DEUTSCH
IT, Projekt- und Prozessmanagement MSc Management und IT Strategie, Technologie und Management IT-Consulting Information Security Management Supply Chain Management Industrial Maintenance Management Studienleitung und Beirat

Professional MSc Management und IT

Erfolgs-Stories unserer AbsolventInnen, Universitätslehrgang Management und IT

Wir haben AbsolventInnen gefragt, warum sie ihr Weg nach Krems geführt hat und welche beruflichen Veränderungen sich durch das Studium ergeben haben. Überdies geben sie zusätzlich noch einige Tipps für angehende Studierende, um Studium, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen.

 

 

 

1 Mathias Schorn 1557  Matthias Schorn: MSc oder MBA - warum nicht Beides!

 

Matthias Schorn, Berater bei SHS Unternehmensberatung, hat sich noch während eines Bachelorstudiums BWL für den Lehrgang Management und IT entschieden. Im Gespräch erklärt er uns, was ein Studium in Krems von einem Regelstudium unterscheidet und warum er nach dem MSc Management und IT auch noch den MBA Digital Corporate Governance absolviert hat.


Wie haben Sie den Weg an die Donau-Universität gefunden?
Ich bin durch ein Flugblatt auf eine Veranstaltung im WiFi Salzburg aufmerksam geworden. Ich dachte mir, das hört sich nicht unspannend an und habe den Vortrag besucht. Das Gesamtkonzept hat mich sofort begeistert und nach einem Gespräch in Krems war für mich klar, dass ich den Lehrgang machen werde.


Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, ein Studium beginnen zu wollen?
Ich habe direkt nach der Handelsakademie zu arbeiten begonnen. Die Idee, ein Studium zu beginnen, hat mich aber nie ganz losgelassen. Ich war zehn Jahre lang in einem Möbelunternehmen im Produktionsbereich tätig und habe vom Sachbearbeiter bis zur Betriebsleitung alle Positionen durchlaufen. Die Lust auf Weiterbildung war dann schon sehr groß. Ich hatte zwischenzeitlich schon mal ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft begonnen, nach drei Semestern ergab sich aber die Möglichkeit in Krems zu studieren. Das war dann einfach schlüssiger. Viele Inhalte aus dem Bachelor-Studium kennt man bereits, wenn man eine Handelsakademie absolviert hat.


Was sind die Unterschiede zwischen dem Regelstudium und den Lehrgängen in Krems?

Man kann es eigentlich nicht miteinander vergleichen. Die Lehrgänge in Krems sind komplexer als ein Regelstudium BWL. Die Inhalte sind stärker komprimiert, das Studium selbst hat eine völlig andere Struktur und setzt auf völlig andere Formen der Wissensvermittlung. Das ist schon sehr dicht, aber mit der richtigen Terminplanung lässt sich das bewerkstelligen. Für mich hat es sehr gut funktioniert. Im Endeffekt ist die Konzeption des Studiums schon genial.


Was reizt Sie am Thema Digitalisierung?
Man kommt einfach nicht mehr daran vorbei, weder im Privat-, noch im Berufsleben. Gerade für Unternehmen ist es gefährlich, sich nicht mit dieser Entwicklung zu beschäftigen. Digitalisierung ist keine kurzfristige Mode, sondern ein struktureller Wandel. Gerade bei KMUs gibt es aber oft noch keine Vorstellung von den Möglichkeiten, die diese eröffnet. Durch das Studium hat sich auch eine berufliche Veränderung ergeben. Mittlerweile bin ich für ein Beratungsunternehmen tätig. Ich bin zwar noch nicht so lange dabei, aber das Thema Digitalisierung ist immer zentral. Wenn bei unseren Kunden Prozesse scheitern, Abläufe nicht passen, der Informationsaustausch nicht funktioniert, dann liegen die Fehler meist darin begründet, dass Strukturen veraltet sind und Systeme und Tools zum Einsatz kommen, die nicht mehr state-of–the-art sind.


Sie haben sich in Ihrer Masterarbeit mit Open Innovation in KMUs beschäftigt. Was hat sie daran interessiert?
Ich habe lange in einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet und bemerkt, dass es bei vielen KMUs Defizite bei Innovationsthemen gibt. Großunternehmen haben finanziell andere Möglichkeiten, sind aber auch einfach besser vernetzt. Bei vielen KMUs herrscht eine veraltete Herangehensweise an Innovationsthemen vor. Innovation wird zwar oft in den Mund genommen, aber kaum betrieben. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, von Open Source über Crowdfunding und –sourcing, wie man mit geringem Mitteleinsatz viele Menschen einbinden und Meinungen einholen kann. Selbst in und um die Unternehmen ist so viel Wissen vorhanden, das nicht produktiv genutzt wird, weil kein Wissenstransfer stattfindet. Viele KMUs operieren nur innerhalb ihrer eigenen Strukturen und zapfen all diese Möglichkeiten nicht an, weil sie einfach nicht erkannt werden.


