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Über Krems in die Selbständigkeit
Die digitale Welt hält nicht nur Unsicherheiten, sondern auch Chancen bereit.
25.05.2018
Wir haben AbsolventInnen gefragt, warum sie ihr Weg nach Krems geführt hat und welche beruflichen Veränderungen sich durch das Studium ergeben haben. Lesen Sie hier unser Interview mit Alexander Albrecht, MSc - Absolvent des Lehrgangs Management und IT mit der Spezialisierung Information Security Management.

Albrecht 1  Alexander Albrecht, MSc: Über Krems in die Selbstständigkeit

 

Die digitale Welt hält nicht nur Unsicherheiten, sondern auch Chancen bereit. Alexander Albrecht  ergriff diese und nutzte den Lehrgang in Krems als Sprungbrett in die Selbständigkeit. Mit seinem Unternehmen Datenschutz.Agency berät der zertifizierte Datenschutzbeauftragte und Informationssicherheitsmanager Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen.

 

Warum haben Sie sich für Krems entschieden?
Die Entscheidung für das Studium habe ich einem ehemaligen Arbeitskollegen zu verdanken. Er brachte mich auf die Idee und hat auch mit mir gemeinsam das Studium begonnen. Meine persönlichen Beweggründe waren einfach: Wille zur Weiterbildung und Erweiterung des eigenen Horizonts, Alter „Ü40“, berufliche Anstellung unsicher, Interessensgebiete, wie Informationssicherheit und Datenschutz, vorhanden, ein entsprechender Qualifikationsnachweis, wie etwa ein einschlägiger Studienabschluss, dagegen nicht. Für Krems sprachen einerseits positive Erfahrungen aus meinem Bekanntenkreis, aber auch die günstige Lage und das für mich akzeptable Preis-Leistungs-Verhältnis.


Welche Erfahrungen haben Sie in Krems gesammelt?
Viele und hauptsächlich positive. Einerseits bin ich hier auf viele engagierte Kommilitonen aller Alters- und Berufsgruppen getroffen. Andererseits aber auch auf abgehobene und eingebildete, im Elfenbeinturm wohnende Wichtigtuer, denen ich aber dank meines Studienbeitrags „als Kunde“ offen meine Meinung sagen konnte (lacht). Gesamt hat das eine Situation geschaffen, in der ein motiviertes Lernen auf hohem Niveau stattgefunden hat. Gerade auch den intensiven Austausch mit meinen Kollegen und das gemeinsame Lösen der gestellten Aufgaben, habe ich als bereichernd erlebt. Es war auch spannend zu sehen, wie Teamwork dank neuer Medien lokal ungebunden funktionieren kann.


Sie haben sich im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit mit der Datenschutz-Grundverordnung beschäftigt. Wie kam es dazu?
Als Techniker hat mich immer schon nicht nur das bloße Umsetzen einer Lösung interessiert, sondern auch die Gründe, die für eine Variante und gegen eine andere sprechen. Für mich steht beim Thema Datenschutz der Mensch, seine persönliche Einstellung und sein Arbeitsumfeld im Mittelpunkt. Diese sehr abstrakte Thematik mit technischen Mitteln, wie ISO-Normen und BSI-Grundschutz zu behandeln, hat mich einfach fasziniert. Dieses Gefüge aus philosophischen Aspekten in Kombination mit Datenschutz als europäischem Grundrecht ist durch viele Spannungsfelder geprägt, bietet aber auch einer Vielzahl unterschiedlicher Lösungsansätze Platz.


Wie hat sich Ihre berufliche Situation durch das Studium verändert?
Ich habe mit über vierzig aus mehreren Job-Angeboten wählen können. Dies hängt natürlich auch mit den aktuellen Entwicklungen rund um die Datenschutzgrundverordnung zusammen, in der meine Kompetenzen als zertifizierter Datenschutzbeauftragter und Informationssicherheitsmanager stark nachgefragt werden. Aktuell bin ich mit meinem Unternehmen Datenschutz.Agency auf einem guten Weg. Meine Kunden kommen aus allen Branchen und sind breit gefächert. Vom Einzelhandel bis hin zu internationalen Konzernen aus Zentraleuropa, Großbritannien und Asien. Wenn die Auftragslage weiterhin so erfolgreich bleibt, muss ich ernsthaft über die Umwandlung in eine GmbH nachdenken – schon allein aus Gründen des Risiko- und Haftungsmanagements.


Welchen Tipp hätten Sie für zukünftige Studierende? 
Die Familie ist der entscheidende Faktor. Wenn man keine Unterstützung durch seine Familie hat, ist es zwar nicht unmöglich, aber schmerzhaft. Wobei ich als „Unterstützung“ verstehe, sich für die Zeit des Studiums persönlichen Freiraum zum Lernen und Nachdenken nehmen zu können. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Wenn man einen Arbeitgeber hat, der einen bei der Weiterbildung aktiv unterstützt und sich teilweise vom Job freistellen lassen kann, stellt sich die Situation anders dar. Bei mir war das aber nicht der Fall, was aber auch kein Hinderungsgrund für das Studium war. Das Ausmaß der Unterstützung ist ja auch ein Ausdruck der Wertschätzung, die man als Mitarbeiter erfährt. Das hat mir eher die Augen geöffnet und mich bewogen „zu neuen Ufern“ aufzubrechen. Berufliche Veränderung ist aber natürlich selbst wieder eine Entscheidung, in der die Familie eine zentrale Rolle spielt.


 Welches Erlebnis während des Studiums ist Ihnen besonders gut in Erinnerung geblieben?

Die Erkenntnis, dass Prüfungsangst nie vergeht, egal wie alt man wird. Jede Prüfung war eine Fahrt durch das Tal der Tränen, aber wenn man es geschafft hat, ist das großartig. – Man muss sich das ganze Leben lang ernsthaft anstrengen und neu genießen können.

 

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