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Transdisziplinäre Forschungsplattformen GovLabAustria Sustainable Digital Environment Lab Sustainable Mineral Resources Lab

Transdisziplinarität an der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung

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Die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, Digitalisierung, Wirtschaftskrisen, Migrationsbewegungen oder E-Governance: Die komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit erfordern es, vernetzt zu denken und die verschiedenen Wissenspotenziale aus Wissenschaft und Praxis zielgerichtet und prozessgeleitet miteinander in Beziehung zu setzen. Die Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung verfolgt daher in Forschung und Lehre über alle Departments hinweg den Grundsatz der Transdisziplinarität im Sinne eines wechselseitigen Lernprozesses von Wissenschaft und Gesellschaft, um einerseits Innovationen zu fördern und andererseits die gesellschaftliche Wirksamkeit zu erhöhen.


Nach dem Grundsatz des „Co-Leaderships“ wird von legitimierten VertreterInnen aus Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und/oder Wirtschaft die gemeinsame Verantwortung für ein transdisziplinäres Projekt übernommen. Entwickelt werden, anders als bei (auftragsgebundenen) Consultancy-Prozessen (welche etwa von Beratungsunternehmen erarbeitet werden), keine Lösungen, sondern robuste Handlungsszenarien für die jeweiligen Entscheidungsträger. Diese sind sowohl für die einbezogenen Entscheidungsträger als auch für andere von Nutzen.


In der Lehre wird der transdisziplinäre Ansatz in gemeinsamen Forschungsprojekten mit unseren Studierenden, über Vernetzung und die Entwicklung von kreativen Lehr- und Arbeitsmethoden gelebt. Da ein Großteil der Studierenden an der Donau-Universität Krems berufstätig ist, werden konkrete Fragestellungen aus der Praxis aufgenommen. Im Rahmen unserer Lehrveranstaltungen werden diese Fragestellungen inter- und transdisziplinär analysiert und die Studierenden können ihr Erfahrungs- und Praxiswissen mit dem Wissenschaftswissen in Beziehung setzen.
 

Im Bereich der Forschung wird Transdisziplinarität an der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung darüber hinaus im Rahmen der neu gegründeten Experimentierräume systematisch umgesetzt und erforscht. Derzeit wird in drei transdisziplinären Forschungslaboratorien diese Form der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis genutzt, um komplexe Fragestellungen der Zukunft zu untersuchen:

 

  •  Das GovLabAustria, das in Kooperation mit dem Bundeskanzleramt betrieben wird, stellt einen Experimentierraum für Fragestellungen zur öffentlichen Verwaltung dar.

  • Das transdisziplinäre Laboratorium für nachhaltige digitale Umgebungen (Sustainable Digital Environment TdLab) nimmt die Chancen der Digitalisierung in den Blick, aber auch die Herausforderungen sowie die damit verbundenen Maßnahmen, um die Resilienz zu erhöhen.
  • Das Laboratorium für die nachhaltige Nutzung mineralischer Ressourcen (Sustainable Mineral Resources TdLab) widmet sich dem Spannungsfeld der Nutzung und künftigen Verfügbarkeit von mineralischen Ressourcen.

 

Über die Laboratorien und am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems wird zudem daran gearbeitet, Transdisziplinarität als wissenschaftlichen Ansatz weiterzuentwickeln. Auch die Barrieren und Hindernisse für transdisziplinäre Prozesse werden dabei berücksichtigt.

 

Seite 2: Wissenschaftskonzept Transdisziplinarität