Welche Erfahrungen haben Sie in Krems gemacht?

Es war eine fordernde aber auch sehr spannende Zeit für mich. Ich habe es als willkommene Auszeit vom beruflichen Alltag wahrgenommen, Urlaub war es aber natürlich keiner. Auch die Zeit mit meinen Studienkollegen und –kolleginnen habe ich als sehr wertvoll erlebt und viele interessante Gespräche geführt und so neue Perspektiven dazugewonnen.


Sie haben ja nicht nur den MSc Management und IT (MIT), sondern auch den MBA Corporate Governance absolviert. Warum das?
Nachdem Lehrgang MIT war mein Leben schon auf diesen Studienbetrieb ausgerichtet. Die Erfahrungen aus dem ersten Studium haben es auch erleichtert, noch ein weiteres zu absolvieren. Konkret war ich einfach sehr an den Inhalten des MBA interessiert. Das waren teilweise neue Thematiken oder welche, die im Lehrgang MIT nicht in der gleichen Tiefe und Detailfülle behandelt wurden. Während im ersten Lehrgang vor allem die Themen Digitialisierung, IT und allgemeine BWL im Zentrum standen, ging es beim MBA verstärkt um das Thema Führung und allgemein stärker anwendungsorientierte Fragen.


Hätten Sie noch einen Tipp für angehende Studierende?

Das Wichtigste ist, einfach am Ball zu bleiben und den Zeitplan nicht aus den Augen zu verlieren. Das ist natürlich bei einem berufsbegleitenden Studium nicht ganz einfach. Es kann immer etwas passieren, was das Studium unterbricht oder verlängert. Mit ein bisschen Mut zur Lücke lassen sich aber alle Prüfungen und Deadlines noch beim ersten Termin bewerkstelligen. Man muss wirklich keine Angst haben, man kriegt das hin.

 

Jetzt Kompetenzen für das digitale Zeitalter erwerben - jetzt informieren!

back

 

 

 

Culver Melanie Culver, MSc: Wissenschaftliche Perspektive auf das Management


Mit dem Abschluss in einer HTL und elfjähriger Berufserfahrung hatte Melanie Culver ideale Voraussetzungen für den Universitätslehrgang Management und IT. Dieser hat ihr dabei geholfen, sich beruflich weiterzuentwickeln. Mittlerweile ist sie für eine internationale Organisation als IT-Projektmanagerin tätig.

 

Was hat für Sie den Ausschlag gegeben ein Studium in Krems abzuschließen?
Ich bin direkt von der Schule in die Privatwirtschaft gegangen. Studieren war aber immer ein Thema für mich. Die Idee, an drei oder vier Tagen in der Woche nach der Arbeit eine FH zu besuchen, hat mich aber von einem berufsbegleitenden Studium abgeschreckt. Ich konnte mir nicht vorstellen, während einem Vollzeit-Beratungsjob abends noch mit voller Konzentration an der Universität bzw. Fachhochschule zu sitzen. Da ich meine Zeit großteils selbst einteilen konnte, war die Kombination aus Präsenzzeit und Fernstudium  für mich sehr attraktiv. Die Einheiten in Krems waren auch eine willkommene Abwechslung zum beruflichen Alltag. Für mich war es immer sehr hilfreich abzuschalten, sich hinzusetzen und auf das Lernen zu konzentrieren. Bezüglich der Studieninhalte war der Lehrgang in Krems sehr attraktiv für mich, weil ich eine wissenschaftliche Perspektive auf das Management kennenlernen wollte. Natürlich lernt man auch Vieles in der Praxis, aber sich konzentriert und strukturiert mit diesen Inhalten auseinanderzusetzen ist ein komplett anderer Zugang.


Wie war es für Sie, erstmalig an einer Universität zu studieren?
Ich bin zunächst schon mit einer Portion Anfangsskepsis gestartet, ein gewisser Respekt vor dem Lernen und Prüfungen-Schreiben ist ganz normal, wenn man das seit elf Jahren nicht mehr gemacht hat. Nach dem ersten Semester war ich aber soweit drin, dass ich gemerkt habe, dass das gar nicht so schwierig ist und die Angst eigentlich unbegründet war.


Was haben Sie im Lehrgang als besonders bereichernd erlebt?

