Psychosoziale Beratung

Akademische/r Psychosoziale/r Berater/in
Master of Science (Psychosoziale Beratung)

Akademische/r Psychosoziale/r Berater/in

Der Universitätslehrgang Psychosoziale Beratung bietet in seiner Grundstufe die Möglichkeit vertiefte, spezialisierte und anwendungsorientierte Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Lebens- und Sozialberatung zu erlernen und die dafür geforderte Kompetenz zu entwickeln. Es wird ein integratives Konzept aus tiefenpsychologischen, humanistischen und systemischen Ansätzen vertreten und vermittelt.

Die Grundstufe des Universitätslehrgangs Psychosoziale Beratung wurde von der Zertifizierungsstelle des Allgemeinen Fachverbandes des Gewerbes für die Lebens- und Sozialberatung genehmigt - ZA-LSB 039.0/2003.

Fächer / Module

Einführung in die Lebens- und Sozialberatung sowie Methodik der Lebens- und Sozialberatung

Inhalte

Einführung in die Lebens- und Sozialberatung

Elemente wie die historische Entwicklung der Lebens- und Sozialberatung und ihrer gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden vorgetragen ebenso wie die Unterscheidung von Alltagsberatung und professioneller Beratung. Die Erforschung der oft fließenden Grenzen zwischen Fachberatung, in der "Ratschläge" eine wichtige Rolle spielen, und psychosozialer Beratung, die andere Methoden der Unterstützung bietet, wird thematisiert. Gesellschaftliche Tendenzen - auch Modeströmungen - in der Entwicklung von Beratungsberufen werden auf dem Hintergrund sozialphilosophischer und soziologischer Grundlagen diskutiert.

 

Grundhaltungen in der Beratung

Die Entwicklungen und Veränderungen des Verständnisses von professioneller Beratung werden dargestellt und diskutiert. Die meist unbewussten Grundhaltungen (Konstrukte) werden durch exemplarische Beratungsgespräche bewusst gemacht. Eine methodische Konzeption von Beratung wird skizziert, die von einer "intersubjektiven Ko-respondenz" ausgeht und sich in eine Systemberatung ausweitet, die von kontinuierlicher "Mehrperspektivität" begleitet wird. Eine besondere Rolle spielt dabei die Präzisierung von Selbst- und Mitverantwortung in der Beratungsbeziehung.

 

Rollenbilder und Beziehungsmodelle in der Beratung

Neben theoretisch relevanten Konzepten hängt die Beziehung in der psychosozialen Beratung auch vom Setting und von den Themen ab. Im Vergleich von anonymer, z.B. telefonischer, Beratung, einem Einmalkontakt und einem längeren Beratungsprozess werden die verschiedenen Beziehungsmodelle ebenso deutlich gemacht wie im Vergleich von freiwilliger und unfreiwilliger Beratung. Auch ein Mehrpersonen-Setting wie die Arbeit mit Paaren oder Familien verändert das Verständnis von Beratungsbeziehung. Ebenso spielen Geschlecht, Alter und soziale oder auch nationale und kulturelle Herkunft hier eine wichtige Rolle.

 

Das Beratungssetting im institutionellen Kontext und in der freien Praxis

Können LehrerInnen SchülerInnen beraten? Und Vorgesetzte ihre Mitarbeiter? Ja, wenn ein differenziertes Verständnis von Beratung angelegt wird, und wenn das mögliche Verständnis von Beratung allen Beteiligten deutlich gemacht wird. Insbesondere die Unterscheidung von Fachberatung und psychosozialer Beratung wird hier wieder relevant. Darüber hinaus werden die klassischen Settings - - in ihren Grundlagen vorgestellt und speziellen Beratungsformen wie Supervision, Selbsterfahrung, Coaching, Mediation gegenübergestellt.

 

Der Beratungsprozess I: Erstgespräch und Phasenmodelle

Eine besondere Rolle im Beratungsprozess nimmt der Erstkontakt, das Erstgespräch bzw. die Vereinbarung eines Arbeitsbündnisses auf der Grundlage prozessualer Diagnostik und psychosozialer Interventionsformen ein. Für die weitere Gestaltung professioneller Beratungsprozesse gibt es bewährte Phasenmodelle, die in dieser Lehrveranstaltung vorgestellt und erprobt werden. Das hier bevorzugt vermittelte tetradische Prozessmodell bezieht sich sowohl auf eine Einzelsitzung als auch auf den Gesamtprozess in der Beratung.

