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Phönix-Preis für die beste Master Thesis
des Lehrgangs "Fire Safety Management" am 24.03.2017 in Stift Göttweig
30.03.2017
Höhepunkt der Graduierungsfeier des Lehrganges Fire Safety Management im Brunnensaal des Stiftes Göttweig war die Verleihung des Phönix-Preises für die beste Master Thesis.

Die Firma Siemens, der Hauptsponsor dieses Lehrganges, stellt diesen Preis in jedem Lehrgang für die beste Masterthese zur Verfügung: der Phönix, auch als Feuervogel bekannt, steht in einem bedeutungsvollen Zusammenhang mit dem Element Feuer. Er zählt zu den universellen Symbolen für Auferstehung und Wiedergeburt, aber auch Glück und Treue und wird im Lehrgang Fire Safety Management für die beste Master-Thesis, die aus dem Lehrgang innerhalb der vorgegebenen Zeitschiene hervorgeht, verliehen. Zur Auswahl stehen dabei die mit einem „Sehr gut“ benoteten Arbeiten

 

Preisträger 2017 ist Herr Lorenz PETRITZ, MSc mit seiner Master Thesis „Rauchwarnmelder – Nutzen und Herausforderung für Bevölkerung und Einsatzorganisationen“. Überreicht wurde die Auszeichnung bei der Abschlussfeier durch Herrn Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Martin GEIGER, MSc in seiner Funktion als Leiter des Strategischen Gebäudemanagements der Firma Siemens AG Österreich. Betreuer der Arbeit ist Herr Dipl.-Ing. Herbert HASENBICHLER, Geschäftsführer der Landesstelle für Brandverhütung in Steiermark.

 

Neben Herrn Lorenz PETRITZ, MSc war eine weitere Absolventin für die beste Master-Thesis nominiert:
Frau Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Kerstin FLADERER zur Thematik „Ursachenforschung von Brandereignissen im Zusammenhang mit nachträglich eingebauten Feuerstätten“. Auch diese Master-Thesis wurde von Herrn Dipl-Ing. Herbert HASENBICHLER betreut.


Kurzfassung der preisgekrönten Arbeit zum Thema „Rauchwarnmelder – Nutzen und Herausforderung für Bevölkerung und Einsatzorganisationen“:

 

Seit nun mehr als 3 Jahren gilt die Rauchwarnmelderpflicht für alle Wohnungen im gesamten Bundesland Kärnten. Die aktuelle Problemlage, mit der sich die Arbeit auseinandersetzt, ist die Erhebung der Auswirkungen dieser gesetzlichen Rauchwarnmelderpflicht für alle bestehenden Wohnräume in Kärnten. Den Schwerpunkt der Untersuchung bildet eine quantitative Umfrage, die zur Erforschung des Nutzens der Rauchwarnmelder im Bundesland Kärnten dient. Grundlage der Befragung bildeten alle Kärntner Haushalte (N). Um ein repräsentatives Ergebnis zu erzielen, wurden 500 Haushalte in Form von Stichproben (n) über das gesamte Bundesland mittels telefonischer Befragung interviewt. Im Rahmen der Erhebung wurde der Fokus auf die Handhabung und die Akzeptanz der Rauchwarnmelder in der Bevölkerung gesetzt.
Die Ergebnisse der Umfrage ergeben klar, dass die Bevölkerung von einer Erhöhung der Sicherheit ausgeht. Durch die Montage der Rauchwarnmelder wird ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Die Information, dass die Einsatzorganisationen im Notfall rasch und umfassend helfen können, trägt wesentlich dazu bei. Die Grundhaltung der Bevölkerung ist grundsätzlich positiv und es gibt lediglich im Bereich der Handhabung einen Nachbesserungsbedarf. Grundsätzlich wird die gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht als gewinnbringend und gesellschaftlich als sinnvoll erachtet.


Als weiterer Aspekte werden in der Masterarbeit die Thematik der Auswirkungen auf die Einsatzorganisationen und die damit verbundenen Herausforderungen näher beleuchtet. Es wird herausgearbeitet, ob sich Täuschungs- und Fehlalarme auf die Schlagkraft der Einsatzorganisation auswirken oder ob die damit verbundenen Einsatzsteigerungen nur marginal sind.
Ziel dieser Forschungsarbeit war es, eine Informationsgrundlage zu schaffen, auf deren Basis die Sinnhaftigkeit der Rauchwarnmelderpflicht festgestellt werden kann und die gewonnenen Informationen und Erkenntnisse als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden können, um Optimierungsprozesse zu unterstützen.