Ich bin nach wie vor superhappy, das Studium gemacht zu haben. Ich habe mich persönlich und fachlich weiterentwickelt, nicht zuletzt auch aufgrund des Austauschs mit den Kollegen. So habe ich Einblick in die Praxis unterschiedlichster Branchen erhalten, was enorm wertvoll ist, wenn man täglich mit Kunden arbeitet. Von den Vortragenden nimmt man natürlich auch viel mit. Denn es ist nicht so, dass man einfach nur drinnen sitzt und zuhört, es ist vielmehr ein gegenseitiger Gedankenaustausch zwischen allen Anwesenden. Das spannende an den Diskussionen war, dass darin viele Themen oder Aspekte zur Sprache kamen, die für mich neu waren und mich zum Denken angeregt haben. Das hilft dabei, über den eigenen Tellerrand zu blicken, was in einem so dynamischen Umfeld wie der Digitalisierung extrem wertvoll ist.


Gab es ein Erlebnis, das Sie noch besonders gut im Kopf haben?
Das Auslandsmodul in Boulder, Colorado, war für mich sehr spannend. Das ist zwar eigentlich Teil eines  MBA-Programmes, ich konnte mich aber dennoch anmelden. Es war einfach eine prägende Erfahrung, einmal an einer Universität im Ausland zu studieren und einen anderen Uni-Betrieb kennen zu lernen.


Womit haben Sie sich in Ihrer Masterarbeit beschäftigt?
Da ich selber einen technischen Background habe, wollte ich mit einem Thema beschäftigen, das dem auch entspricht: Meine Wahl ist darum auf Open Data-Plattformen und deren Integration in Data-Warehouse-Systems gefallen. Auch darum, weil mir dieses Themenwahl erlaubt hat, den Proof-of-Concept selbst antreten zu können. Ich wollte bewusst etwas machen, das nicht so viel mit meinem Alltag zu tun hat, um etwas zu lernen, mit dem ich mich sonst nicht beschäftigt hätte. Zudem stehen die Chancen nicht schlecht, dass sich das in mein weiteres Berufsleben einbringen kann, da es sich dabei um technisches Neuland handelt.


Wie hat sich Ihre berufliche Situation verändert?
Ich bin durch das Studium sicherlich nochmal gereift und das hat mir dabei geholfen zu erkennen, wo ich hinwill. Ich bin im fachlichen und nicht im disziplinarischen Management tätig und habe gemerkt, dass ich doch etwas Anderes machen will. Einen akademischen Abschluss vorweisen zu können, hat es mir darüber hinaus erlaubt, mich für meinen aktuellen Job bewerben zu können. In der Organisationkultur meines aktuellen Arbeitgebers nimmt der Abschluss einen hohen Stellenwert ein. Man war dort zwar etwas erstaunt darüber, dass ich einen Master, aber keinen Bachelor habe. Das ließ sich aber rasch aufklären und war auch letztendlich kein Problem.


Haben Sie noch einen Tipp für angehende Studierende?
Mir hat es sehr geholfen, Teil einer Lerngruppe zu sein.  Da in meinem Lehrgangsjahr viele Studierende aus Wien stammten, haben wir uns einfach dort getroffen, um gemeinsam zu lernen. Wir sind gemeinsam Texte durchgegangen und haben Fragen beantwortet. Das kann ich sehr empfehlen, weil man so unmittelbar Feedback bekommt und sich nicht allein zum Lernen motivieren muss.


Jetzt Kompetenzen für das digitale Zeitalter erwerben - jetzt informieren!
 

back

 

 

 

Albrecht 1  Alexander Albrecht, MSc: Über Krems in die Selbstständigkeit

 

Die digitale Welt hält nicht nur Unsicherheiten, sondern auch Chancen bereit. Alexander Albrecht  ergriff diese und nutzte den Lehrgang in Krems als Sprungbrett in die Selbständigkeit. Mit seinem Unternehmen Datenschutz.Agency berät der zertifizierte Datenschutzbeauftragte und Informationssicherheitsmanager Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen.

 

Warum haben Sie sich für Krems entschieden?
Die Entscheidung für das Studium habe ich einem ehemaligen Arbeitskollegen zu verdanken. Er brachte mich auf die Idee und hat auch mit mir gemeinsam das Studium begonnen. Meine persönlichen Beweggründe waren einfach: Wille zur Weiterbildung und Erweiterung des eigenen Horizonts, Alter „Ü40“, berufliche Anstellung unsicher, Interessensgebiete, wie Informationssicherheit und Datenschutz, vorhanden, ein entsprechender Qualifikationsnachweis, wie etwa ein einschlägiger Studienabschluss, dagegen nicht. Für Krems sprachen einerseits positive Erfahrungen aus meinem Bekanntenkreis, aber auch die günstige Lage und das für mich akzeptable Preis-Leistungs-Verhältnis.


