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Programm CHORyphäen - Campus Chor Kunst im Öffentlichen Raum Artist in Residence Information und Anmeldung

Kunst im öffentlichen Raum

Tony Cragg

Skulptur "Kristallmantel" (1995)
Vor der Universitätsbibliothek
Kristallmantel Tony Cragg _fmplus
Foto: FM Plus ZOOM
Kristallmantel

Die Arbeit befindet sich in einem ungewöhnlichen Zwischenbereich von Natur und Kunst. Einerseits in der ursprünglich vorgefundenen, andererseits in der im Verlauf der Menschheitsgeschichte gestalteten Umwelt. Dabei geht der Künstler oft von Fundstücken aus, z.B. Steinen, Laborgeräten, Flaschen. Diese werden oft in Material und Größe verändert und zu Skulpturen entwickelt. Durch diesen Eingriff ergibt sich eine Spannung zwischen dem, was schon existiert und dem, was sich zufällig "ergibt". Der Zufall ist auch durch den technisch-handwerklichen Prozess bei der Formgebung miteinbezogen. Dadurch kommt es zu überraschenden, verblüffenden Ergebnissen. Bei der Arbeit "Kristallmantel" wurde ein Riesenbrocken Kalkstein aus dem Steinbruch Meidling bei Krems in einfachster Weise bearbeitet, er wurde systematisch durchbohrt. Dieser schwere Steinbrocken ist in seiner Form völlig in sich geschlossen, ist Eingeweide unserer Natur. Durch die systematische Durchbohrung entsteht unter Beibehaltung der äußeren Kontur eine neue Struktur, ein fragil erscheinendes, bizarres Gebilde. Masse geht dabei verloren, mit ihr das Eingeschlossene, Verborgene, das Mysterium des Brockens. Durch diesen künstlerischen Eingriff werden neue, rätselhafte Einblicke freigelegt und Erkenntnisse gewonnen, die den Betrachter von seinem vermeintlich festen Standpunkt entfernen.

Webiste von Tony Cragg

Gerda Lampalzer

Medieninstallation "Translation" (2008)
Altbau, 2. Stock, Foyer im Mitteltrakt
Medieninstallation Gerda Lampalzer
Foto: Donau-Universität Krems ZOOM
Translation

Inspirierende Idee für das Projekt TRANSLATION war die Vorstellung, dass in jeder Sprache eine andere verborgen sein könnte. Zur Überprüfung dieser Möglichkeit wurden vier Personen in ihren Muttersprachen (russisch, japanisch, spanisch, englisch) mit Video aufgenommen, die Passagen in kleinste Einheiten zerlegt und wieder neu zusammengesetzt. Das Ergebnis waren deutsche Texte mit völlig neuer Bedeutung. Diese nun künstlichen Texte wurden zu einer vierkanaligen Installation choreografiert. Der Rhythmus folgt dabei eher musikalischen als semantischen Gesetzen, wodurch sich eine surreale Poesie ergibt, in der auch das utopische Moment des Verfahrens liegt: Das Spiel mit einer universalen Sprache, mit der Relativität bedeutungsvollen Sprechens.
Die mehrfach ausgezeichnet Medieninstallation wurde im Frühjahr 2008 im Beisein der Wiener Künstlerin offiziell an die Donau-Universität Krems übergeben und eröffnet.

Rückblick auf die Eröffnung
Homepage von Gerda Lampalzer

Heinz Gappmayr

Licht-Installation (2004/2007)
Altbau, Stiegenaufgang im Mitteltrakt
Licht-Installation Heinz Gappmayr
Foto: Donau-Universität Krems ZOOM

Die Leuchtstoffröhren-Installation zieht sich durch den gesamten Stiegenaufgang im Mitteltrakt des Altbaus. Gewählt wurde eine logische Struktur, die sofort zu erfassen ist, sich zugleich aber auf elementare und universelle Aspekte der Wahrnehmung bezieht.
Die Anordnung der Lichtquellen, die auf den Wandflächen zwischen den Stockwerken – auf dem Weg zur jeweils nächsten Etage – angebracht sind, ergibt eine Progression von Senkrechten und Waagrechten. Als künstlerisches Leitsystem zeigt die Anzahl der Leuchtstoffröhren an, welcher Ebene man sich gerade nähert.
Senkrecht und waagrecht sind extreme räumliche Gegensätze. Dieser nicht zu steigernde Kontrast der Ausdehnungen im Raum bildet das Thema der Installation.

