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Symposion Dürnstein: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen
Konferenz in Kooperation mit Donau-Universität Krems thematisiert Konzept der Arbeit in Zeiten von Digitalisierung und wachsender Ungleichheit
28.02.2018
Debatten um die Kürzung der Mindestsicherung, aber auch der Diskurs über Gemeinwohlökonomie, sinkender Arbeitszeit oder das bedingungslose Grundeinkommen in Zeiten der Digitalisierung für alle verweisen darauf, dass das Konzept von Arbeit verstärkt hinterfragt wird. Vor diesem Hintergrund widmet sich das Symposion Dürnstein, das von 8. bis 10. März 2018 stattfindet, dem Thema der Arbeit sowie dem Begriff des Überflüssigen – sowohl im nationalen als auch im globalen Maßstab.

 

Arbeit – lange Zeit als Schande oder Strafe angesehen – ist seit dem Aufkommen des Kapitalismus ein gesellschaftlicher Imperativ: Nur wer arbeitet, gilt als nützlich; alle anderen als unproduktiv bis überflüssig. Dies zeigt sich unter anderem auch an den derzeitigen Debatten über Mindestsicherung, Grundeinkommen und Langzeitarbeitslosigkeit.


In Zeiten der Digitalisierung, in der Maschinen nicht nur die Produktion, sondern die geistige Arbeit im herkömmlichen Sinn übernehmen, wird dieser Imperativ jedoch zunehmend in Frage gestellt. Inwieweit die Digitalisierung diesbezüglich eine Chance darstellt und welches Gefahrenpotenzial diese Entwicklung ergibt, wird im Rahmen des Symposions Dürnstein diskutiert. So stellt am Freitag, den 9. März 2018 Univ.-Prof. Dr. Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität St. Gallen, die Frage, ob der Mensch in der digitalen Wirtschaft verschwindet. An der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung als Chance?“, die von der Migrationsexpertin Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl von der Donau-Universität Krems moderiert wird, nehmen neben Wissenschaftern auch ExpertInnen aus Politik und Verwaltung teil.


Nationale und globale Ungleichheit
Am Samstag stehen globale Hierarchien, die durch Prozesse der Globalisierung verstärkt werden, im Zentrum der Diskussion. Univ.-Prof. Dr. Ulrich Brand, Professor für Politikwissenschaft der Universität Wien spricht zum Thema „Globalisierung und die Produktion von Überflüssigen im globalen Süden“; Rehama B. Nanaganda, Community Worker aus Uganda zur Auswirkung der Automatisierung auf KleinproduzentInnen.


Kommentare dazu kommen von Univ.-Prof. Dr. Mathias Czaika, dem Leiter des Departments für Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems, sowie von Juliana Fehlinger von der Via Campesina Austria. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Globaler Norden versus Globaler Süden?“ mit den ExpertInnen aus Uganda und Österreich statt.


„Durch Globalisierungsprozesse mitverursachte soziale und ökonomische Ungleichheiten gelten in der Migrationsforschung als eine der Grundursachen wachsender internationaler Migrationsströme“, erklärt Mathias Czaika. „Gegenstand des Austausches beim diesjährigen Symposion Dürnstein wird es auch sein, inwieweit beispielsweise eine kontinuierliche Öffnung der Arbeitsmärkte im globalen Norden für ,surplus labour‘ aus dem globalen Süden zu einer Linderung von Armut und Ungleichheit beitragen kann“, so der Migrationsexperte.

 

Symposion Dürnstein 2018
Wann: 8. bis 10. März 2018
Beginn: 18 Uhr
Ort: Stift Dürnstein


Weitere Informationen: www.symposionduernstein.at

 

Rückfragen

Mag. Michael Fasching, Bakk.

Telefon: +43 (0)2732 893-2423
Fax: +43 (0)2732 893-4000
E-Mail: michael.fasching@donau-uni.ac.at
Website: http://www.donau-uni.ac.at/mig
Adresse:
Donau-Universität Krems
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems