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Von der Werkbank auf die Uni?
Das EU-Projekt VALERU erforscht Validierungsmöglichkeiten von informellem und nonformalem Wissen
05.03.2015
Seit knapp einem Jahr koordiniert das Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien das im Rahmen EU-Drittstaatenprogramm Tempus geförderte Projekt VALERU. Nach einem Projektauftakt in Moskau und einem Konsortialmeeting in Berlin fand nun erstmals ein Partnertreffen in Krems statt, das ganz im Zeichen des Zwischenberichts an die Europäische Kommission stand.

Valeru 05032015

 

Modernisierung von Hochschulbildung in Osteuropa

Bisher ist in Russland die Anerkennung von nonformalem und informellem Lernen (NIL) und der dabei entwickelten Kompetenzen im Rahmen von Hochschulstudien nicht möglich, steht jedoch aktuell ganz oben auf der Agenda des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation. An diese Ausgangslage knüpft VALERU an. Basierend auf den vielfältigen Herangehensweisen in Europa werden in Zusammenarbeit mit den russischen Partnern Wege für die Anerkennung von NIL im Kontext des russischen Hochschulsystems entwickelt. Der Schwerpunkt liegt auf der Anerkennung von Kompetenzen, die in der Berufstätigkeit entwickelt wurden.
 

Projektmeeting in Krems

Von 25. bis 27. Februar trafen sich 13 VertreterInnen aus 13 Partnerorganisationen zum halbjährlich stattfindenden Konsortialmeeting. Gastgeber war diesmal die Donau-Universität Krems. Schwerpunkte waren zum einen die Vorbereitung der ersten Trainingseinheiten, die von 20.5. bis 22.5.2015 in Tula stattfinden werden. Dafür wurde am IMB das didaktische Konzept einer Online-Trainingsplattform entwickelt, die nun in Russland technisch umgesetzt wird. Des Weiteren stand in Krems das bevorstehende Mid-Term-Reporting an den Fördergeber im Mittelpunkt.

Was ist die Aufgabe des Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien?

Neben der Gesamtkoordination von VALERU liegt der Hauptbeitrag des IMB in der Mitarbeit an der Studie zu Validierungspraktiken in Europa sowie in der Unterstützung bei der anschließenden Entwicklung einer Methode für den russischen Hochschulkontext. Weiterhin ist das IMB an der Entwicklung und Durchführung der Trainings für zukünftige ValidierungsexpertInnen beteiligt und bringt in diesem Zusammenhang vor allem Wissen und Erfahrungen in der Anwendung von Bildungstechnologien zur Unterstützung von Validierungsprozessen ein (beispielsweise das ePortfolio oder die Open Badges Initiative). Diese Expertise konnte das IMB bereits erfolgreich in die EU-Projekte EUfolio und Europortfolio einbringen und ausbauen.
 

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