DEUTSCHENGLISH
Uni-News Archiv Social-Media-Newsroom Veranstaltungen Newsletter upgrade Presse Offene Stellen Mitteilungsblätter
Brainin: UN-Ziel erfordert mehr Schlaganfallbehandlung und Erkennung von Bluthochdruck
Prof. Brainin vertritt die World Stroke Organisation in der UN-Generalversammlung in New York
04.10.2018
In der letzten Septemberwoche fand die Generalversammlung der Vereinten Nationen unter dem Schwerpunkt der weltweiten Krankheitsverhinderung in New York statt. Bis 2030 soll die globale Sterblichkeit um 30 Prozent reduziert werden.

 

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Brainin, Leiter des Departments für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin an der Donau-Universität Krems, war als Präsident Elect der Welt-Schlaganfall Organisation (WSO) zu der Generalversammlung der vereinten Nationen eingeladen. Er vertrat in den Hearings und zahlreichen Diskussionen die Wichtigkeit der Schlaganfall Prävention.
„Um die globale Sterblichkeit zu reduzieren müssen unter anderem die Hochdruck- Erkennung und Behandlung bei Schlaganfällen ausgebaut werden. Des Weiteren besteht die Notwendigkeit die Menschen über mögliche Verhaltens-Risikofaktoren aufzuklären. Tabak, Alkohol, Kochsalz in der Nahrung und ein Mangel an körperlicher Bewegung bereits in den jungen Jahren spielen eine große Rolle“ so der Schlaganfallexperte Michael Brainin.


Reduktion der globalen Sterblichkeit um 30 Prozent

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen diskutierte die Reduktion der sogenannten Non-Communicable Diseases, welche Herzkrankheiten, Schlaganfall, Krebs, Diabetes, Obstruktive Lungenerkrankung und Adipositas umfassen. Laut einem früheren UN Beschluss soll bis zum Jahr 2030 die globale Sterblichkeit um 30 Prozent reduziert werden. Bei dieser Generalversammlung kamen viele Staatsoberhäupter zu Wort. Diese berichteten, dass einige, wenngleich keinesfalls sehr viele Länder, dabei sind, Programme zu verwirklichen, die ein realistisches Erreichen dieses Ziels ermöglichen.


In weiterer Folge unterzeichneten die anwesenden Staatsoberhäupter die “Political Declaration of the 3rd High Level Meeting of the General Assembly on the Prevention and Control of Non-Communicable Diseases”. Diese Deklaration trägt den Titel „Time to Deliver: Accelerating our response to address NCDs for the health of well-being of present and future generations”.


Zeit zu handeln
Tags zuvor fand eine Debatte am World Economic Forum New York der NGOs und ihrer Allianzpartner statt. Die gesamte Tagung lief unter dem Motto “Time to Deliver“. Der Philanthrop und frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, berichtete in einer prägnanten Ansprache, dass zwei Drittel aller Todesursachen auf der Welt auf Non-Communicable Diseases zurückgehen und nur zwei Prozent aller Gesundheitsressourcen in den sogenannten Low- and Middle-Income Countries für Prävention aufgewendet werden. Es gehe darum, sogenannte „smart policies“ zu entwickeln. Diese können einen signifikanten Effekt haben, so Bloomberg. Man muss berücksichtigen meinte er, dass die Tabakindustrie und die Junk-Food Industrie eine sehr mächtige Industrie darstellen.


Strategien gegen Krankheiten entwickeln
An Tabak assoziierten Erkrankungen sterben jedes Jahr 7 Millionen Menschen. Das WHO Nichtraucher- Programm hat seit der Investition von einer Milliarde Dollar aus der Bloomberg Foundation 120 Länder erfasst. In Indien ist in den letzten 8 Jahren ist die Raucherquote um 17 Prozent gesunken. Die Fettleibigkeit wurde in Mexico durch eine 10-prozentige Steuer auf zuckerhaltige Getränke um 10 Prozent reduziert. All diese Strategien tragen dazu bei, die Risiken für Herzerkrankungen und Schlaganfälle zu senken. Insgesamt sterben jährlich rund 18 Millionen Menschen an diesen Erkrankungen. Weitere Berichte von Staatsoberhäupter und GesundheitsministerInnen zeigten die bisherigen Erfolge auf.


Den Kampf aufnehmen
„Die Vernetzung von verschiedenen NGOs, RegierungsvertreterInnen, UN Mitgliedern sowie WHO BeamtInnen ermöglicht einen Kampf gegen die Non-Communicable Diseases. Ich hoffe, dass die Reduktion der weltweiten Sterblichkeit weiter an Tempo und Effektivität gewinnt“, so der Universitätsprofessor Michael Brainin.

 

Brainin Un-generalversammlung Un-generalversammlung Brain Und Hacke Un New York
ZOOM
ZOOM
ZOOM

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Brainin

Telefon: +43 (0)2732 893-2810
Fax: +43 (0)2732 893-4810
E-Mail: michael.brainin@donau-uni.ac.at
Website: http://www.donau-uni.ac.at/neuro
Adresse:
Donau-Universität Krems
Fakultät für Gesundheit und Medizin
Department Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems