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Begleitforschung zur Qualitätssicherung der Weiterbildung „ÖÄK-Diplom: Psychotherapeutische Medizin“ in Ausbildung und Therapie
Empirische Studie zur Messung der Therapiewirksamkeit
Leitung:   Univ.-Prof. Dr. Anton Leitner, MSc
Laufzeit: 10/2005 – 03/2006
AuftraggeberIn: Zentrum für Psychosoziale Medizin der Donau-Universität Krems
Ziel des Projektes ist die Evaluation der Performanz durch die Erfassung der Ergebnisqualität mittels einer Patienten- sowie Angehörigenbefragung. Das Design wurde um eine Medikamtenvergleichsgruppe erweitert, um die Wirkung der Psychotherapeutischen Medizin besser abgrenzen zu können.
Die Datenerhebung erfolgte an drei Zeitpunkten: Bis spätestens nach der 2. Therapiestunde erfolgte die Eingangserhebung, am Therapieende die Abschlusserhebung und ca. ein halbes Jahr nach Abschluss eine Katamnese. Begleitend zur Therapie wurden kontinuierlich bis zur 30. Stunde Stundenbögen eingesetzt, mit denen sowohl vom Therapeuten als auch vom Patienten eine Beurteilung des therapeutischen Geschehens unmittelbar nach jeder Stunde erhoben wurde. Zu jedem der drei Erhebungszeitpunkte wurde der Patient, der Therapeut und ein Angehöriger des/der Patienten/-in befragt.

Methodisch kamen verschiedene – großteils standardisierte – Instrumente zum Einsatz, z.B.
Symptomcheckliste von Derogatis (1986, SCL90-R, deutsche Übersetzung von Franke, 1995)
Inventar interpersonaler Probleme (IIP-C, Horowitz, Strauss & Kordy, 1994)
Um den Bedingungen der therapeutischen Praxis gerecht zu werden, wurden spezifische Erhebungsinstrumente nach dem Stand der Forschungsliteratur entsprechend den Untersuchungszielen konzipiert. Diese sind der Therapeutenfragebogen, die Einschätzungsskalen allgemeiner Lebenszufriedenheit (enthalten im Therapiebeurteilungsbogen, im Patientenfragebogen und Angehörigenfragebogen), ein Instrument zur Erfassung sozialer Netzwerke (enthalten im Patientenfragebogen), Körperschemata zur Erfassung körperlicher Aspekte (enthalten im Patientenfragebogen) und ein Stundenbogen.

Bei der Auswertung kamen sowohl deskriptiv- als auch inferenzstatistische Methoden zum Einsatz. So wurden alle Prä-Post-Veränderungen wie in ähnlichen Studien (z.B. Scheidt et al., 1999; Peseschkian et al., 1999) durch Mittelwertvergleiche mit dem Wilcoxon-Test für gepaarte Stichproben auf Signifikanz überprüft (Bortz, 1999).

Am Abschluss der Studie steht eine subjektive und vergleichende Einschätzung des Therapieerfolges durch die Patienten, Therapeuten und Angehörigen des Patienten. Darüber hinaus werden indirekt mit der SCL-90-R ermittelten Veränderungen in der Symptomatik sowie die indirekt anhand des IIP-C berechneten Veränderungen im interpersonalen Verhalten präsentiert. Die mit den EAL erhobenen Lebenszufriedenheitsbereiche werden bezüglich der Veränderungen zum Behandlungsende wiederum aus den drei Perspektiven (Patient, Therapeut, Angehöriger) dargestellt. Das ehrgeizige Streben nach Perspektiventriangulation kann durch diese weitgefasste Studie somit als bestens erfüllt gelten.
Projektbeschreibung