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Fachkonferenz: Infrastruktur für Big Data schaffen
Tagung zum österreichischen Daten-Ökosystem in Salzburg: Rund 80 Unternehmen folgten der Einladung des Projekt-Konsortiums Data Market Austria
27.04.2017
Mit zahlreichen VertreterInnen aus Wirtschaft und Industrie wurde im Rahmen der Fachkonferenz „Salzburg Big Data Meetup“ das Potenzial eines Daten-Ökosystems für die regionale Wirtschaft und den Arbeitsmarkt beleuchtet. Veranstaltet wurde die Konferenz vom Konsortium des Projektes Data Market Austria, an dem auch das Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung der Donau-Universität Krems beteiligt ist.

Im Rahmen dieses Leitprojektes der Forschungsförderungsgesellschaft wird unter der Leitung der Research Studios Austria ein österreichisches Daten-Ökosystem entwickelt. Das Department für E-Governance der Donau-Universität Krems erforscht dabei unter anderem die Abwicklung automatisierter Verträge zwischen Maschinen, die aktuelle Rechtslage und verschiedene Möglichkeiten der technischen Umsetzung. „Das Treffen mit Wirtschaftspartnern hat dabei die Aktualität dieser Fragen jedenfalls bestätigt“, berichtet Departmentleiter Univ.-Prof. Dr. Peter Parycek.


Wettbewerbsentscheidende Maßnahme
Rund 80 Unternehmen nutzten auf der Big-Data-Fachkonferenz die Chance, sich über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu informieren und auszutauschen. „Speziell im Fall von Österreich, das besonders viele Klein- und Mittelunternehmen hat, ist die Entwicklung eines Daten-Ökosystems eine Infrastrukturmaßnahme und damit wettbewerbsentscheidend“, erklärt Dr. Johann Höchtl, Projektmitarbeiter am Department für E-Government. Dies wurde auf der Fachkonferenz auch allgemein betont: „Die Unternehmen begrüßten ausdrücklich die Möglichkeit, über die Plattform – sicher und qualitätsgesichert – ihre Daten einzubringen oder Daten zu konsumieren“, so Höchtl.


Besonders hoch war das Interesse der Geodaten-Unternehmen. Im Bereich der Geoinformationssysteme (GIS) liegt Studien zufolge auch das größte Potenzial offener Daten, so die Ende 2015 erstellte EU-Studie „Creating Value through Open Data“. Generell ist die Marktentwicklung für Daten durchaus beachtlich: Hatte der österreichische Markt für Big Data-Technologien im Jahr 2012 ein Volumen von 18,9 Millionen Euro, so wird für 2017 bereits ein Volumen von rund 73 Millionen Euro prognostiziert, bei weiter stark steigendem Wachstum.


Im Rahmen des von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG ausgerufenen Leitprojekts „Data Market Austria“ werden die rechtlichen Implikationen, organisatorischen Hürden und die technische Machbarkeit eines österreichweiten Datenökosystems beforscht. Dabei verfolgen die Projektpartner unter der Leitung der Research Studios Austria Forschungsgesellschaft das Ziel, ein österreichisches Ökosystem aus Daten und Datenservices zu entwickeln und dieses anhand von zwei Pilotanwendungen zu veranschaulichen.


Rechtliche, soziale und wirtschaftliche Aspekte
Das Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung der Donau-Universität Krems leitet dabei den Bereich, der sich auf die Analyse der rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte eines österreichischen Datenmarktes konzentriert. Gerade im rechtlichen Bereich sind derzeit bezüglich einer automatisierten und rechtsgültigen Abwicklung von Rechtsgeschäften zwischen Maschinen noch viele Fragen offen. Das ForscherInnen-Team analysiert dabei unter anderem die Möglichkeiten des Einsatzes der Blockchain-Technologie zur automatisierten Ausführung von Verträgen (Smart Contracts) sowie zur Beschränkung des Zugangs zu einzelnen Datenbereichen. Erforscht werden auch intelligente Verschlüsselungstechnologien sowie die Wahrung und Verbesserung der Datenqualität.

 

Weitere Informationen

https://datamarket.at
Uni-News zum Projektstart 

 

Rückfragen

Dr. Johann Höchtl
Zentrum für E-Governance
Donau-Universität Krems
Telefon: +43 (0)2732 893-2304
E-Mail: johann.hoechtl@donau-uni.ac.at