Arbeits- und datenschutzrechtlicher Rahmen von Künstlicher Intelligenz im Betrieb

Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz wie ChatGPT, MS Copilot und Claude haben sich in kürzester Zeit als allgegenwärtige Tools in vielen Unternehmen etabliert. In wenigen Sekunden können grafische Werbesujets gestaltet, ein E-Mail-Entwurf erstellt oder Zusammenfassungen und Übersetzungen von umfangreichen Dokumenten bereitstellt werden. Die Anwendungen führen in vielen Fällen zu einer Effizienzsteigerung des Betriebs und können sowohl qualitative als auch quantitative Prozesse spürbar beschleunigen. Auch für Arbeitnehmer_innen bieten die neuen Tools diverse Vorteile. So können sie repetitive Aufgaben abnehmen und dem Personal mehr Freiraum für eigene Ideen und kreative Entscheidungen schaffen.

 

Zwischen Nutzen und Risiko: KI rechtssicher steuern

Doch mit den Vorteilen der neuen Technologie kommen auch Risiken auf den Betrieb zu. Neben komplexen regulatorischen Anforderungen sind dabei insbesondere die Kontrolle und Steuerung des KI-Einsatzes eine Herausforderung. Ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ zur Nutzung reicht heutzutage nicht aus. Durch die leichte – und oftmals kostenlose – Verfügbarkeit diverser KI-Tools besteht die Gefahr, dass von Mitarbeiter_innen die Anwendungen in unzulässiger Weise verwendet oder dass überhaupt Tools eingesetzt werden, die nicht dem europäischen Rechtsrahmen für KI entsprechen. Die Steuerung des KI-Einsatzes im Betrieb verlangt daher nach Fingerspitzengefühl. Dabei sind besonders die arbeits- und datenschutzrechtlichen Grenzen zu berücksichtigen, um Konflikte mit Behörden und Arbeitnehmervertretung zu vermeiden und Haftungsrisiken gegenüber Dritten zu reduzieren.

 

Klarheit für Ihre KI-Anwendung

Damit Sie Ihre KI-Strategie entlang arbeits- und datenschutzrechtlicher Anforderungen erfolgreich im Unternehmen entwickeln und umsetzen, veranstaltet das Zentrum für Geistiges Eigentum, Medien und Innovationsrecht der Universität für Weiterbildung Krems das 1-tägige Intensivseminar „Künstliche Intelligenz und Wirtschaft: Arbeits- und datenschutzrechtlicher Rahmen von Künstlicher Intelligenz im Betrieb“ als Teil der Veranstaltungsreihe „Innovation Law Insights“. Im entspannten Ambiente des Weingutes Nigl in Senftenberg kombiniert dieses Event wissenschaftliche Erkenntnisse rund um arbeits- und datenschutzrechtliche Anforderungen mit der praxisbezogenen Vermittlung von Maßnahmen zur Risikominimierung bei der Nutzung von KI durch die Belegschaft.


Um bestmöglich auf Ihre individuellen Anliegen eingehen zu können, bietet die Veranstaltung wieder Practice Workshops an. Dazu sammeln wir Ihre Fragen im Vorfeld des Seminars und diskutieren konkrete Lösungsansetze für Ihre relevanten Praxisfälle.

Tagungsprogramm

09:00 – 09:25
Begrüßungskaffee

09:25 – 9:30
Begrüßung der Teilnehmer:innen

09:30 – 10:30
Next Gen HR-Management: Rechtliche Rahmenbedingungen für KI-Tools im Recruiting
RA Dr. Günther Leissler, LLM – Schönherr Rechtsanwälte

10:30 – 11:00
Kaffeepause

11:00 – 12:30
Grenzen sicher setzen: Rechtliche Steuerungsmaßnahmen für die Nutzung von KI
RA Mag. Alexandra Ciarnau – DORDA Rechtsanwälte

12:30 – 13:00
Practice Workshop #1

13:00 – 14:00
Mittagessen (im Seminarbeitrag inkludiert)

14:00 – 15:30
Vertrauen und Kontrolle: Zulässigkeit und Schranken für Überwachungsmittel des Arbeitgebers
RA Mag. Florina Thenmayer – DORDA Rechtsanwälte

15:30 – 16:00
Kaffeepause

16:00 – 17:30
Nichts gesagt – fast alles erlaubt: Fehlende Stellungnahme zu KI-Tools und arbeitsrechtliche Folgen
Mag. Benjamin Kraudinger, B.Sc.Universität für Weiterbildung Krems

17:30 – 18:00
Practice Workshop #2

ab 18:00
Fare Well Drink
 

Anmeldung

Tagungspauschale (inklusive Pausenverpflegung und Business Lunch): 650 €

Online - Anmeldung über Webformular bis 31. Mai 2026.

Es gelten die Allgemeinen Seminarbedingungen der UWK.

Wissenschaftliche Leitung

Seminarmanagerin

Kooperationspartner

Forschungsverein für Technikrecht

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