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Mit Mustersprachen die Welt besser machen
Konferenz PURPLSOC bündelt Konzepte für den gesellschaftlichen Wandel
07.11.2017
In den letzten zwei Jahrzehnten wird der Mustersprachen-Ansatz von Christopher Alexander, der aus der Architektur stammt, in einer wachsenden Anzahl von Bereichen wie Design, Management, Pädagogik und Gesundheitspflege verwendet. Durch dieses interdisziplinäre und partizipative Werkzeug eröffnen sich innovative Wege zum Sammeln und Kommunizieren von informellen Wissen. Bei der Konferenz PURPLSOC, die vom 19. bis 21. Oktober an der Donau-Universität Krems stattfand, fanden sich knapp 70 WissenschaftlerInnen aus aller Welt ein, um den Einsatz von Mustern für den gesellschaftlichen Wandel zu diskutieren.

Bereits zum zweiten Mal fand die Weltkonferenz PURPLSOC - eine Kooperation der Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien sowie Bauen und Umwelt – in Krems statt. Knapp 70 TeilnehmerInnen aus 13 Ländern und aus unterschiedlichsten Disziplinen kamen an die Donau-Universität, um den Mustersprachen-Ansatz drei Tage interdisziplinär zu begegnen. Im Fokus stand dabei gemäß dem Konferenzthema stets der gesellschaftliche Wandel bzw. der Einsatz von Mustern in den Organisationen der Zivilgesellschaft.

 

In den Bereichen Architektur und Design, Muster als Wissenschaft, Pädagogik und Gesellschaftlicher Wandel erreichten die OrganisatorInnen über 50 Einreichungen. Gemeinsam mit 5 Keynotes sowie Teambuilding-Games zwischendurch ergab sich ein dichtes Programm aus Talks, Posterpräsentation und Workshops.

 

Drei Tage volles Programm

Die PURPLSOC eröffnete mit einem öffentlichen Newcomers‘ Fair, also einer allgemein zugänglichen und kostenlosen Möglichkeit, Mustersprachen kennenzulernen. Richard Sickinger, Co-Organisator der PURPLSOC, bot in seinem Referat eine kurze Einführung in die Thematik. Max Jacobson, der Co-Autor von Christopher Alexanders berühmtem Werk "A Pattern Language", ging in der Eröffnungs-Keynote auf das Thema Schönheit in der Architektur ein. Als weitere Keynote-SprecherInnen folgten Linda Rising, Nick Seemann, Christian Kohls und Yodan Rofe. George Platts lockerte die Konferenz zwischendurch mit seinen Teambuilding-Games auf. Ein Highlight der PURPLSOC.
 

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Was sind Mustersprachen?

Der in Wien geborene Architekt Christopher Alexander, zu dessen akademischen Lebensstationen u.a. Cambridge, Harvard und Berkeley zählen, gilt als Vordenker und Begründer einer der bedeutendsten Mustersprachen unserer Zeit. Der Mustersprachen-Ansatz ist ein leistungsfähiges, interdisziplinäres und partizipatives Werkzeug zum Sammeln und Kommunizieren von informellem Wissen. Er verbindet drei Kernanliegen - Wissenskommunikation, Partizipation und
gestaltendes Handeln - und ermöglicht die Mit-Gestaltung von Gesellschaft und Welt durch die Schaffung neuer passender und authentischer Muster. Mustersprachen finden sich u.a in der Design- und Medienarbeit, in der Softwareentwicklung, im Management, in der Pädagogik und Gesundheitspflege sowie in zivilgesellschaftlichen Kontexten.

 

Wie geht es weiter?

Wie schon zuvor beim PURPLSOC Workshop 2014 und der PURPLSOC Weltkonferenz 2015 werden die Beiträge als Open Access Buch veröffentlicht. Dieses ist entweder als Print-on-Demand-Produkt, eBook oder als kostenloser PDF-Download verfügbar. Zusätzlich werden Video-Mitschnitte der Konferenz 2017 nach und nach auf der PURPLSOC-Website veröffentlicht.

Die nächste PURPLSOC ist für 2019 geplant. 2018 findet unsere Schwesternkonferenz PUARL zum wiederholten Male in den USA statt.

 

Downloads
 

Purplsoc Boa
Purplsoc Bookofabstracts Final