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Finissage des Kunstprojektes "Amikejo"
"Die Botschaft von Amikejo"
27.09.2017
Das Department für Europapolitik und Demokratieforschung lädt Sie ganz herzlich zur Finissage des Projekts „Amikejo“ ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet ein Panel zum Thema Regionen und Populismus statt und wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme an dieser Diskussion freuen!
zur Veranstalltung

Europa neu gedacht: Die Finissage von „Die Botschaft von Amikejo“

 Präsentation des am Department durchgeführten Kunstprojektes und Podiumsdiskussion zum Thema „Regionen und Populismus“ im Haus der Regionen.

 

Am 29. September feiert das Department für Europapolitik und Demokratieforschung der Donau Universität Krems die Finissage des Kunstprojektes „Die Botschaft von Amikejo“ im Haus der Regionen, begleitet von einer Podiumsdiskussion zum Thema „Regionen und Populismus – Europa neu denken“.

 

Die Teilnehmer -, Lisa Charlotte Sonnberger, BA, vom Forum Alpbach Netwerk, Mag. Lukas Mandl, Landtagsabgeordneter von Niederösterreich und Mag. Paul Schmidt, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik - diskutieren mit Univ.-Prof. Dr. Ulrike Guérot, Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung, über die Zukunft der EU jenseits von Nationalstaaten, mit all ihren Chancen und Problemen. Durch den Abend führt Dr. Eva Maria Stöckler, Leiterin des Zentrums für Angewandte Musikforschung an der Donau Universität Krems.

 

Der Ablauf der Finissage orientiert sich stark am grundsätzlichen Thema des Kunstprojekts, Europa mit einem neuen, künstlerischen Zugang aufschließen und zugänglich machen. Dabei spielen mehrere Komponenten an diesem Abend eine Rolle. Zum einen wird die Geschichte, Vision und Zukunft von Amikejo von der Künstlerin Valeska Peschke selbst erläutert, wobei der Weg des Vulkans – von der Idee zur tatsächlichen Umsetzung an der Donau Universität Krems –nachgezeichnet wird. „Die Botschaft von Amikejo“ ist aus der Vergangenheit, doch gerade jetzt klingt es wie ein Echo in die Gegenwart., so die Künstlerin Valeska Peschke.

Historisch gesehen war Amikejo das Resultat einer politischen Patt-Situation: nach dem Ende der napoleonischen Kriege waren weder Preußen noch die Niederlande bereit gewesen, eine militärische Auseinandersetzung um das dreieinhalb Quadratkilometer große Gebiet zu führen. Da man sich aber nicht über deren Besitz einigen konnte, entließ man das Gebiet in Neutralität. Die bestand dann für ein ganzes Jahrhundert, in dem es hier friedlich blieb: ein Frieden jenseits der Nationalstaaten, der die Nationalstaaten in Frieden hielt. 1908 wurde dort die „Esperanto-Republik“ ausgerufen (“Amikejo” in Esperanto bedeutet “Ort der Freundschaft”).

 

Mit dem Kunstprojekt "Amikejo" möchte das Department für Europapolitik und Demokratieforschung der Donau-Universität Krems (DED) den Zugang zum Nachdenken über Europa zusätzlich zum wissenschaftlichen Arbeiten durch einen künstlerischen Ansatz erschließen.

Nach der Präsentation des Projektes „Amikejo“ und seiner Ergebnisse wird „pulse of europe - fresh european anthems“, die zeitgenössische Interpretation Beethovens „Ode an die Freude“, von Clemens Wenger uraufgeführt. Der Künstler will ebenso mit alten Strukturen aufbrechen - hin zu einer treibenden und vorwärtsgewandten Hymne der Europäer und Europäerinnen. Der Sound soll junge Menschen inspirieren, selbst ein neues Europa mitzugestalten und Veränderungen in Gang zu bringen.

Beide Projekte implementieren ein neues Denken in den Diskurs über Europa. „Ziel ist es dabei, über Europa zu reden und sich auf emotionaler Ebene damit zu beschäftigen“, erklärt Ulrike Guérot.

 

Zum Abschluss diskutieren die Panelteilnehmer mit Ulrike Guérot zu den Themengebieten Regionen, Populismus und Europa. Dabei soll mit dem Gedanken an die europäische Entwicklung im Lichte des aufstrebenden Populismus gespielt werden: Wie könnte eine Zukunft ohne Nationalstaaten aussehen? Und wie spielt der Grundsatz der allgemeinen politischen Gleichheit aller Bürger in diese Gleichung?

Das Haus der Regionen in Krems bietet in diesem Sinne ein rundes Ambiente und den schönen thematischen Rahmen für die abschließende Veranstaltung des Kunstprojekts „Botschaft von Amikejo“.