Rund zwei Drittel der 14- bis 24-Jährigen sind zwar mit der Regierungsform der Demokratie an sich zufrieden, wünschen sich aber dennoch mehr Politische Bildung. Zu diesem Ergebnis kommt die Pilotstudie, die der Politikwissenschafter Peter Filzmaier für das Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur und das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung durchgeführt hat.
Exakt 71% der Befragten sprachen sich klar für ein eigenes Unterrichtsfach „Demokratielernen“ aus. Schule und Universität genießen als neutraler Ort der Demokratievermittlung hohes Ansehen bei den Jugendlichen, auch wenn das politische Wissen in der Realität meist aus den Massenmedien bezogen wird.
„Das Ergebnis der Pilotstudie werten wir als klares Signal für mehr Politische Bildung an unseren Schulen“, erklärte Unterrichtsministerin Claudia Schmied bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Wissenschaftsminister Johannes Hahn im Parlament. „Wir müssen die Fakten natürlich genau prüfen, wollen aber dem Wunsch der Jugendlichen nach mehr Demokratievermittlung an unseren Schulen in jedem Fall nachkommen“, so Schmied.
„In der LehrerInnenausbildung“, ergänzte Wissenschaftsminister Hahn, „wollen wir gemeinsam mit den Universitäten konkrete Schritte setzen, um der Demokratievermittlung auch im akademischen Bereich den Stellenwert zuzuerkennen, der ihr gebührt.“ Der Wissenschaftsminister regte in diesem Zusammenhang die Einrichtung eines Lehrstuhls für die besondere Didaktik in der Politischen Bildung an.
Die Pilotstudie basiert auf einer repräsentativen Telefonumfrage unter 14 bis 24jährigen sowie auf moderierten Gruppendiskussionen.
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