DEUTSCH
Uni-News Archiv Social-Media-Newsroom Veranstaltungen Newsletter upgrade Presse Offene Stellen Mitteilungsblätter
Wissenschaft zum Anfassen am Tag der offenen Universität
Donau-Universität Krems öffnete am 6. Oktober 2017 ihre Türen und bot die Bühne zur Verleihung des tecnet I accent-Innovation-Awards
09.10.2017
Mehr als 800 BesucherInnen aus Krems und dem Umland der Region nutzten am Freitag, den 6. Oktober, die Gelegenheit, den Blick „Über den Horizont hinaus“ zu werfen. Die Donau-Universität Krems öffnete ihre Türen und bot bei über 20 Mitmachstationen, Laborführungen und Workshops Einblick in ihre Forschung und Lehre. Die Verleihung des ersten tecnet I accent Innovation Awards an innovative für die wirtschaftliche Weiterentwicklung geeignete Forschungsprojekte in Anwesenheit von Landesrätin Petra Bohuslav bildete den Abschluss des Tages.

Mit dem zweiten Tag der offenen Universität bot die Donau-Universität Krems der Bevölkerung aus der Region einen Einblick in ihre aktuellen Forschungsthemen. „Die gesellschaftliche Relevanz und Wirksamkeit unserer Forschung der Bevölkerung näher zu bringen ist eine unserer Aufgaben.“, so der Rektor der Donau-Universität Krems, Friedrich Faulhammer. Dazu zählt, Wissenschaft verständlich zugänglich zu machen, zum Mitmachen einzuladen und an diesem Tag die Entwicklungen der Forschung zu erfahren. „Ich freue mich, dass die Kremser Bevölkerung so reges Interesse gezeigt hat, die Donau-Universität Krems und ihre Arbeit aus der Nähe kennenzulernen.“

Auf Entdeckertour mit Mikroskop und VR-Brille
Besucher konnten Blutzellen unter dem Lichtmikroskop betrachten, Düfte erraten, das Gesundheitswissen testen, ihre Vorschläge für mehr Sicherheit in der Stadt einbringen, Zahlenbilder verstehen lernen, Gegenstände von heute für das Museum der Zukunft auswählen und im Computerspiel Minecraft die Donau-Universität Krems mittels Virtual Reality-Brille erkunden.

 

Spaß, Sport und Spiel für jede Altersgruppe
Das abwechslungsreiche Programm war gezielt für alle Altersgruppen ausgelegt und bot Kindern und Jugendlichen zahlreiche Mitmach-Möglichkeiten, beispielsweise an Kreativstationen beim Komponieren an einer Spieluhr. Mutige erlernten Kunststücke an einer AirTrack-Sprungmatte. Das Mobile Atelier der Kunstmeile Krems ermöglichte eine Erkundungsreise in die Welt der ZeichnerInnen und GestalterInnen. SchülerInnen der 12. und 13. Schulstufe bearbeiteten in Workshops das Thema Urheberrecht anhand von Alltagssituationen und entwarfen Szenarien der Zukunft im FutureLab.

 

 

 

Vorträge, Laborführungen und Studienberatung
In Vorträgen erfuhren BesucherInnen, wie weit die Entwicklung künstlicher Intelligenz bereits fortgeschritten ist. Großes Interesse gab es außerdem bei den Laborführungen. Im Lichtlabor wurde der Sonnenlauf anhand von Gebäudemodellen simuliert. Das Innere einer Zelle konnten die BesucherInnen in 630-facher Vergrößerung in den Biomedizinischen Laboratorien betrachten. Während des gesamten Nachmittags informierte die Donau-Universität Krems Interessierte über ihr Studienprogramm. Für die musikalische Begleitung sorgten die CHORyphäen und Klezmer Reloaded mit Pop-up-Konzerten am Gelände.

 

tecnet | accent Innovation Award an der Donau-Universität Krems
Höhepunkt und Abschluss des Tages bildete die Preisverleihung des ersten tecnet | accent Innovation Awards der Donau-Universität Krems. Er prämierte innovative Erfindungen und Forschungsergebnisse, ungewöhnliche Ideen und originelle Lösungen von wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, PhD-KandidatInnen, Studierenden und AbsolventInnen der Donau-Universität Krems, die für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung und Nutzung geeignet sind. Die Preise für die besten drei Einreichungen wurden von der tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH und der accent Gründerservice GmbH gestiftet. Eingereicht werden konnten sowohl Projekte aus der Grundlagen-, als auch aus der angewandten Forschung in Form eines Posters. Nach der Präsentation der Poster durch die TeilnehmerInnen bewertete eine Jury die Projekte nach der strukturierten Beschäftigung mit der Frage der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse.

 

Designing.Events-Methode führt zu höherem Nutzen von Veranstaltungen
Den ersten Preis teilten sich Dr. Lukas Zenk, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement für seine Methode zum Design Innovativer Events sowie Dr.in Edith Huber und Bettina Pospisil, BA für ihr Forschungsprojekt Cybersicherheit für Unternehmen.
Designing.Events ist eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauende Methode, durch den Einsatz von Spielkarten die Erwartungen von TeilnehmerInnen an Veranstaltungen abzufragen und damit Events effektiv und ergebnisreich zu gestalten. Der Einsatz dieser Methode zeigt: Veranstaltungen werden von TeilnehmerInnen als nutzenbringender als andere erachtet.
 

Bessere Cyberabwehr für die Internet-Feuerwehr
Dr.in Edith Huber und Bettina Pospisil von der Donau-Universität Krems erarbeiteten mit ihrem Forschungsprojekt ein Abfragetool für Computer Emergency Response Teams (CERT), sozusagen die Internet-Feuerwehr von Unternehmen. Die Software erleichtert Entscheidungen, welche relevanten Informationen einer abgewehrten Cyberattacke an andere CERT-Stellen weitergegeben werden dürfen oder auch müssen. Das im Rahmen des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie entwickelte Projekt erhöht damit die Cybersicherheit für Unternehmen und kritische Infrastrukturen.

 

Schneller Nachweis von Krankheitserregern im Trinkwasser
Der dritte Preis ging an Dr. Jörg Ettenauer und Dr. Martin Brandl vom Zentrum für Integrierte Sensorsysteme der Donau-Universität Krems. Die Forscher überzeugten die Fachjury mit dem Projekt „Elektrochemische Detektion von Escherichia coli im Trinkwasser“. Die Bakterienart Escherichia coli gilt als wichtigster Indikatororganismus für fäkale Verunreinigungen im Wasser. In seiner Studie beschrieb Ettenauer die Entwicklung eines neuen elektrochemischen Verfahrens für einen schnellen und sensitiven Nachweis von E. coli in Wasserproben. Die dabei erarbeitete Methodik wurde vom Zentrum für Integrierte Sensorsysteme bereits zum Patent angemeldet und ein Laborprototyp entwickelt.

Fotos: Walter Skokanitsch, Wolfgang Simlinger, Donau-Universitiät Krems