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Forschungsprojekte

Informationsdesign, Usability und Netzwerkanalyse

Forschungsteam am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement

Das Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement beforscht derzeit fünf Themenschwerpunkte im Spannungsfeld zwischen Wissen, Kommunikation und Entscheidungen aus einer inter- und transdisziplinären Perspektive: (1) Information Visualization: Amplifying cognition with graphics and interaction (2) Socio-Cognitive Networks: Integrating cognitive processes and social interactions, (3) Multilayered Innovation Systems: Studying creative problem solving processes and the generation and diffusion of innovation, (4) Sustainable Resource Management: The global challenge of rising demand for natural resources und (5) Sustainable Digital Environments: The effects of digitalization as disruptive change to human-environment systems.
 

Von zentralem Interesse sind hierbei multidimensionale Innovationssysteme und deren Wirkungsdimensionen (sozio-kultureller, politisch-rechtlich-institutioneller, technologischer, ökonomisch-finanzieller, gestalterischer und ökologischer Natur) sowie damit in Verbindung stehende Kommunikationsprozesse. Dabei kommt ein breites Spektrum an quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden (=integrated mixed-methods approach) zur Anwendung. Diese Themen werden bereits in laufenden Forschungsprojekten (FWF, FFG, BM, AMIF) eingesetzt und sollen auch in geplanten Projekten verstärkt zum Einsatz kommen.
 

 

 

Aktuelle Forschungsprojekte

Dieses interdisziplinäre Projekt entwickelt und erforscht interaktive Informationsvisualisierungen für den Zugriff auf digitale kulturelle Sammlungen durch die breite Öffentlichkeit. Mithilfe von Raum-Zeit-Kuben sollen BesucherInnen dabei unterstützt werden solche Sammlungen zu explorieren, deren multidimensionalen Metadaten besser zu verstehen und ein integriertes mentales Modell davon aufzubauen. In einem benutzerzentrierten Designprozess werden Informationsvisualisierungen entwickelt und in einer Serie von Experimenten getestet.

Datenjournalisten stehen vor der Herausforderung, statistische Daten zu wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen in intuitiver und leicht verständlicher Art der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dabei hat dieses Unterfangen ein historisches Vorbild: Otto Neurath (1882-1945) entwickelte mit ISOTYPE (International System Of TYpographic Picture Education) eine Methode, statistische Informationen in bildhafter Form für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Im Projekt DJ ISOTYPE werden zeitgemäße Visualisierungen und Interaktionskonzepte auf Basis von Neuraths Ideen entwickelt und ihre Anwendbarkeit für den Datenjournalismus ausgelotet.

SPOC

Einer der wichtigsten Faktoren erfolgreicher Unternehmen ist gleichzeitig auch einer der am schwersten Fassbaren: die Organisationskultur. Hinter dem Schleier strategischer Ausrichtungen, finanzieller Kennzahlen und langfristiger Visionen, bestimmt sie maßgebend das Denken und das tagtägliche Verhalten der MitarbeiterInnen. Nur ein kleiner Teil der Organisationskultur ist direkt beobachtbar, der Großteil ist unbewusst und daher nur schwer zugänglich. Der Stellenwert einer funktionierenden Organisationskultur wird von vielen Unternehmen zwar erkannt, allerdings fehlt es an wissenschaftlich fundierten, quantifizierbaren Methoden zur Erfassung der unbewussten Anteile. Genau an dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt spoc an und entwickelt moderne, reaktionszeitbasierte Verfahren zur Untersuchung impliziter Einstellungen und Werthaltungen von Personen in Organisationen. Dadurch können Kulturphänomene und deren Veränderungen effizient erfasst werden und unterstützend in die Organisationsentwicklung einfließen.

GenderTime

Das EU-Projekt „GenderTime - Transfering Implementing Monitoring Equality“ widmet sich der Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. An 8 europäischen Forschungseinrichtungen werden Aktionspläne zur Gender-Gleichstellung entwickelt und implementiert. Wesentliches Ziel des Projektes ist dabei der Wissenstransfer hinsichtlich gendersensiblem Management zwischen den Projektpartnern, aber auch zu anderen Forschungseinrichtungen. Die Donau-Universität Krems übernimmt im Projekt die Evaluation von einer externalen Perspektive.

EXPAND

Das Forschungsprojekt EXPAND entwickelt neue Visual Analytics-Methoden um ForscherInnen, Führungskräften und politischen EntscheidungsträgerInnen einen Einblick in aktuelle Forschungs- und Technologie-Trends auf der Basis einer dynamischen Netzwerkanalyse von Patentdaten zu ermöglichen.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

ENA

Obwohl die Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation stetig zunehmen, bleiben persönliche Kontakte und Interaktionen für Wissensaustausch und Innovationen essentiell. Aus diesem Grund werden Konferenzen und Tagungen organisiert, um für Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsorten und Wissensfeldern einen gemeinsamen Raum des Erfahrungsaustauschs und der Etablierung neuer Kooperationen zu eröffnen.

