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Gesundheitsförderung im Betrieb rechnet sich, braucht aber Vertrauenskultur
Das 4. Symposium Gesundheit an der Donau-Universität Krems zeigt betriebswirtschaftliche Vorteile gesunder MitarbeiterInnen an Praxisbeispielen, aber auch Forschungsbedarf auf
17.11.2017
Gesundheitsprogramme in Firmen, die die Fitness, die psychische Gesundheit der Belegschaft und damit ein positives Arbeitsklima unterstützen, können helfen Krankenstände und damit Entgeltfortzahlungen zu reduzieren, so das Fazit einer vom Department für Wirtschaft und Gesundheit der Donau-Universität Krems, Leitung Prof. Gottfried Haber und dem Verein Sport Vision, am 14. November organisierten Tagung. Für exakte Zahlen, die den Vorteil belegen, sei, so Haber, aber breit angelegte Forschung nötig. Förderlich für die Annahme der betrieblichen Gesundheitsförderung sei jedenfalls eine Vertrauenskultur im Unternehmen, so der Hauptreferent von der Universität Bielefeld, Prof. Bernhard Badura.

 

12,5 Tage lang gehen durchschnittlich ArbeitnehmerInnen in Österreich laut aktueller Statistik des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger in Krankenstand. Für Unternehmen bedeutet das rund 2,7 Mrd. Euro an Entgeltfortzahlungen. Dieser Betrag lasse sich durch Gesundheitsprogramme in Unternehmen reduzieren, so der Gesundheitsökonom Univ.-Prof. Dr. Gottfried Haber von der Donau-Universität Krems. Haber, Leiter des Departments für Wirtschaft und Gesundheit, zeigte mit der am 14. November in Krems gemeinsam mit dem Verein Sport Vision organisierten Tagung die positiven Effekte betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für MitarbeiterInnen, Unternehmen aber auch für die Volkswirtschaft auf. Nicht zu vergessen ist der Faktor Präsentismus. Haber: „Die positiven Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung zeigen sich an vielen Einzelbeispielen, MitarbeiterInnen sind motivierter oder fühlen sich dem Unternehmen stärker verbunden. Wie hoch in Zahlen gemessen die Effekte von Gesundheitsförderung sind, lässt sich im Einzelnen schwer sagen“. Hier, so Haber, sei weitere, breit angelegte Forschung nötig. Unbestritten ist der qualitative Effekt.


Tenor aller Vortragenden der Tagung: Gesundheitsvorsorge rechne sich in jedem Fall. So zeigten die Beispiele der Großunternehmen Geberit und Austrian Airlines positive Effekte für das Arbeitsklima oder dass Krankenstände reduziert werden konnten. Geberit, ein Hersteller von Sanitäranlagen, setzt, so die Vortragende Mag. Sonja Lahner, Leiterin der Personalabteilung, seit den 1990er Jahren auf gesundheitsfördernde Maßnahmen, die Krankenstandsrate habe sich in den letzten Jahre verringert.


Vertrauenskultur Erfolgsfaktor für Gesundheitsprogramm
Prof.em. Dr. Bernhard Badura, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld, plädiert mit der Einführung von Gesundheitsprogrammen in Betrieben für die Förderung der Vertrauenskultur im Unternehmen. Führungskräfte hätten eine wichtige Funktion: die Entwicklung einer Kultur der vertrauensvollen Kooperation auf der Grundlage gemeinsamer Überzeugungen, Werte und Regeln. Eine Kultur des Vertrauens sei ein „moralischer Kompass“, so Badura, sie fördere eminent den Erfolg von Gesundheitsprogrammen, die ja letztlich auf die Änderung des sehr persönlichen Bereichs des Lebensstils abzielen.


Weiters referierten Mag. Beate Atzler, MPH, Geschäftsführerin des Instituts für Gesundheitsförderung und Prävention, Mag.a Ina Lukl, Leitung Betriebliche Gesundheitsförderung, Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement – IBG, sowie von Mag. Michaela Höfer, Geschäftsführerin research-team.


Weitere Informationen:
www.donau-uni.ac.at/symposium-gesundheit
http://www.symposium-gesundheit.at


Die Bilder dürfen ausschließlich in redaktionellen Medienberichten über die Donau-Universität Krems verwendet werden. Die Veröffentlichung ist unter Angabe des Fotonachweises honorarfrei

 

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Positive Effekte betrieblicher Gesundheitsförderung, so der Gesundheitsökonom Univ.-Prof. Dr. Gottfried Haber von der Donau-Universität Krems beim 4. Symposium Gesundheit, zeigen sich an vielen Einzelbeispielen, für exakte Zahlen brauche es aber breit angelegte Forschung. V.l.n.r.: Prof.em. Dr. Bernhard Badura, Ulrich Jelinek (Moderator), Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber, Mag.a Ina Lukl, Roswita Klade. Foto: Donau-Universität Krems

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