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tecnet | accent Innovation Award vergeben
Drei Forschungsprojekte der Donau-Universität Krems für wirtschaftliche Verwertbarkeit ausgezeichnet
16.10.2017
Bessere Cyberabwehr, innovativere Events, schnellerer Nachweis von Krankheitserregern: Mit dem am 6. Oktober vergebenen tecnet | accent Innovation Award wurden drei Forschungsprojekte der Donau-Universität Krems ausgezeichnet, die gute wirtschaftliche Verwertbarkeit versprechen. Die Preise wurden von der tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH und der accent Gründerservice GmbH gestiftet.

Höhepunkt und Abschluss des Tages der offenen Universität bildete die Preisverleihung des ersten tecnet | accent Innovation Awards der Donau-Universität Krems. Der Award prämierte innovative Erfindungen und Forschungsergebnisse, ungewöhnliche Ideen und originelle Lösungen von wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, PhD-KandidatInnen, Studierenden und AbsolventInnen der Donau-Universität Krems, die für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung und Nutzung geeignet sind. Eingereicht werden konnten sowohl Projekte aus der Grundlagen-, als auch aus der angewandten Forschung in Form eines Posters. Nach der Präsentation der Poster durch die TeilnehmerInnen bewertete eine Jury die Projekte unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Forschungsergebnisse.


Designing.Events-Methode führt zu höherem Nutzen von Veranstaltungen

Den ersten Preis teilten sich Dr. Lukas Zenk, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement für seine Methode zum Design innovativer Events sowie Dr.in Edith Huber und Bettina Pospisil, BA für ihr Forschungsprojekt Cybersicherheit für Unternehmen.

Designing.Events ist eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauende Methode, durch den Einsatz von Spielkarten die Erwartungen von TeilnehmerInnen an Veranstaltungen abzufragen und damit Events effektiv und ergebnisreich zu gestalten. Der Einsatz dieser Methode zeigt: Veranstaltungen werden von TeilnehmerInnen als nutzenbringender als andere erachtet. Zenk überzeugt die Jury mit dem sehr gut aufgebauten Poster sowie seiner fundierten und unterhaltsamen Präsentation.


Bessere Cyberabwehr für die Internet-Feuerwehr
Dr.in Edith Huber und Bettina Pospisil von der Donau-Universität Krems erarbeiteten mit ihrem Forschungsprojekt ein Abfragetool für Computer Emergency Response Teams (CERT), sozusagen die Internet-Feuerwehr von Unternehmen. Die Software erleichtert Entscheidungen, welche relevanten Informationen einer abgewehrten Cyberattacke an andere CERT-Stellen weitergegeben werden dürfen oder auch müssen. Das im Rahmen des Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie entwickelte Projekt erhöht damit die Cybersicherheit für Unternehmen und kritische Infrastrukturen. Überzeugt hat die Jury nicht nur die Aktualität des Themas, sondern auch die Schlüssigkeit und fundierte Argumentation durch die Forscherinnen sowie die praktische Verwertbarkeit.


Schneller Nachweis von Krankheitserregern im Trinkwasser

Der dritte Preis ging an Dr. Jörg Ettenauer, Karen Zuser, MSc und Dr. Martin Brandl vom Zentrum für Integrierte Sensorsysteme der Donau-Universität Krems. Die ForscherInnen überzeugten die Fachjury mit dem Projekt „Elektrochemische Detektion von Escherichia coli im Trinkwasser“ und der klar herausgearbeiteten notwendigen nächsten Schritte in Richtung Marktumsetzung. Die Bakterienart Escherichia coli gilt als wichtigster Indikatororganismus für fäkale Verunreinigungen im Wasser. In seiner Studie beschrieb Ettenauer die Entwicklung eines neuen elektrochemischen Verfahrens für einen schnellen und sensitiven Nachweis von E. coli in Wasserproben. Die dabei erarbeitete Methodik wurde vom Zentrum für Integrierte Sensorsysteme bereits zum Patent angemeldet und ein Laborprototyp entwickelt. Immer noch rund 10 Prozent aller Haushalte in Österreich gewinnen ihr Trinkwasser aus Hausbrunnen. Sie könnten mithilfe des neuen Verfahrens die Sicherheit und Qualität ihres Wassers erhöhen. Martin Brandl, der das Poster präsentierte, konnte die Jury durch seine schlüssige Argumentation und sein fundiertes Marktverständnis überzeugen. Die notwendigen nächsten Schritte in Richtung Marktumsetzung wurden dabei klar herausgearbeitet.


Die Preise wurden in Anwesenheit von Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, zuständig für Wirtschaft und Technologie, Mag. Michael Moll, Geschäftsführer accent Gründerservice GmbH und Mag. Lukas Madl, tecnet equity NÖ Technologiebeteiligungs-Invest GmbH vergeben.

 

Zum Gespräch mit Lukas Zenk über sein Projekt „Collective Mind“