Rückblick auf die Eröffnung

Katharina Grosse

Wandmalerei Stiegenhaus (2006)
Altbau, Stiegenaufgang im Osttrakt
Stiegenhaus Ost Grosse
Foto: Bernd Mechler ZOOM
Katharina Grosse

Ende August 2006 entstand an der Donau-Universität Krems ein neues Kunstwerk im Stiegenaufgang des Osttrakts. Wie bei früheren Installationen arbeitete die Malerin Katharina Grosse mit schillernden Acrylfarben, die sie mit einer Pistole aufsprüht. Wie ein Strom von Flüssigkeit scheint die Farbe vom Dach in den Keller zu fließen. Durch den Kontrast von bemalter und weißer Wandfläche ist dieses Werk das ideale Gegenstück zur Verkleidung des Stiegenhauses im Westtrakt.

Homepage von Katharina Grosse
Interview mit Katharina Grosse zu raumbezogenen Sprayarbeiten (www.kunstaspekte.de)

Peter Kogler/Marcus Geiger

Wandinstallation Stiegenhaus (2000)
Altbau, Stiegenaufgang im Westtrakt
Installation Kogler/Geiger
ZOOM

Die Wandinstallation im Westtrakt der Donau-Universität Krems realisierten Peter Kogler und Marcus Geiger im Zusammenhang mit der Eröffnung der Abteilung für Kulturwissenschaften. Sie besteht aus dem "Motiv" der Blase als biomorpher Form, die sich labyrinthisch durch den gesamten Stiegenhausraum zieht. Die Installation ist in Korrespondenz mit der Stiegenhausinstallation von Peter Kogler in der Kunsthalle Krems zu sehen.

Nähere Informationen zum Kunstwerk
Homepage von Peter Kogler

Dara Birnbaum

Wandinstallation: "Damnation of Faust" (1984)
Altbau, 1. Stock, Foyer im Mitteltrakt
Installation Birnbaum
ZOOM

Die Wandinstallation Damnation of Faust der New Yorker Medienkünstlerin im Mitteltrakt (Foyer, 1.Stock) hinterfragt und verfremdet alltägliche Bilder und nähert sich über die Beschäftigung mit dem Faust-Mythos unseren Vorstellungen von verlorener Unschuld. Dara Birnbaum befasst sich konsequent mit den Ausdrucksformen und Wirkungsweisen von Massenmedien und der Darstellung von Frauen in diesem Bereich.

Nähere Informationen zum Kunstwerk

Günter Wolfsberger

Kinetischer Brunnen: "Lisboa" (2000)
Altbau, Foyer im Erdgeschoss
Brunnen Wolfsberger
ZOOM

Der interaktive Kinetische Brunnen, der 1998 auf der Weltausstellung in Lissabon präsentiert wurde, liegt im Eingangsbereich der Universität. Er nützt das Zusammenspiel von Luft und Wasser und wird von Passanten aktiviert. Sobald man sich dem Brunnen nähert, versetzt ein versteckter Mechanismus das Wasser in Schwingungen. Die Installation soll Vorbeigehende zu einem Augenblick der Entspannung einladen, ähnlich wie bewegtes Wasser am Ufer eines Baches.

Nähere Informationen zum Kunstwerk
Live-Webcam
Homepage von Günter Wolfsberger

Iris Andraschek/Hubert Lobnig

Life between Buildings – Lebensbaum und Kalaschnikow (2005)
Forum Campus Krems (zwischen Alt- und Neubau)
Teppiche
Foto: Donau-Universität Krems ZOOM
Teppiche

Am Forum Campus Krems, dem zentralen Platz des Geländes, wurden nach historischen und aktuellen Vorlagen 21 Teppiche in den Beton und Rasen intarsiert. Sie sind in Mosaiktechnik gefertigt und bestehen aus 1,2 Millionen Steinchen. Damit werden imaginäre, kommunikative Orte geschaffen, die das Forum strukturieren und einladen, es als Treffpunkt und Aufenthaltsort zu benützen.

Homepage von Hubert Lobnig

Peanutz Architekten

LOOPs (2005)
Haupteingang Altbau
Loops
Foto: Donau-Universität Krems ZOOM

Die "Peanutz Architekten" aus Berlin gingen bei der Gestaltung des Haupteingangs der Universität von bandartige Strukturen aus. Neue Bänder wurden hinzugefügt, zu einem 18 Meter hohen Zeichen aufgerollt und mit einer Wasserfläche verbunden. Diese Methode entstammt dem zentralen Werkbegriff der Künstler, dem „Tuning“. Das Werk soll die bestehenden Codierungen des Ortes aufbrechen und „semantisch reloaden“.

Homepage Peanutz-Architekten