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Kunstprojekt „Amikejo“

Das Kunstprojekt Amikejo bietet neben dem wissenschaftlichen Zugang zum Thema Europa auch einen künstlerischen Weg der Auseinandersetzung mit den Themen des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung.

 

Die Konzeptkünstlerin Valeska Peschke entwickelt im Rahmen dieses Projektes Arbeiten zur Region Krems im Kontext eines als Freiraum gedachten Europas. Das Projekt „Amikejo“ – auf Esperanto „Ort der Freundschaft“ – verweist auf einen kleinen neutralen Landstrich zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland, der sich 1907 als unabhängige Republik „Amikejo“ ausrief.

 


„Die Botschaft von Amikejo ist demnach die Begeisterung für eine Republik, die in einem größeren Sinne mit einem freien Europa verbunden ist und auf dem Zusammen-Sein beruht“, erklärt Valeska Peschke. Über das Bild des europäischen Vulkans, der auch als Rauminstallation auf dem Campus der Donau-Universität Krems aufgebaut wird, will sie auch auf alternative Denkweisen von Heimat, Territorium und Grenzen hinweisen. „Als Atemwege des Globus verweisen Lokale auf eine globale statt nationale Sichtweise: Man sieht mal durch den Vulkan hindurch in den Schlot, in die Erde hinein – und kann vielleicht dort im Zentrum anders denken. Man sieht, dass die Territorien doch relativ begrenzt gedacht sind, dass wir Grenzen anders denken müssen. Vulkane stehen für Zerstörung oder radikale Veränderung, aber auch für fruchtbringende Aschen, die wieder etwas ganz Neues aufbauen können. Das Eigene wird verschmolzen, ohne sich aber aufzulösen – als ob man Glas schmelzen würde.“
Valeska Peschke