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polycube
Integrierte mentale Modelle kulturgeschichtlicher Daten
Das interdisziplinäre Projekt polycube entwickelt und erforscht interaktive Informationsvisualisierungen für den Zugriff auf digitale kulturelle Sammlungen durch die breite Öffentlichkeit. Mithilfe von Raum-Zeit-Kuben sollen BesucherInnen dabei unterstützt werden solche Sammlungen zu explorieren, deren multidimensionalen Metadaten besser zu verstehen und ein integriertes mentales Modell davon aufzubauen. In einem benutzerzentrierten Designprozess werden Informationsvisualisierungen entwickelt und in einer Serie von Experimenten getestet.
   
Projektleitung

Dr. Eva Mayr                                                       

 

ProjektmitarbeiterInnen

 

 

 

 

Mag. Florian Windhager

Mag. Günther Schreder
Mag. Michael Smuc
Susanne Wolke 

Projektpartner

 

TU Wien, Information Engineering Group

Gesamtprojektleitung

Donau-Universität Krems / Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement

 

Projektdauer

3 Jahre

 

Projektstart

 

April 2016

Projektbeschreibung

Die Digitalisierung der Sammlungen zahlreicher Museen und anderer Kulturinstitutionen ermöglicht den raschen Zugang zu historisch bedeutsamen Kulturgütern: Millionen von Bildern, Skulpturen, Musik- und Schriftstücken sind heutzutage in nur wenigen Klicks erreichbar. In aktuellen Studien wird darauf hingewiesen, dass kulturinteressierte BesucherInnen gerne – obwohl oft ohne konkretes Ziel – digitale Sammlungen erkunden, um dabei etwas Neues zu lernen und Zusammenhänge zu verstehen. Herkömmliche Webseiten richten sich jedoch vor allem an ExpertInnen und verlangen häufig kulturwissenschaftliches Fachwissen oder Wissen über die Struktur der Datenbank, um sich in den großen Datenmengen zurechtzufinden. Grafische Darstellungen und Übersichten dieser Sammlungen können dabei helfen die Zugänglichkeit für die breite Öffentlichkeit zu verbessern.
 

Im Projekt Integrierte mentale Modelle kulturgeschichtlicher Daten wird dafür eine aktuell in der Forschung diskutierte Darstellungsmethode genutzt und weiterentwickelt: Der „Space-Time Cube“ (STC) erlaubt die integrierte Darstellung räumlicher Verteilungen und zeitlicher Entwicklungen. Dadurch bietet diese interaktive Methode nicht nur eine gute Übersicht über die in einer Sammlung enthaltenen Objekte, sondern zeigt auch auf einen Blick relevante raum-zeitliche Zusammenhänge auf. Das Projekt untersucht, ob diese Methode tatsächlich die Erkundung einer digitalen Sammlung erleichtert und ein tieferes Verständnis über Zusammenhänge begünstigt. Kognitionswissenschaftlich wird dieses Verständnis als mentales Modell der Sammlung bezeichnet. Je besser die Informationen darin strukturiert und miteinander verknüpft sind, desto umfassender ist das Verständnis.

 

Hypothese: Der STC stellt diese Informationen bereits integriert dar, daher nehmen wir an, dass damit der leichtere Aufbau eines besseren mentalen Modells unterstützt wird.

 

Methode: Das interdisziplinäre Projekt schlägt eine Brücke zwischen der Informatik und der Kognitionswissenschaft. In einem benutzerzentrierten Designprozess werden Informationsvisualisierungen entwickelt und die Hypothesen in Experimenten getestet.

 

Innovation: Darstellungen auf der Basis des STC bieten einen spannenden, aber gleichzeitig Verständnis fördernden Zugang zu kulturgeschichtlichen Sammlungen. Das Projekt untersucht das erste Mal die Möglichkeiten des STC im Bereich des kulturellen Erbes und erforscht im erweiterten Kontext grundlegende Fragen, wie Menschen visuell aufbereitete Kulturdaten verstehen und diese erkunden.

 

Fördergeber

Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) / Einzelprojekt Nr. P 28363

 

Links

Publikationen

 

 

Forschungsprojekt Polycube Grafik