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Europe goes local
Europäische Jugendarbeit auf lokaler Ebene
24.04.2018
Außerschulische Jugendarbeit ist neben Familie und Schule ein wesentliches Element der Sozialisation von jungen Menschen. In Österreich ebenso wie auf EU-Ebene wird Jugendarbeit als wichtiger Raum für persönliche und soziale Entwicklung gesehen und auch politisch anerkannt. Die eigentliche Jugendarbeit findet aber meistens auf lokaler Ebene statt – und das soll im EU geförderten Erasmus+ Projekt „Europe goes local“ gefördert werden.

Facebook _c ZentnerDas Projekt „Europe goes local“ wurde im Jahr 2017 mit dem Ziel gegründet, Jugendarbeit nicht nur auf europäischer und auf nationaler Ebene anzuerkennen, sondern sie auch auf kommunaler Ebene zu fördern. Denn Jugendarbeit findet hauptsächlich im lokalen Rahmen statt: Seien es Jugendorganisationen oder das gemeindeeigene Jugendzentrum - nicht überall herrscht Verständnis für die notwendigen Rahmenbedingungen für Jugendarbeit. Dazu sollte aufgezeigt werden, welchen Nutzen Jugendarbeit für junge Menschen in der Gemeinde hat und auch welchen Wert Jugendarbeit für Städte und Gemeinden selbst haben kann.


Abwanderung: Jugendarbeit beugt vor
Am Beginn des Projekts stand daher ein Mapping von verschiedenen Ansätzen für Jugendarbeit und deren Bedeutung auf lokaler Ebene in den verschiedenen europäischen Ländern. Das Resultat: Außerschulische Jugendarbeit ist auf lokaler Ebene durch pädagogische und soziale Zugänge sehr vielfältig. Sie kann von Gemeindebediensteten betrieben werden oder von ehrenamtlich Tätigen, die von Gemeinden unterstützt werden. Es gibt Staaten in denen Kommunen verpflichtet sind, Jugendarbeit anzubieten und welche, in denen ohne Privatinitiativen gar keine Jugendarbeit stattfinden würde. Der Wert der Jugendarbeit wird nicht nur in einem non-formalen Lernraum für Jugendliche gesehen, sondern durchaus für die Gemeinde selbst: Durch Jugendarbeit wird die Kommune für junge Menschen interessanter und lebenswerter – und beugt so Abwanderung vor.


Vorschläge entwickeln
Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde beschlossen, einen Leitfaden für die Etablierung und Förderung von Jugendarbeit unter Einbeziehung möglichst vieler ExpertInnen und Berücksichtigung nationaler Besonderheiten zu entwickeln. Dazu werden in einem ExpertInnenteam – unter Beteiligung von MMag. Manfred Zentner vom Department für Migration und Globalisierung der Donau Universität Krems – zunächst Vorschläge entwickelt, die anschließend in den teilnehmenden Ländern unter Einbeziehung lokaler Fachkräfte und junger Menschen selbst überarbeitet werden. In einer weiteren partizipativen Redaktionsschleife soll bis 2019 das Endergebnis feststehen, das dann ermöglichen soll, Jugendarbeit auf lokaler Ebene qualitätsvoll aufzubauen.