Welche Erfahrungen haben Sie in Krems gesammelt?

Viele und hauptsächlich positive. Einerseits bin ich hier auf viele engagierte Kommilitonen aller Alters- und Berufsgruppen getroffen. Andererseits aber auch auf abgehobene und eingebildete, im Elfenbeinturm wohnende Wichtigtuer, denen ich aber dank meines Studienbeitrags „als Kunde“ offen meine Meinung sagen konnte (lacht). Gesamt hat das eine Situation geschaffen, in der ein motiviertes Lernen auf hohem Niveau stattgefunden hat. Gerade auch den intensiven Austausch mit meinen Kollegen und das gemeinsame Lösen der gestellten Aufgaben, habe ich als bereichernd erlebt. Es war auch spannend zu sehen, wie Teamwork dank neuer Medien lokal ungebunden funktionieren kann.


Sie haben sich im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit mit der Datenschutz-Grundverordnung beschäftigt. Wie kam es dazu?

Als Techniker hat mich immer schon nicht nur das bloße Umsetzen einer Lösung interessiert, sondern auch die Gründe, die für eine Variante und gegen eine andere sprechen. Für mich steht beim Thema Datenschutz der Mensch, seine persönliche Einstellung und sein Arbeitsumfeld im Mittelpunkt. Diese sehr abstrakte Thematik mit technischen Mitteln, wie ISO-Normen und BSI-Grundschutz zu behandeln, hat mich einfach fasziniert. Dieses Gefüge aus philosophischen Aspekten in Kombination mit Datenschutz als europäischem Grundrecht ist durch viele Spannungsfelder geprägt, bietet aber auch einer Vielzahl unterschiedlicher Lösungsansätze Platz.


Wie hat sich Ihre berufliche Situation durch das Studium verändert?
Ich habe mit über vierzig aus mehreren Job-Angeboten wählen können. Dies hängt natürlich auch mit den aktuellen Entwicklungen rund um die Datenschutzgrundverordnung zusammen, in der meine Kompetenzen als zertifizierter Datenschutzbeauftragter und Informationssicherheitsmanager stark nachgefragt werden. Aktuell bin ich mit meinem Unternehmen Datenschutz.Agency auf einem guten Weg. Meine Kunden kommen aus allen Branchen und sind breit gefächert. Vom Einzelhandel bis hin zu internationalen Konzernen aus Zentraleuropa, Großbritannien und Asien. Wenn die Auftragslage weiterhin so erfolgreich bleibt, muss ich ernsthaft über die Umwandlung in eine GmbH nachdenken – schon allein aus Gründen des Risiko- und Haftungsmanagements.


Welchen Tipp hätten Sie für zukünftige Studierende?
Die Familie ist der entscheidende Faktor. Wenn man keine Unterstützung durch seine Familie hat, ist es zwar nicht unmöglich, aber schmerzhaft. Wobei ich als „Unterstützung“ verstehe, sich für die Zeit des Studiums persönlichen Freiraum zum Lernen und Nachdenken nehmen zu können. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Wenn man einen Arbeitgeber hat, der einen bei der Weiterbildung aktiv unterstützt und sich teilweise vom Job freistellen lassen kann, stellt sich die Situation anders dar. Bei mir war das aber nicht der Fall, was aber auch kein Hinderungsgrund für das Studium war. Das Ausmaß der Unterstützung ist ja auch ein Ausdruck der Wertschätzung, die man als Mitarbeiter erfährt. Das hat mir eher die Augen geöffnet und mich bewogen „zu neuen Ufern“ aufzubrechen. Berufliche Veränderung ist aber natürlich selbst wieder eine Entscheidung, in der die Familie eine zentrale Rolle spielt.


Welches Erlebnis während des Studiums ist Ihnen besonders gut in Erinnerung geblieben?

Die Erkenntnis, dass Prüfungsangst nie vergeht, egal wie alt man wird. Jede Prüfung war eine Fahrt durch das Tal der Tränen, aber wenn man es geschafft hat, ist das großartig. – Man muss sich das ganze Leben lang ernsthaft anstrengen und neu genießen können.

 

back

 

 

 

61 Christiane Ulbrich Sk2017 1   Christiane Ulbrich: Den Kunden einen Schritt voraus

                                    

Im Bereich der Vertriebskonzepte hat die Digitalisierung fast schon eine kleine Revolution ausgelöst. Für Christiane Ulbrich, Vertriebsleiterin, "mein Titel ist: Senior Sales Managerin", bei T-Systems, bot das Studium die Möglichkeit, Herausforderungen und Pläne ihrer KundInnen besser kennen zu lernen. In Ihrer Abschlussarbeit geht sie der Frage nach, was das für den Fachvertrieb ihres Arbeitgebers bedeutet.