INNOMAT 2

Das Projekt „INNOMAT. Innovativ und barrierefrei Ticket kaufen“ entwickelt einen barrierefreien Ticketautomaten. Dieser Prototyp soll die Bedürfnisse von technikfernen Personen, SeniorInnen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen bestmöglich beim Fahrkartenkauf unterstützen.

ViADUKT

ViADUKT entwickelt, ausgehend von interdisziplinären Erkenntnissen zur narrativen Informationsaufbereitung und –rezeption, ein Framework für die partizipative Gestaltung und iterativen Entwicklung von Intranetplattformen.

VIENA

Das Ziel des Forschungsprojekts *VIENA* (Visual Enterprise Network Analytics) ist die Entwicklung eines Software-Prototypen zur visuellen Netzwerkanalyse, der Change Prozesse in Organisationen sichtbar macht und unterstützt. Technische Basis ist die Methode der Dynamischen Netzwerkanalyse (DNA), die die Visualisierung von großen Daten- und Informationsräumen ermöglicht, sodass Team- und Organisationsdynamiken auf unterschiedlichen Ebenen analysiert werden können. Interaktive Visualisierungsmethoden werden explorative Analysen dieser Veränderungsprozesse unterstützen und so das Verständnis komplexer Organisationsdynamiken über ein benutzerfreundliches Interface ermöglichen.

InnoMat

Ziel des Projekts „INNOMAT – Innovativer barrierefreier Fahrkartenautomat“ ist es, Rahmenbedingungen für eine neue Fahrkartenautomatengeneration zu erarbeiten. Diese sollen anhand der Identifizierung von Problemen bei Handlungsabläufen bei der Bedienung von derzeit verwendeten Automaten mit Bezug auf die Bedürfnisse von technikfernen Personen bzw. Personen mit Mobilitätseinschränkungen entwickelt werden. Unter der Projektleitung der ÖBB Personenverkehrs AG erarbeiten die Firmen Verkehrspuls, Allied Panels und Plot, sowie der Forschungsbereich KnowComm benutzerorientierte Richt- und Leitlinien für eine neue Generation an Fahrkartenautomaten. Das Projekt wird im Rahmen der Programmlinie „Ways2go“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

DisCō

"DisCō"*) ist ein anwendungsorientiertes Forschungsprojekt und zielt auf die Entwicklung von Visual Analytics Technologien zur Untersuchung komplexer, zeitbezogener Informationen ab. Ziel ist die visuelle Erkundung und Kommunikation von komplexen zeitlichen Mustern in multigranularen und multivariaten Daten. Neben dem Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement sind auch das Department für Information and Knowledge Engineering der Donau-Universität Krems und die Firma XIMES GmbH mit ihrer Software Time Intelligence Solutions (TIS) an dem Projekt beteiligt. "DisCō" wird im Rahmen der Programmlinie "FIT-IT Visual Computing" des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) durchgeführt.
*) Das Wort "discō" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "ich lerne".

Prolix

Das Ziel des umsetzungsorientierten Projektes PROLIX besteht darin, Lösungen und Schnittstellen für bereits bestehende Software-Systeme zu entwickeln, die Geschäftsprozesse und adäquate Weiterbildungen von MitarbeiterInnen verbinden. Das Projekt wird durch die Europäische Kommission im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogrammes (Technology Enhanced Learning) gefördert.

INSAFETY

INfrastructure and SAFETY: Generell wird im Bereich der Straßeninfrastruktur der Einfluss von neuen Technologien auf die Sicherheit als hoch bewertet, die Umsetzung dieser Technologien schreitet jedoch langsam voran. Es liegt nahe, neue Technologien mit bereits erprobten infrastrukturseitigen Maßnahmen zu kombinieren. Das EU-Projekt In-Safety hat es sich zur Aufgabe gemacht, eben diese Schnittstelle an vier Pilotstandorten in Europa zu untersuchen und auf ihre Umsetzbarkeit hin zu bewerten. Ziel im Sinne des Konzeptes der „Self-explanatory Roads“ ist es, den Fahrkomfort durch selbsterklärende Straßenführung und verständliche, zeitgerechte Information (sei es im Fahrzeug selbst oder entlang der Route durch Wechselverkehrszeichen) zu erhöhen, damit Unsicherheiten zu reduzieren und die allgemeine Straßensicherheit zu verbessern. Einsatzmöglichkeiten und Kosteneffizienz der Maßnahmen werden als Empfehlungen den Autobahnbetreibern zur Verfügung gestellt. Das 3-Jahres-Projekt wird von der Europäischen Kommission im 6. Rahmenprogramm gefördert und startete im Februar 2005 mit einem Konsortium aus 30 Partnern in 12 europäischen Ländern.