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Wissenschaftspreise 2005 verliehen
Land Niederösterreich ehrt Forscher und Erwachsenenbildner in der Donau-Universität Krems
28.10.2005
Krems (kpr). Die diesjährigen Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich wurden am 28. Oktober 2005, um 19.30 Uhr, von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Audimax des Campus Krems vergeben. Ausgezeichnet wurden insgesamt 16 Wissenschaftler und Erwachsenenbildner sowie der Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland. Das Land Niederösterreich vergibt seit rund 40 Jahren Wissenschafts-preise, wobei die mit 11.000 Euro dotierten Würdigungspreise für das Lebenswerk des jeweiligen Wissenschaftlers/der jeweiligen Wissenschaftlerin und die mit 4.000 Euro dotierten Anerkennungspreise für einzelne wissenschaftliche Projekte verliehen werden.

Die Wissenschaftspreisträger des Jahres 2005 sind:

Kategorie Wissenschaft

Würdigungspreise:
HR Hon.-Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Engelbrecht
MR Univ.-Prof. Dr. Rudolf Slavicek

Anerkennungspreise:
Mag. Dr. Bernhard Rudolf Hofstötter, LL.M.
Mag. Dr. Thomas Wallnig, MAS
Ao. Univ.Prof. DI Dr. Christian Hellmich
Univ.-Doz. Mag. Dr. Elisabeth Waigmann

Sonderpreis 2005: Zeitgeschichte - Oral History

Würdigungspreis:
Mag. Dr. Ela Hornung, Mag. Dr. Ernst Langthaler,
Mag. Dr. Sabine Schweitzer – Bereich Oral History

Anerkennungspreise:
Kulturpark Eisenstraße-Ötscherland – Projekt „Ich weiß was - Dokumentation Eisenstraße“
Maria Schiffinger, Helena Miksche – Projekt „Bomben in Krems“

Kategorie Erwachsenenbildung

Würdigungspreis:
HR Prof. Dr. Günther Kienast

Anerkennungspreise:
Mag. Karlheinz Pilcz, Mag. Leo Tichat, Margareta
Divjak-Mirwald – Projekt „Immer wenn der Kuckuck schrie“
Beatrix Dangl-Watko – Projekt „LIMA“
Die Leistungen der Wissenschaft seien ein wesentlicher Motor für das Land Niederösterreich im europäischen Kontext, meinte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in seiner Festrede und plädierte dafür, die Wissenschaft von „überdimensioniertem Erfolgsdruck“ zu befreien, nur so könnten Forscher den nötigen Freiraum für ihre Arbeit gewinnen. Für Prof. Dr. Helmut Kramer, Rektor der Donau-Universität Krems, stellt die wissenschaftliche Arbeit im Land Niederösterreich eine gute Vorgabe für andere Regionen dar. „Wir sind daran, Niederösterreich auch in der Wissenschaft in den vordersten Rängen zu platzieren“, sagte Kramer.

Würdigungspreise für Bildungshistoriker und Zahnmediziner

Die diesjährigen Würdigungspreise für Wissenschaft gehen an HR Hon.-Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Engelbrecht und MR Univ.-Prof. Dr. Rudolf Slavicek. Helmut Engelbrecht gilt als einer der bedeutendsten Erziehungs-, Schul- und Bildungshistoriker Österreichs. In knapp 150 Publikationen erforschte, analysierte und beschrieb er zahlreiche Aspekte der historischen Entwicklung von Erziehung, Unterricht und Schule auf dem Gebiet der Republik Österreich. Sein wissenschaftliches Hauptwerk „Geschichte des österreichischen Bildungswesens. Erziehung und Unterricht auf dem Boden Österreichs“ umfasst 3000 Seiten und wurde der Zeitschrift „Paedagogica historica“ als „Standardwerk von internationalem Rang“ bezeichnet.

Der Zahnmediziner Rudolf Slavicek widmet sich seit Jahren der universitären Weiterbildung in seinem Fachbereich und leitet seit 1999 das Zentrum für Interdisziplinäre Zahnheilkunde an der Donau-Universität Krems. Für seine international hervorragende wissenschaftliche Lehr- und Forschungstätigkeit erhielt Slavicek bereits zahlreiche Auszeichnungen wie das große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich oder das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Als Höhepunkt seines bisherigen wissenschaftlichen Schaffens gilt seine im Jahr 2000 erschienene Monografie „Das Kauorgan – Funktionen und Dysfunktionen des Kauorgans“.

Für seine Dissertation „Non-Compliance of National Courts – Remedies in European Community Law and Beyond“ wurde der Jurist Mag. Dr. Bernhard Hofstötter, LL.M. mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Ein weiterer Anerkennungspreis in der Kategorie Wissenschaft ging an Mag. Dr. Thomas Wallnig, MAS, der mit seiner Dissertation „Studien zu Herkunft und Bildungsweg von Bernhard Pez OSB vor 1709 einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der niederösterreichischen Geistes- und Wissenschaftsgeschichte um 1700 in ihrem europäischen Kontext leistete. An mathematischen Modellen mikro- und nanostrukturierter Werkstoffe arbeitet Ao. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Christian Hellmich. Das elastische Verhalten von Werkstoffen wie Holz, Knochen oder Metallschaum kann auf Basis dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse exakt bestimmt werden. Univ.-Doz. Mag. Dr. Elisabeth Waigmann forscht als Biochemikerin im Bereich der Pflanzenviren. Neben ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit engagiert sich Waigmann in der Gentechnikkommission der Bundesregierung und im Verein „dialog<>gentechnik“. Hellmich und Waigmann wurden ebenfalls mit dem mit 4.000 Euro dotierten Anerkennungspreis im Bereich Wissenschaft ausgezeichnet.