 

Was hat Sie an die Donau-Universität Krems geführt?
Für mich war einfach der Hauptgrund, dass ich etwas lernen wollte. Dass der Lehrgang mit einem akademischen Grad endet, ist natürlich begrüßenswert. Das ist ja in Deutschland und auch in Österreich nach wie vor wichtig. Gerade im Bereich der Digitalisierung, in dem ich tätig bin, merke ich, dass das für viele Menschen ein nebulöser Begriff ist und sie keine Vorstellung von meinen Tätigkeitsinhalten und Qualifikationen haben. Da ist es definitiv vorteilhaft, auch einen einschlägigen Abschluss vorweisen zu können. Daher habe ich nach einem Lehrgang gesucht, bei dem ich wirklich etwas Neues lernen würde, der mit einem entsprechenden Abschluss endet und für den ich meine Berufstätigkeit nicht aufgeben muss. Mittlerweile gibt es auch zwei Studiengänge in Deutschland, die dauern aber jeweils fünf Jahre, wofür ich persönlich keinen Nerv gehabt hätte. Nach intensiver Recherche bin ich auf die Donau-Universität Krems gestoßen.


Welche Erfahrungen haben Sie im Studium gesammelt?
Eigentlich fast nur positive. Durch die Bank waren alle Vortragenden top. Das variiert natürlich auch immer, abhängig von den eigenen Interessensgebieten. Ganz toll ist aber, dass die Vortragenden auch aus der Praxis kommen. Die haben alle sehr viel Erfahrung am Kunden und haben diese auch in den Lehrgang eingebracht. Dadurch gab es immer einen engen Bezug zur betriebswirtschaftlichen Realität. Da ich selbst im Vertrieb tätig bin, konnte ich auch vieles aus den Gesprächen mit meinen Kollegen mitnehmen. Die Mitstudierenden kommen fast alle aus Unternehmenssparten, die ich als Kunden betreue. Für mich war es daher interessant zu sehen, welche Entwicklung bei denen stattfindet und wo die hinwollen. Das ist natürlich auch eine ganz andere und weniger formale Situation als ein Kundentermin, sondern eben ein Gespräch unter Kollegen.


Welches Erlebnis haben Sie besonders gut im Gedächtnis behalten?
In einem der letzte Blöcke gab es einen Strategie-Workshop, der mittels Lego Serious Play* organsiert wurde. Das fand ich sehr gut. Der Dozent ist auch selbst als Berater in einem Strategieprojekt für ein Telekommunikationsunternehmens tätig und brachte entsprechende Hands-On-Erfahrung mit. 


Mit welchem Thema beschäftigen Sie sich in Ihrer Masterarbeit?
Im Moment verändert sich die Rolle des Fachvertriebs durch die Digitalisierung stark. Mein Unternehmen beschäftigt sich ebenfalls mit Chancen und Möglichkeiten des Partnervertriebs. Darum habe ich entschlossen, meine Firma zu untersuchen und konnte die Geschäftsführung für diese Idee gewinnen. Das hat zudem den Vorteil, dass ich Zugang zu Daten bekomme, die Unternehmen nicht ohne weiteres herausgeben. Zudem kann ich interne Ressourcen, wie die Befragungsplattform, nutzen. Ich bin schon gespannt, ob man sich für die Studie interessiert und ob Sie jemand verwerten will. Sobald die Arbeit verteidigt ist, werde ich mit unserem CIO darüber sprechen.


Wie hat sich Ihre berufliche Situation verändert?
Ob ich mit dem den Abschluss an der Donau-Universität jetzt im Job weiterkomme, kann ich noch gar nicht sagen. Das war aber auch nicht mein Antrieb den Lehrgang zu absolvieren. Ich wollte einfach lernen und ich merke, dass ich einfach sehr viel neuen Input erhalten habe. Wenn ich mich mit einem Kunden unterhalte, ist das immer gut, wenn der den Eindruck hat, ich bin ihm einen Schritt voraus. Die Digitalisierung folgt keinem festgelegten Entwicklungsplan. Keiner kann genau sagen, in welche Richtung und wie weit es geht. Es gibt auch keine schulbuchmäßigen Konzepte oder Modelle, um sie und ihre Auswirkung aufzuarbeiten. Da ist es einfach gut, einen gewissen Wissensvorrat mit unterschiedlichen Analysewerkzeugen und Theorien zu besitzen, um die Digitalisierung in ihrer Dynamik greifbar zu machen.


