird als klinisches Verfahren unter dem Blickwinkel von lehr- und lernbaren Methoden und therapiepraktischen Erkenntnissen skizziert. Sie wird als wissenschaftsgestütztes psychotherapeutisches Verfahren vorgestellt, insbesondere unter der Berücksichtigung von forschungsgegründeten, therapeutischen Wirkfaktoren. Im Ergebnis wird die Integrative Therapie als Therapie für Menschen charakterisiert, die sich zu einer bestimmten Lebenszeit vor dem Hintergrund von Lebensgeschichte und Lebensperspektive sowie in einem konkreten Lebenszusammenhang erleben und verhalten. |
|