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Donau-Universität Krems beteiligt sich an der kulturtouristischen Initiative „Haydnregion Niederösterreich“
Ein Forschungsprojekt des Zentrums für Zeitgenössische Musik widmet sich der musikalischen Sozialisation der Komponisten Joseph und Michael Haydn
21.06.2017
Ende Mai wurde das Projekt „Haydnregion Niederösterreich“ vorgestellt, das in umfassender Weise das Leben und Wirken der Komponisten Joseph und Michael Haydn präsentieren soll. Zu den zahlreichen geplanten Aktivitäten des Projektes gehören u.a. der Ausbau des Haydn-Geburtshauses in Rohrau als Mittelpunkt der Initiative, Musikveranstaltungen, spezialisierte Vermittlungsprogramme und die Etablierung der Marke „Zum Haydn“. Wissenschaftlich begleitet wird diese kulturtouristische Schwerpunktsetzung in Niederösterreich vom Zentrum für Zeitgenössische Musik an der Donau-Universität Krems. Dabei sollen auch bislang wenig beleuchtete Aspekte aus dem Leben der beiden Künstler in den Forschungsfokus rücken.
Haydnregion Niederoesterreich
Foto: Lukas Lorenz ZOOM

Sowohl Joseph als auch Michael Haydn leisteten mit ihren Œuvres wesentliche Beiträge zur Musikgeschichte. Joseph Haydn, der u.a. als Kapellmeister bei den Esterházys tätig war, mit seinen Opern und seiner Kammermusik und Michael Haydn, ein enger Freund Mozarts, mit seiner geistlichen Chormusik. Hinsichtlich des Lebens und Schaffens der beiden Brüder gerät dabei oftmals aus dem Blick, dass sowohl Michael als auch Joseph Haydn in Rohrau im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich geboren wurden und dort in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auch ihre Kindheit verbrachten; ein Abschnitt in ihrer Biografie über den verhältnismäßig wenig bekannt ist.

Neue Forschungsperspektiven
„Gerade die frühen Jahre der Haydn-Brüder werfen viele offene Fragen auf“, so Mag. Dr. phil. Eva Maria Stöckler, Leiterin des Zentrums für Zeitgenössische Musik und Projektverantwortliche seitens der Donau-Universität Krems. „Wie ist ihre Begeisterung zur Musik entstanden, welche musikalischen Vorbilder lassen sich in ihrer Umgebung verorten und wie sah die Musikwelt in der Region zur damaligen Zeit überhaupt aus, sind nur einige Aspekte, die wir mit unserer Forschung im Rahmen der Haydnregion Niederösterreich untersuchen möchten“, konkretisiert die Musikwissenschaftlerin. Darüber hinaus ist in einer zweiten Projektphase geplant, die weniger bekannten Musiktheater-Werke von Michael und Joseph Haydn genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Weitere Informationen: www.haydnregion-noe.at

 

Rückfragen
Mag. Dr. phil. Eva Maria Stöckler
Leiterin des Zentrums für Zeitgenössische Musik
Stellvertretende Leiterin des Departments für Kunst- und Kulturwissenschaften
Tel.: +43 (0)2732 893-2574
eva.stoeckler@donau-uni.ac.at