Hätten Sie vielleicht noch einen Tipp für angehende Studierende?
Ich habe den Austausch mit meine Mitstudierenden als sehr inspirierend und auch lehrreich erlebt. Ich bin selbst Teil einer Gruppe von Kommilitonen, die sich regelmäßig austauschen. Das ist gerade bei der Masterarbeit eine große Hilfe – wenn man Fragen zur Arbeit hat oder jemand ein Kapitel durchsieht und Feedback gibt. Es macht es auch einfacher Deadlines einzuhalten, wenn man sich gegenseitig motivieren kann und man weiß, man sitzt nicht als Einzige am Schreibtisch. Für eine gute Abschlussarbeit ist es natürlich wichtig, einen engagierten Betreuer zu haben - daneben aber noch ein paar Mitstreiter um sich zu scharen, schadet aber keinesfalls.

 

*   [Anm.: Lego Serious Play ist eine Methode bei in einem moderierten Prozess mithilfe spezieller LEGO-Bausteine unternehmerische Probleme gemeinsam gelöst werden.]

 

 

back

 

 

 

Kronberger.jpg  Dominik Kronberger: Studieren auf Augenhöhe

 

Die Digitalisierung verändert das Umfeld und Tagesgeschäft vieler Unternehmen. Dominik Kronberger, IT-Projektmanager bei DXC Technology, hat sich dafür frische Impulse bei seinem Studium an der Donau-Universität Krems geholt. Warum das eine komplett andere Erfahrung als bei seinem Erststudium war, erklärt er im Interview.

 

Warum haben Sie sich für Krems entschieden?
Mit dem Gedanken, eine akademische Ausbildung abzuschließen, spiele ich schon länger. Ich habe in den 1990er Jahren Wirtschaftsinformatik studiert, nebenbei zu arbeiten begonnen und das Studium dann nicht mehr fertiggemacht. Ich bin jetzt schon lange Zeit in verschiedenen Projekten bei einem Kunden tätig. Dabei habe ich bemerkt, der Beratungsaspekt geht allmählich verloren und ich erfülle „nur“ mehr eine Linienfunktion. Das war für mich ein sicheres Anzeichen, dass ich etwas machen muss, um wieder eine andere Perspektive zu bekommen. Ich habe dann nach einem Lehrgang gesucht, der sowohl Technik- als auch Management-Aspekte behandelt. Schließlich bin ich bei der Infoveranstaltung in Krems gelandet und habe die Gelegenheit genutzt, mir einen Vortrag von Prof. Nikolaus Forgó anzuhören. Als der vorbei war, habe ich begeistert meine Frau angerufen und ihr gesagt, dass ich den Lehrgang machen werde.


Welche Erfahrungen haben Sie im Lehrgang gesammelt?
Mir ist vor allem bewusst geworden, dass ich mit 19 noch nicht wirklich reif für eine akademische Ausbildung war, selbst wenn das mit dem Lernen früher schon noch einfacher war. Einerseits ist man Mitte Vierzig einfach an einem anderen Punkt in seinem Leben, andererseits ist es auch eine ganz andere Art zu studieren. Als Student an der Uni, gerade wenn man noch jung ist, fühlt man sich schnell und recht einseitig als Bittsteller. In Krems war das ein Studieren auf Augenhöhe, wo jeder seine Erfahrungen mit- und einbringt. Es war auch ein gelungener Mix von Vortragenden aus Wissenschaft und wirtschaftlicher Praxis. Inhaltlich hat es meine Erwartungen erfüllt und es war insgesamt einfach ein sehr positives Erlebnis. Der Folder des Lehrgangs war kein „Marketing Gag“, ich habe das bekommen, wofür ich bezahlt habe.


Gibt es ein Erlebnis, das Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Das Seminar von Prof. Forgó war auch während des Studiums ein Highlight. Da war der Seminarraum schon fast eine Stunde vor Seminarbeginn gut gefüllt, weil viele Studierende die „Hausübung“ gemeinsam erledigen wollten. Das war eher unüblich, zeigt aber, wie motiviert viele der Studierenden waren. Ansonsten hat mir persönlich das Projektfach „Digital Governance“ sehr gut getan. Das war eine tolle Vorbereitung auf die Masterarbeit, vor allem für jene, die schon länger vom akademischen Arbeiten weg sind. Viele haben das Fach zwar sehr kritisch beurteilt, weil der Aufwand wirklich hoch war. Aber ich bin nicht an die Donau-Universität gekommen, um mir einen Titel „abzuholen“. Ich bin 44 Jahre alt, im Beruf habe ich erreicht, was ich erreichen wollte. In Krems wollte ich mich vor allem persönlich weiterentwickeln. Aufwand war für mich darum nicht der Maßstab.


