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Dara Birnbaum

Damnation of Faust (1984)

Die Wandinstallation Damnation of Faust der New Yorker Medienkünstlerin im Mitteltrakt (Foyer, 1.Stock) hinterfragt und verfremdet alltägliche Bilder und nähert sich über die Beschäftigung mit dem Faust-Mythos unseren Vorstellungen von verlorener Unschuld. Dara Birnbaum befasst sich konsequent mit den Ausdrucksformen und Wirkungsweisen von Massenmedien und der Darstellung von Frauen in diesem Bereich.
Install. Birnbaum Detail
In der Mitte befindet sich ein vergrößertes, auf die Form eines Fächers zugeschnittenes Standfoto, zwei Monitore an den Seiten zeigen Videoloops.
Die Installation Damnation of Faust ist im Kontext einer gleichnamigen Videofilm-Trilogie von Dara Birnbaum zu sehen und entstand mit Evocation (1983), dem ersten Video dieser Serie. Mit den Videos Will-o’-the-Wisp (1987) und Charming Landscape (1987) und weiteren Installationen setzte die Künstlerin ihre narrativ-visuelle Auseinandersetzung mit dem Faust-Thema fort.
Der Videofilm Evocation, der in Ausschnitten auf einem der Monitore zu sehen ist und dem auch das Standfoto entnommen wurde, zeigt Kinder auf einem Spielplatz in Manhattan. Hier taucht bereits das zentrale Motiv der Gesamtinstallation auf – der Fächer. Damit bezieht sich die Künstlerin auf eine bestimmte Form der japanischen Druckgrafik (ukiyo-e), in der dieses weibliche Accessoire eine wesentliche Rolle spielt.
Das Video am zweiten Monitor fokussiert das Gesicht einer erwachsenen Frau, in dem sich wechselnde Gefühlszustände und Gedanken widerzuspiegeln scheinen. In diesen Gegenüberstellungen beschwört Dara Birnbaum die selbstvergessene kindliche Unschuld, der stets auch das unvermeidliche Erwachen eingeschrieben ist.

Die Installation wurde ursprünglich für das Stedelijk Museum in Amsterdam, im Rahmen der Ausstellung „The Luminous Image“(1984), geschaffen.
Dara Birnbaum
Damnation of Faust (1984)
Mixed Media Installation
Two channel colour video (loop approx. 3.19 seconds), quadraphonic sound, black and white photographic enlargement, painted wall
Edition 1/2
Informationen zur Künstlerin
Das Kunstwerk wurde von der Niederösterreichischen Landesregierung angekauft und der Donau-Universität Krems zur Verfügung gestellt.
niederösterreich kultur: Kunst im öffentlichen Raum