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Coaching Russian Higher Education
Erstes VALERU Seminar für Hochschulen in Russland
29.05.2015
Essenzieller Teil des EU-Projekts VALERU ist die Ausbildung von ExpertInnen auf dem Gebiet des non-formalen und informellen (NIL) Lernens. Dazu entwickelten die Projektpartner ein innovatives Ausbildungskonzept, das nun erstmals im russischen Tula Anwendung fand.

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Train the Trainer

Im sommerlich heißen Tula fanden sich knapp 20 TeilnehmerInnen ein, um notwendiges Praxiswissen zur Validierung von non-formalem und informellem Lernen zu erlangen. Dabei handelt es sich um Wissen, dass außerhalb von etablierten Bildungseinrichtungen (z.B.: Schulen) und Ausbildungsschienen erworben wurde – etwa bei der innerbetrieblichen Weiterbildung. Bisher ist in Russland die Anerkennung von NIL und der dabei entwickelten Kompetenzen im Rahmen von Hochschulstudien nicht möglich. Mit den im Zuge des Projekts VALERU durchgeführten Train-the-Trainer-Workshops sollen nun die Chancen und vor allem Möglichkeiten der Validierung an Interessierte herangetragen werden. Tula ist der erste von vier Trainingsorten in Russland. Es folgen Trainings in der südlichen Region Russlands (Rostov on Don), in der Ural-Region (Ufa) und in Zentral-Russland (Moskau). Durch diese Strategie wird ein hoher Verbreitungsgrad von VNIL gewährleistet.

 

Zertifizierter Wissenserwerb

Der dreitätige Workshop war dabei in drei Module unterteilt:

  • Veränderte Bedingungen von Wissenserwerb im Hochschulbereich
  • Lebensbegleitendes Lernen und Validierung
  • Lernergebnisse und Beurteilung

 

Wichtig war besonders, den TeilnehmerInnen die wachsende Bedeutung von NIL vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen zu vermitteln sowie sie mit praktischen Möglichkeiten auszustatten, Lernen zu quantifizieren, zu beurteilen und damit Möglichkeiten der Validierung von NIL zu entwickeln. Durch diese fundierte Ausbildung sollen die Teilnehmer in der Lage sein, dieses Wissen in ihren Institutionen in Rahmen von peer-to-peer training weiterzugeben.


Der Workshop endet mit einem anerkannten Abschluss. Eine erfolgreiche Teilnahme wird mit einem Zertifikat sowie der Vergabe von 1 ECTS-Punkt gewürdigt.

 

Ein EU-Projekt koordiniert durch das IMB

VALERU ist ein durch Tempus gefördertes EU-Projekt. Basierend auf den vielfältigen Herangehensweisen in Europa werden in Zusammenarbeit mit russischen Partnern Wege für die Anerkennung von non-formalem und informellem Lernen im Kontext des russischen Hochschulsystems entwickelt.
Neben der Gesamtkoordination von VALERU liegt der Hauptbeitrag des Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien (IMB) in der Mitarbeit an der Studie zu Validierungspraktiken in Europa sowie in der Unterstützung bei der anschließenden Entwicklung einer Methode für den russischen Hochschulkontext. Weiterhin ist das IMB an der Entwicklung und Durchführung von Trainings für zukünftige ValidierungsexpertInnen beteiligt und hat dazu auch das Design einer eLearning-Plattform entwickelt.