Wie organisiert man das Studium am besten?
Natürlich muss man das Studium auch mit Familie und Job vereinbaren können. Ich bin meinem Unternehmen sehr dankbar, dass es mich unterstützt hat und ich eine Bildungsteilzeit in Anspruch nehmen konnte. Das kann ich wirklich jedem nur empfehlen. Mein Kunde und auch meine Kolleginnen und Kollegen haben sich aber darauf einstellen müssen, dass ich nicht mehr rund 50 Stunden in der Woche verfügbar bin. Jetzt sind es drei Tage die Woche, zwei sind für die Masterarbeit reserviert.
 

Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Masterarbeit?
Ich wollte ursprünglich über Digitalisierung im österreichischen Schienenverkehr schreiben. Da sich kürzlich aber eine neue Chance bzw. Herausforderung in meinem Unternehmen ergeben hat, habe ich das Thema noch einmal geändert und werde mich nun mit der Digitalisierung im österreichischen Gesundheitswesen beschäftigen. Im Moment bin ich gerade noch dabei, das Thema zu präzisieren und bearbeitbar zu machen. Gerade in diesem Umfeld gibt es aktuell viele spannende Entwicklungen. Es war aber sehr hilfreich, dass der Themenwechsel beim Lehrgang organisatorisch so rasch und einfach über die Bühne ging.
 

Wie hat sich Ihre berufliche Situation mit dem Studium verändert?
Durch mein Studium sehe ich die Welt wieder mit „wacheren“ Augen. Viele Themen, von den betriebswirtschaftlichen Grundlagen bis hin zu den technologischen Veränderungen, sind unmittelbar relevant für meine berufliche Praxis und haben dazu geführt, dass ich viele Prozesse und „Lösungen“, die sich über die Jahre „eingeschliffen“ haben, kritisch hinterfrage. Das hat anfangs nicht jedem gefallen, aber mittlerweile hat der eine oder andere darin einen Mehrwert erkannt. Das hat natürlich auch für unseren Kunden Veränderungen mit sich gebracht und gleichzeitig auch eine neue Form des Dialogs ermöglicht.


Hätten Sie vielleicht noch einen Tipp für angehende Studierende?

Ein berufsbegleitendes Studium ist zeitintensiv. Da stellt sich oft die Frage, wie man diese bestmöglich nutzen kann. Statt Musik höre ich jetzt überwiegend „schlaue Bücher“ und bin zu einem begeisterten Hörbuchhörer geworden. Überwiegend ist das englischsprachige Fachliteratur, der kann man auch beim Laufen oder am Ergometer leichter folgen als der deutschsprachigen. Ich habe damit eine neue Art zu lernen entdeckt und riesig davon profitiert.

 

back

 

 

 

Vojanec Bernd     Bernd Vojanec: Win-Win für Arbeitnehmer und –geber

 

Die Digitalisierung führt zu massiven Veränderungen am Arbeitsmarkt und eröffnet vielfältige Karrierechancen, denn um die Herausforderungen der Digitalisierung meistern zu können, brauchen Unternehmen hochqualifizierte MitarbeiterInnen. Das gilt insbesondere für Industrie 4.0 Unternehmen. Bernd Vojanec, Mitarbeiter im Bereich Smart Products und data-driven Services der WITTENSTEIN SE, hat sich Im Rahmen seiner Master-Thesis mit Standarisierungsfragen im Kontext von Industrie 4.0 Technologien beschäftigt. In Zusammenarbeit mit seinem Arbeitgeber hat er ein entsprechendes Vorgehens-modell entwickelt. Im Gespräch verrät er, was es damit auf sich hat und was er sonst noch von seinem berufsbegleitenden Studium mitgenommen hat.

 

Womit haben Sie sich in Ihrer Abschlussarbeit beschäftigt?

Ich habe mich mit der Frage beschäftigt, wie und unter welchen Voraussetzungen das Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI4.0) in Unternehmen angewendet werden kann. Das ist aktuell nicht ausreichend untersucht. Die Plattform Industrie 4.0 hat bereits im April 2015 RAMI4.0 veröffentlicht. Hersteller von Industrie 4.0-Produkten stehen aber nun vor der Herausforderung, dieses Modell für die gezielte Weiterentwicklung der eigenen Produkte zu nutzen. Die Allgemeinheit des Modelles erlaubt allerdings keine direkte praktische Anwendung, sondern macht eine produkt- und unternehmensspezifische Anpassung notwendig. In Kooperation mit meinem Unternehmen habe ich ein Vorgehensmodell entwickelt, das gleich mehrere Ziele verfolgt: Die Ableitung von Handlungsfeldern und Maßnahmen, die Identifikation innerbetrieblicher Implikationen und die Förderung des Praxistransfers der Standardisierungsarbeiten im Maschinen- und Anlagenbau. So leistet das Modell nicht nur innerbetrieblich einen wichtigen Beitrag, sondern auch in der Entwicklung branchenweiter Standards und so letztlich zur Verwirklichung von Industrie 4.0 Technologien allgemein.
 
