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E-Portfolios für die Wirtschaft
E-Portfolios in konkreten Anwendungsszenarien von KMUs
Leitung:   Dipl.-Ing. Dr. techn. Erwin Bratengeyer
Ein Projektantrag der Initiative eLpA (eLearning pro Austria) in Kooperation mit der OCG wurde vom BMWA (Forschung und Technologie) genehmigt. Ziel des Projektes ist es, das Potenzial das die Verwendung von E-Portfolios in sich trägt nicht nur im Bildungswesen zu nutzen, sondern auch für die betriebliche Wirtschaft verfügbar zu machen. Dabei sollen E-Portfolios in konkreten Anwendungsszenarien von KMUs eingesetzt werden.

Factbox

Auftraggeber/in  bmwa 
Laufzeit  Jänner 2007 - Dezember 2008  
Status  laufend, Zwischenbericht 
Projektpartner/innen  OCG, bit media 
Koordinator/in  OCG 
Projektdurchführung  DI Dr. Erwin Bratengeyer, Mag. Klaus Himpsl, MSc 
Von unserem Department werden Einsatzszenarien analysiert und entwickelt.

Seitens des Unternehmertums haben E-Portfolios bislang noch kaum Bedeutung erlangt. Im Umfeld der Bildungsinstitutionen hat die Portfolioarbeit bereits Tradition und gewinnt nicht nur wegen der Notwendigkeit zur verbesserungswürdigen Leistungsfeststellung (die angesichts der fraglichen Relevanz der gängigen Arbeitszeugnispraxis im Berufsleben besonders Not tut) an Bedeutung, sondern vor allem auch wegen der zunehmenden Wertigkeit von Eigenverantwortung, Selbstreflexionskompetenz, Mobilität und der zunehmenden Bedeutung informellen sowie offenen Lernens.

Als essentielles eLearning Instrumentarium dienen E-Portfolios im Wesentlichen dazu Lernerfahrungen und -erfolge systematisch zu erfassen, Lern- und Weiterbildungsstrategien zu planen sowie Kompetenzdarstellungen zu ermöglichen. E-Portfolios dienen dem Individuum im Zuge von Stellengesuchen, dem Unternehmen bei innerbetrieblichen Bildungsmaßnahmen und der Gesellschaft als Steuerungsinstrument für den Arbeitsmarkt.

E-Portfolios als die Grundlage für ein effizientes, lebensbegleitendes Kompetenzen-Management können für die Wirtschaft so nutzbar gemacht werden, dass es in einem ersten Schritt eine Qualitätssteigerung bei der Zuteilung und Ableitung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht, und im zweiten Schritt dadurch auch Wettbewerbsvorteile (durch Effizienzsteigerung) erzielt werden können („time 2 competencies“); Dadurch erhöht sich auch die so genannte „Employability“!

Eine Analyse, die die unterschiedlichen Aspekte von E-Portfolios für die Wirtschaft einerseits und relevanten Bildungsinstitutionen andererseits aufzeigt, gilt es anzustellen, um die vom Europäischen Rat getragene Vision lebensbegleitender E-Portfolios (Skills- und Kompetenzmanagement für alle Individuen von der Schule bis ins Berufsleben) Wirklichkeit werden zu lassen. Weiters soll erkennbar gemacht werden, dass ausgewählte Methoden bzw. Instrumentarien Technologie-unterstützten Lernens (E-Learning) eine vorteilhafte Möglichkeit für zahlreiche weiterbildungsrelevante Vorhaben sein kann.

Angesichts der internationalen Diskussion um Erreichung der Lissabon Ziele kann die Fokussierung des Lernens auf Ziele und Ergebnisse sowie Employability, sowie die E-Portfolio-unterstützte selbständige Reflexion und Planung des eigenen Kompetenzprofils gar nicht stark genug betont werden.

Es werden im Zuge des Projektes drei Themen bearbeitet. Ausgehend von einer Analyse und Evaluation werden Modellfälle entwickelt und Informationen vermittelt.
Es werden E-Portfolio Einsatzszenarien analysiert und entwickelt und mit Vertretern von Unternehmen, Erwachsenenbildungsanstalten, Angestellten und Arbeitnehmern der potenzielle Nutzen erarbeitet. Unterstützungsmaßnahmen für konkrete Implementierungen werden eingeleitet.
Es wird ein Informationspaket zum Thema „E-Portfolio“ erstellt. In einem Leitfaden werden strategische (Nutzen für das Unternehmen oder das Individuum, …), organisatorische (Einführungsszenarien, …), gesellschaftliche (Datenschutz, …) und technologische (Hard- und Software, …) Aspekte erläutert.
a) WBT (Web-based Training) mit kurzen (wenige Minuten in Anspruch nehmenden) Lernsequenzen. Eine gesamte Programmdurchlaufzeit (Lernzeit, individuell) von etwa 60 Minuten wird angestrebt.
b) Andere Informationsmaterialien
Es werden als „Proof of Concept“ Modellprojekte entwickelt, die aufzeigen was E-Portfolios heute und in naher Zukunft für die Wirtschaft leisten können. Zumindest ein praxisrelevantes Beispiel mit Vorzeigecharakter wird entwickelt und implementiert.
E-Portfolio
Foto: © Foto Bergner ZOOM
E-Portfolio

Mit dem Projekt "E-Portfolio für die die Wirtschaft" wird auch eine Verzahnung der Bildungssektoren (Berufsschulen, obere Sekundarstufe, Matura-, Abendschulen) sowie extracurriculare und weitere öffentliche bzw. private Bildungsanbieter im tertiären Bereich (Sprachschulen, WIFI, bfi, VHS, Privathochschulen etc.) sowie Fachhochschulen und Hochschulen angestrebt. So steht das Projekt im Zusammenhang mit dem Projekt "E-Portfolios an Hochschulen"