DEUTSCH
Uni-News Archiv Social-Media-Newsroom Veranstaltungen Newsletter upgrade Presse Offene Stellen Mitteilungsblätter
Neue archäologische Erkenntnisse über die Siedlung Mitterretzbach
Früh- und Hochmittelalter im Fokus einer Publikation der Edition Donau-Universität Krems
28.07.2015
In einem neuen Buch analysiert Mag. Dr. Elisabeth Nowotny, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften, das Leben in der Siedlung Mitterretzbach im nordwestlichen Weinviertel im Früh- und Hochmittelalter. Erschienen ist die Publikation in der Reihe „Archäologische Forschungen in Niederösterreich“, die vom Universitätsverlag der Donau-Universität Krems veröffentlicht wird.
Präsentation der Publikation
Foto: Alexander Kuba ZOOM
Präsentation der Publikation

Das Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften der Donau-Universität Krems unterstützt die Landessammlungen Niederösterreich bei der wissenschaftlichen Erschließung und Erforschung der archäologischen Sammlungsbestände. Der Sammlungsbereich Ur- und Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie zählt zum objektreichsten Sammlungsgebiet der Landessammlungen Niederösterreich und verzeichnet aufgrund der regen archäologischen Ausgrabungstätigkeit große Zuwächse.

Verschiedene Publikationen dokumentieren die Erkenntnisse, die aus der wissenschaftlichen Beschäftigung mit den musealen Sammlungen des Landes Niederösterreich gewonnen wurden - darunter die Reihe „Archäologische Forschungen in Niederösterreich“, die vom Universitätsverlag der Donau-Universität Krems veröffentlicht wird. Elisabeth Nowotny behandelt in ihrem neuen Buch die früh- und hochmittelalterlichen Phasen der Siedlung Mitterretzbach im nordwestlichen Weinviertel. Diese umfassen einen zeitlichen Rahmen von der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts. Das archäologische Fundmaterial der Siedlung deutet darauf hin, dass Hauswerk vorherrschte, dass es aber vereinzelt auch Handwerk gab, das eine gewisse Spezialisierung erforderte. In der letzten Siedlungsphase wurde Eisen gewonnen. Mühlsteine und Lehmwannen weisen darauf hin, dass die Bewohner von Mitterretzbach Getreide verarbeitet haben. Zudem wurden neue Erkenntnisse zur Landwirtschaft und Ernährung aus der Auswertung botanischer Reste und Tierknochen aus dem Fundmaterial gewonnen.

Das Buch kann im MAMUZ Schloss Asparn an der Zaya sowie im Museum Mistelbach bestellt werden: www.mamuz.at