Wie hat sich Ihre berufliche Situation durch das Studium verändert?

Da hat sich gleich zu Beginn des Studiums einiges getan: Ich war Projektleiter in der IT-Abteilung und bin dann in das Digitalisierungs-Center gewechselt. Das hat sich von den thematischen Schwerpunkten einfach sehr gut mit den Inhalten des Studiums ergänzt. Vom Studium selber habe ich viele neue Impulse erhalten und konnte viele Dinge mitnehmen, die für meinen beruflichen Alltag unmittelbar relevant sind, etwa wie man in der schnelllebigen Digitalisierung tragfähige Zielbilder und Roadmaps entwickelt. Im Studium und in den Gesprächen mit den Studienkollegen lernt man auch andere Zugänge zu Digitalisierung kennen. In einem Industrie 4.0 Unternehmen, wie das in dem ich tätig bin, gibt es einfach einen anderen Blick darauf als in Telekommunikations- oder Beratungsunternehmen. Das ist aber wiederum für meine Firma eine sehr wertvolle Perspektive und hilft mir selbst dabei, meine Arbeit gut zu erledigen. Und natürlich ist man durch das Studium auch noch einmal persönlich gewachsen.

 

Welche Erfahrung haben Sie besonders gut im Gedächtnis, wenn Sie an Ihr Studium denken?
Das gesamte Mindset in meiner Studiengruppe hat mir sehr imponiert. Dass man an Themen auch nach der Vorlesung noch dranbleibt, auch nach der Einheit darüber spricht und sich am Wochenende bei den Projektarbeiten am Telefon weiter austauscht. Es hat zu jedem Zeitpunkt eine produktive Arbeitsatmosphäre vorgeherrscht. Das war für mich auch ein wichtiger Erfolgsfaktor, um alle Herausforderungen während des Studiums bewältigen zu können.

 

Wie haben Sie Beruf und Studium vereinen können?
Ich habe mich bereits im Vorfeld mit meinem Arbeitgeber abgestimmt. Ich habe Bildungszeit in Anspruch genommen, den Urlaub für das Studium aufgewendet und angehäufte Überstunden abgebaut. Bei meiner Abschlussarbeit habe ich ein Thema gewählt, das unmittelbare Relevanz für meinen Arbeitgeber besitzt und konnte so bereits während der Arbeitszeit einiges für diese erledigen.  Ansonsten habe ich mir zwei bis drei Abende pro Woche und den Samstag freigehalten, um für das Studium zu lernen und um an Studienprojekten zu arbeiten. Wenn man da einmal reingefunden hat, geht es eigentlich ganz gut.
 

Wie sind Sie auf die Donau-Universität aufmerksam geworden?

Es gibt eine Kooperation mit dem Zentrum für Weiterbildung der IHK Heilbronn Franken. Ich habe dort eine Ausbildung zum Fachinformatiker und anschließend zum IT-Projektleiter gemacht. Einer meiner Dozenten hat mich auf die Kooperation mit der Donau-Universität Krems und die Möglichkeit eines weiterführenden, berufsbegleitenden Studiums aufmerksam gemacht. Ich habe mich dann bei Bekannten über den Studiengang erkundigt. Neben deren Empfehlungen hat für mich der Umstand, an einer staatlichen Universität einen Abschluss zu machen, den Ausschlag gegeben. Bei vielen privaten Unis weiß man nicht, was der Abschluss wert ist. Beim Department für E-Governance konnte ich mir aufgrund der Akkreditierung aber sicher sein, dass er Gewicht hat und auch international zählt.
  

Wie haben Sie Ihre Zeit in Krems erlebt?

Die Präsenzphasen waren immer speziell. Zuerst bereitet man sich einen Monat lang zuhause vor und dann kommt man nach Krems, wo man dann wirklich den Kopf frei hat für das Studium. Am Campus herrscht eine sehr angenehme und konzentrierte Atmosphäre. Wenn man dann abends auch einmal ein bisschen länger zusammensitzt, dann ist der beruflich Alltag recht weit weg. Gerade im Sommer ist es besonders schön in Krems zu sein und mit den anderen Studierenden den Tag ausklingen zu lassen.
 

 Jetzt Kompetenzen für das digitale Zeitalter erwerben - jetzt informieren!