Über das Studium

Der Universitätslehrgang „Professional MSc Management und IT“ ist modular aufgebaut und dauert berufsbegleitend 4 Semester. Er schließt mit dem Master of Science ab und bietet eine hochkarätige Weiterbildung an der Schnittstelle zwischen Technologie und Management. Im Fokus stehen die aktuellen Herausforderungen und unterschiedlichen Problemfelder der Digitalisierung.

In den ersten beiden Basissemestern (Kerncurriculum) wird anwendungsorientiertes Managementwissen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften sowie managementrelevante Fachgebiete des strategischen Controllings, Wirtschafts- und Informationsrechts, der Volkswirtschaftslehre sowie der IT-Governance und des modernen IT-Managements vermittelt. Die Konsequenzen des digitalen Wandels für Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft ist der rote inhaltliche Faden.

Im dritten Semester entscheiden sich die Studierenden – je nach ihrer Berufsorientierung – für ein frei wählbares Spezialisierungssemester. Der Universitätslehrgang schließt im vierten Semester mit der Master-Thesis ab.

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Aufbau Professional MSc Management und IT - dieser wird nachfolgend noch textlich beschrieben.

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Inhalte Spezialisierung "Supply Chain Management"

Logistik und damit auch Supply Chain Management (SCM) unterliegen einem stetigen Wandel. Die Digitalisierung und Trends wie Industrial Internet of Things (IIoT), Nachhaltigkeit oder autonome Transportmöglichkeiten sind nur einige Faktoren, die Einfluss nehmen.

Dies stellt Unternehmen vor die Frage, was sich ändern muss, um die Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft zu erhalten und welche Ressourcenpotenziale durch eine optimierte Verkettung der gesamten Wertschöpfungskette realisiert werden können.

Schwerpunkte hierbei sind beispielsweise Lean Production, Industrie 4.0, Digitalisierung, Supply Chain-Optimierung und Risk Management, Green Logistic, Dispositionsmodelle, Grundlagen der Produktionsplanung und vieles mehr.

Vier anwendungsorientierte Module werden in dem Spezialisierungssemester angeboten:

Beschaffung

Inhalte

Die Produktion heutiger Unternehmen baut auf einer komplexen Kette an Zulieferern auf, die sehr sensibel auf Störungen und Unterbrechungen reagiert. Daher sind gewisse Puffer und Zwischenlager für Rohstoffe und Produkte notwendig und auch die Wahl von geeigneten Beschaffungs- und Lagerhaltungsstrategien ist wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

 

Herausforderungen hierbei sind beispielsweise eine hohe Kapitalbindung, lange Durchlaufzeiten oder eine zu geringe Flexibilität. Aber auch strukturelle Zwänge wie baulich begrenzte Lagerkapazitäten, lange Materialflusswege, mangelnde Erweiterungsmöglichkeiten am Produktionsstandort, etc. zeigen bestehenden Beschaffungsmodellen ihre Grenzen auf.

 

Themen: Dispositionsmodelle, Bedarfsbestimmung, Beschaffungsarten und Lagerhaltungskonzepte, Make or Buy-Entscheidungen, Optimierung, Produktionskonzepte, Fabrikplanung

Produktion

Inhalte

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und nachhaltig Kosten zu senken, genügt es nicht, einzelne Prozesse zu verbessern, sondern Wertschöpfungsketten müssen ganzheitlich betrachtet werden. Die voranschreitende Digitalisierung spielt auch bei Material-, Informations- und Datenflüssen sowie Produktionsprozessen eine entscheidende Rolle.

 

In diesem Modul lernen Sie unter anderem methodische Zugänge für die Analyse und Optimierung der Produktion kennen, zum Beispiel mittels Wertstromdesign, sowie die wichtigsten Prinzipien des Lean Managements und die Vermeidung von Verschwendung in innerbetrieblichen Abläufen. Im Umfeld zunehmender Digitalisierung bieten auch kognitive und digitale Assistenzsysteme in Produktion und Logistik vielversprechende Optimierungsmöglichkeiten.

 

Themen: Lean Production, Wertstromdesign, Vermeidung von Verschwendung, Industrie 4.0, Assistenzsysteme, Praxisbeispiele

Distribution

Inhalte

Im Modul Distribution wird Ihnen wichtiges Wissen für Planung, Optimierung, Evaluierung und Controlling von Distributionsnetzwerken, Supply Chains sowie den darin verankerten Logistikzentren vermittelt. Hierzu werden entsprechende Modelle, Methoden und Vorgehensweise präsentiert.

 

Im Themenblock Supply Chain-Optimierung beschäftigen Sie sich zum Beispiel mit den Herausforderungen beim Management von Lieferketten durch fehlende gemeinsame Planung oder langsame Reaktionsfähigkeit durch verzögerten Informationsaustausch sowie Liefervorlaufzeiten und nicht zuletzt mit den Auswirkungen von Nachfrageschwankungen auf Bestände (u. a. Bullwhip-Effekt) und Versorgungssicherheit. In die Praxis führen das Planspiel „The Beer Distribution Game“ sowie das Thema Supply Chain Risk Management.

 

Des Weiteren beschäftigen Sie sich bei der Lagerplanung und -optimierung mit der systematischen Planung von hocheffizienten Logistikzentren. Praxisbeispiele, Einzel- und Gruppenaufgaben stellen den Transfer in das eigene Unternehmen der TeilnehmerInnen sicher. Zudem werden Ansätze und Methoden zur Optimierung von Distributionsnetzwerken vorgestellt, wie zum Beispiel die Standortwahl für Logistikzentren sowie die Einbindung und das Management von Logistikdienstleistern. Dabei spielt Outsourcing von Logistikdienstleistungen und das zugehörige Controlling eine große Rolle – inklusive Optimierungsansätzen wie ECR oder Nachhaltigkeitsbewertungen.

 

Themen: Supply Chain-Optimierung, Bullwhip Effekt, Supply Chain-Risk Management, Lageroptimierung, Kommissionierleistung, Technologieauswahl, Netzwerkplanung

Planning

Inhalte

Gerade in Zeiten schwankender Auftragslagen sind minimale Produktionskosten und hohe Produktivität bei maximaler Qualität gefragt. Flexibilität ist dabei ein wichtiger Faktor. Neben den Grundlagen zur Auftragsabwicklung und Produktionsplanung werden in diesem Modul wichtige produktionslogistische Zusammenhänge diskutiert, und die Bedeutung von Engpässen im Rahmen von Planspielen wie „Production Dice Game" sowie unterschiedliche Methoden zur Analyse und Optimierung vermittelt.

 

Im zweiten Themenblock geht es darum, wie der negative Einfluss von Nachfrageschwankungen auf die Produktion durch gezielte Produktionsglättung und Antizipation von Marktschwankungen zu verringern ist. Dazu gehören einfache Lean-Verfahren wie Heijunka sowie mathematische Optimierungsverfahren, die anhand von Übungsbeispielen gelernt werden. Ziel ist es, vielfältige Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Produktion auch bei Störungen und Unsicherheit möglichst gleichmäßig und ressourceneffizient zu betreiben. Abschließend werden weitere Optimierungsmethoden vorgestellt, Praxisbeispiele präsentiert und der Lehrinhalt durch das PPS-Planspiel wiederholt und gefestigt.

 

Themen: Auftragsabwicklung, Produktionsplanung und -steuerung, Produktionsglättung, Optimierung, Absatzprognose, Produktionskennlinien, Losgrößenermittlung

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