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Fehlerkultur als Treiber von Prozess- und Produktinnovationen
Dr. Benedikt Lutz, Innovationsmanagement-Experte der Donau-Universität Krems, hält Vortrag beim Innovationspool
02.02.2012
„Aus Fehlern lernen – Fehler- und Konfliktkultur im Innovationsmanagement“, das ist Thema des 35. Innovationspools der Plattform für Innovationsmanagement. Am 22. Februar steht die HÖRBIGER Ventilwerke GmbH und Co KG im Mittelpunkt des Innovationsgeschehens, wo sich das Who-is-Who der Innovationsszene in Österreich zu Betriebsbesichtigung und zahlreichen Vorträgen trifft. Ein Referent des Innovationspools ist Benedikt Lutz, welcher sich der Fehlerkultur als Treiber von Prozess- und Produktinnovationen widmet.

Lutz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Donau-Universität Krems und fungiert als Lehrgangsleiter für Innovations- und Change Management. Beim Innovationspool stellt er sich der Frage, was Fehlerkultur in Unternehmen bedeutet und inwieweit sich diese Kultur auf Prozess- und Produktinnovationen auswirken kann. Für ihn ist auch der Aspekt relevant, welche Fehlertypen im betrieblichen Umfeld erkennbar sind bzw. welche unterschiedlichen Reaktionen darauf folgen sollten. Und: Ist Qualitätsmanagement ein „natürlicher Feind“ des Innovationsmanagements? – Auf der einen Seite steht der Ansatz von Fehlervermeidung und Risikominimierung wie z.B. bei Produktionsprozessen und sicherheitsrelevanten Dienstleistungen (Unfälle oder fehlerhafte Produkte sind definitiv nichts „Gutes“). Auf der anderen Seite jedoch ist es gerade im Innovationsmanagement enorm wichtig, eine lernförderliche Kultur im Umgang mit Fehlern zu entwickeln. Denn, Fehlervermeidung behindert Innovation, und in „kreativen Fehlern“ steckt oft ein wichtiges Potenzial für Neues. Diese beiden Ansätze können aber auch kombiniert werden, wie z.B. bei Fehlerursachenanalysen, und sind eine wichtige Komponente auf dem Weg zum „Lernenden Unternehmen“.

 

Universitätslehrgang Innovationsmanagement MSc
Die Faktoren für erfolgreiches Innovationsmanagement sind vielfältig: Nicht allein die Höhe des Budgets für Forschung und Entwicklung sind wichtig, sondern auch die Frage, wie gut Innovationen gemanagt werden. Inhaltliche Schwerpunkte dieses Universitätslehrgangs konzentrieren sich auf Ideengenerierung, Markt und- Technologie-Monitoring, rechtliche Aspekte (Intellectual Property Rights Management, Patentschutz etc) sowie professionelle Projektumsetzung. Die Studierenden erweitern/vertiefen ihre Kompetenzen für alle relevanten Bereiche des Innovations-, Technologie- und Produktmanagements. Sie können Innovationsmanagement-Projekte strukturiert gestalten und effizient abwickeln. Schlussendlich erlernen sie auf Basis der Unternehmensstrategie, Innovationsmanagement-Prozesse gezielt aufzusetzen.


Das Portfolio am Zentrum für Kognition, Information und Management umfasst berufsbegleitende Universitätslehrgänge aus den Bereichen Change-, Wissens-, Informations-, Qualitäts-, Prozess-, Projekt-, Medien- und Kommunikationsmanagement, Lean Operations Management, Technische Kommunikation und Informationsdesign sowie Integrierte Managementsysteme.