Sonderpreis 2005 im Bereich Zeitgeschichte

Einen Sonderpreis schrieb das Land Niederösterreich dieses Jahr für Arbeiten im Bereich Zeitgeschichte und im speziellen für „Oral History“, die erzählte Lebensgeschichte archivalischen Quellen gegenüberstellt, aus. Mag. Dr. Ela Hornung, Mag. Dr. Ernst Langthaler und Mag. Dr. Sabine Schweitzer setzten sich mit dem noch häufig tabuisierten Thema „Zwangsarbeit“ auseinander und erhielten für ihre ausführliche Interpretation biografisch-narrativer Interviews mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und niederösterreichischen Landbewohnern den Würdigungspreis in der Kategorie Zeitgeschichte. Der Anerkennungspreis in dieser Kategorie wurde an den Kulturpark Eisenstraße–Ötscherland für das Projekt „Ich weiß was – Dokumentation Eisenstraße“ vergeben, das die Möglichkeiten des Internets für thematische und methodische neue Wege der Quellenerstellung und Aufbereitung historischer Inhalte nutzt. Einen weiteren Anerkennungspreis verlieh das Land Niederösterreich an Maria Schiffinger und Helena Miksche für den Film „Bomben in Krems“. Anlässlich des 60. Jahrestags der Bombardierung von Krems am Ostermontag 1945 befragten Schiffinger und Miksche Zeitzeugen und dokumentierten die Interviews durch Filmaufnahmen und Fotos.

Auszeichnung für Erwachsenenbildner

In der Kategorie Erwachsenenbildung erhielt der Pädagoge HR Prof. Dr. Günther Kienast den Würdigungspreis verliehen. Kienast ist Landesvorsitzender des Bildungs- und Heimatwerks (BHW), Vorsitzender des Forums Erwachsenenbildung Niederösterreich (F.E.N.), war maßgeblich am Aufbau der niederösterreichischen Bildungsdatenbank beteiligt und gründete das Zentrum für Alterswissenschaften an der NÖ Landesakademie. Der zertifizierte Erwachsenenbildner begann seine Berufslaufbahn als Lehrer am Bundes-Gehörloseninstitut und in einem Polytechnischen Lehrgang. Er leitete bis 1995 die NÖ Verwaltungsakademie und war in der NÖ Landesakademie für den Bereich Politik und Verwaltung verantwortlich. Für sein Engagement und seine Verdienste als Pädagoge wurde Kienast der Berufstitel „Professor“ verliehen.

Das Buch „Immer wenn der Kuckuck schrie“ erzählt die Schrecken des Lebens im Luftschutzbunker in der Brühlerstraße in Mödling. Den Autoren Mag. Karlheinz Pilcz, Mag. Leo Tichat und Margareta Divjak-Mirwald gelang es, durch ausgewählte zeitgenössische Texte und Berichte von Zeitzeugen eine außergewöhnlich umfassende und ausgewogene Innenansicht eines Krieges darzustellen. Sie wurden dafür mit dem Anerkennungspreis in der Kategorie Erwachsenenbildung ausgezeichnet. Einen weiteren Anerkennungspreis erhielt Beatrix Dangl-Watko für das Bildungsprogramm „LIMA“, das ältere Menschen anregen soll, sich aktiv mit ihren Fähigkeiten auseinander zu setzen. Dangl-Watko leitet das Programm seit dem Jahr 2001 im Rahmen der kirchlichen Bildungsarbeit des Katholischen Bildungswerks der Diözese St. Pölten. (31.10.05)

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Würdigungspreisträger Anerkennungspreisträger
Würdigungspreisträger
Anerkennungspreisträger
Wissenschaftspreise
Die Würdigungspreisträger 2005 (v.l.n.r.): Mag. Dr. Sabine Schweitzer, Mag. Dr. Ernst Langthaler, HR Hon.-Prof. Dr.Dr. Helmut Engelbrecht, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, HR Prof. Dr. Günther Kienast und MR Univ.-Prof. Dr. Rudolf Slavicek. (Foto: Andrea Müller)
Die Anerkennungspreisträger 2005 (v.l.n.r.): Beatrix Dangl-Watko, Margareta Divjak-Mirwald, Mag. Karlheinz Pilcz, Mag. Heidemarie Thonhofer, Maria Schiffinger, Mag. Gudrun Streicher, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Univ.-Doz. Mag. Dr. Elisabeth Waigmann, Ao. Univ.-Prof. DI Dr. Christian Hellmich, Mag. Dr Bernhard Rudolf Hofstötter, LL.M., Mag. Dr. Thomas Wallnig, MAS und Helena Miksche. (Foto: Andrea Müller)
Original-Pressemitteilung

Rückfragen und Anforderung von Fotos der einzelnen PreisträgerInnen

Mag. Rita Starkl