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Oliver Grau (Hg.): MediaArtHistories, MIT Press 2007.
Neue Publikation - Department für Bildwissenschaften
02.02.2007
Erstmals erzählen international renommierte Wissenschafter die Geschichten der Medienkunst, von den 60er Jahren bis in unsere allerjüngste Gegenwart. Ziel des von Oliver Grau herausgegebenen Bandes ist es, die vorwiegend künstlich gezogene Grenze zwischen tradierten Kunstformen und den Medienkünsten zu überwinden.

In den letzten Jahren avancierte die Digitale Kunst zu einer der wichtigsten zeitgenössischen Kunstformen, doch immer noch hat sie nicht die volle Akzeptanz etablierter Institutionen erlangt, ist kaum archiviert oder systematisch in unsere Sammlungen einbezogen und selten voll im Studium der Kunstgeschichte oder anderer akademischer Disziplinen repräsentiert. Um diese Misere zu überwinden, haben sich neben hochkarätigen Autoren aus Europa und Amerika, wie Rudolf Arnheim, Peter Weibel, W.J.T. Mitchell, Oliver Grau, Lev Manovich und Erkki Huhtamo, auch wichtige Vertreter aus Asien und Australien, wie Machiko Kusahara oder Sean Cubitt für dieses global angelegte Vorhaben zusammengefunden.

Medienkunst durch eine technisch gefärbte Brille zu sehen, führt nicht weit. Dem Band liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ohne Kenntnis ihrer Geschichte und ohne interdisziplinäre Anstrengungen die Kunst unserer Zeit nicht verstanden werden kann. Erst durch die Kenntnis der oft unbekannten Geschichten der Medienkunst wird das Neue sichtbar. Dies zeigen Beiträge aus Kunst- & Bildwissenschaft, Film-, Musik-, und Medienwissenschaften, nicht zuletzt der Kognitionsforschung.

Grau Mediaarthistories

In materialreichen Beiträgen wird die Medienkunst in bislang nicht da gewesener Weise erschlossen und es gelangen ihre Facetten, wie die bislang unterbetonte Entwicklung der Digitalen Musik in den Blick. Grundlegend überprüft und redefiniert das Kompendium weiterhin Schlüsselworte der Medienkunsttheorie, wie Maschine, Medium, Ausstellung und zeigt, dass die Grenzen zwischen Kunst und Popkultur sowie zwischen Kunst- und Wissenschaftsbild fließend geworden sind.

Wie keine andere Kunstform funktioniert Medienkunst heute international, dies unterstreichen nicht zuletzt Beiträge aus Singapore, Polen oder Kanada. MediaArtHistories überrascht, wenn die Wurzeln der Medienkunst von der Laterna Magica des 18. Jahrhunderts und anderen medialen Illusionen bis zu Marcel Duchamp´s Kunsterfindungen sowie der Kinetic und Op Art der 1960er Jahre aufgezeigt werden und – wenn es um Automaten geht – gar bis in das erstaunlich interkulturelle arabische Mittelalter zurückverfolgt werden.

MediaArtHistories ist lebendige Annäherung an eine interdisziplinäre Bildwissenschaft, die auf das „geschulte Auge“ der Kunstgeschichte setzt.
Oliver Grau (Hg.): MediaArtHistories. Cambridge/Mass., MIT Press 2007.

ISBN-10: 0262072793
ISBN-13: 978-0262072793
Weitere Informationen und Bestellung
Universitätslehrgang MediaArtHistories, MA