 

Der Beratungsprozess II: Abschluss und Abschied

In der Abschlussphase eines Beratungsprozesses entscheidet sich manchmal das Wichtigste. Der Schlusspunkt ist manchmal auch der Höhepunkt. Die für unsere Kultur typische Vermeidung von bewussten Abschlüssen und Abschieden gefährdet manchmal auch das Gelingen von Beratungsprozessen. Das wird in dieser Lehrveranstaltung genauso thematisiert wie geeignete Vorgehensweisen, um Abschluss und Abschied fruchtbar zu machen.

 

Techniken der Gesprächsführung

In verschiedenen Schulen der Psychotherapie haben sich verschiedene Konzepte der Gesprächsführung entwickelt, von denen vieles heute zum allgemeinen Handwerkszeug von BeraterInnen gehört. Es wird daher hier nicht eine einzige Technik als die beste vermittelt, sondern mehrere vorgestellt und erprobt, damit die TeilnehmerInnen ihren persönlichen Stil (weiter)entwickeln können. Dabei wird beachtet, welche Grundhaltungen in den verschiedenen Techniken zum Ausdruck kommen. Gegenübergestellt werden auch Prinzipien des Einsatzes nicht sprachlicher Ausdrucks- und Kommunikationsmittel (Medien).

 

Das Helfernetz in der psychosozialen Beratung

In der Beratung tauchen immer wieder Fragen auf, deren Behandlung den Rahmen sprengen würde oder die Kompetenz des Beraters übersteigt. Es gehört zur Professionalität, andere Hilfseinrichtungen einzubinden oder KlientInnen gezielt weiterzuvermitteln. Das gilt insbesondere bei themenspezifischer Beratung, wo etwa bei Ehe- und Familienberatung, Gesundheitsberatung und Suchtberatung die Vernetzung zu medizinischen Einrichtungen, bei Familienberatung zu sozialarbeiterischen und juristischen Einrichtungen, bei Berufsorientierung zum AMS und den mit ihm kooperierenden Einrichtungen, usw. bestehen und funktionieren muss. Darüber hinaus geht es um die für Klientinnen möglichst reibungslose Übergabe bei psychotherapeutischen und psychiatrischen Fällen.

 

Widerstand und Konflikt

Einige psychotherapeutische Schulen haben wertvolle Widerstandskonzepte entwickelt, ohne die ein konstruktives Arbeiten mit Konflikten kaum gelingen kann. Voraussetzung des hier gelehrten Konzepts ist die prinzipielle Wertschätzung von Widerstand und Konflikt. Das gilt besonders in der Arbeit mit Familien, mit Kindern und Jugendlichen sowie in der Paarberatung. Weiters wird auf einige Grundlagen der Arbeit mit Gefühlen - besonders Angst und Aggression - in der Beratung Bezug genommen.

 

Erziehungs- und Familienberatung

In der Lehrveranstaltung werden sowohl tiefenpsychologische Grundlagen als auch systemische Konzepte der Erziehungs- und Familienberatung vermittelt und zu einem integrativen Modell verknüpft. Ergänzend werden die medizinischen Aspekte der Ehe- und Familienberatung vermittelt. Besonderes Augenmerk wird auch den verschiedenen Settings (Einzel-, Paar- und Familienberatung) gegeben. Die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Auswirkungen für die Beratungspraxis werden diskutiert. Die Beratung nach dem Familienförderungsgesetz wird vorgestellt. Theoretische Inputs, Teilnehmer aktivierende Methoden, der Einsatz von kreativen Medien und Methoden aus der Praxis der Erziehungs- und Familienberatung werden als Arbeitsweise zugrunde gelegt.

 

Genderkompetenz in der psychosozialen Beratung

Für eine angemessene und reflektierte Betreuung und Beratung von Frauen und Männern ist ein zusätzliches spezielles methodisches Fachwissen wie Kenntnisse der Dynamik der Geschlechterhierarchie sowie über institutionelle und politische Gegebenheiten gefordert: Psychologische Auswirkungen von struktureller Benachteiligung, Kenntnisse der Folgen von Gewalt, Isolierung und Individualisierung, Auswirkungen von Armut, Kenntnisse über die Lebensphasen der Geschlechter, sozialpsychologische Theorien, Sozialisation, Rollenbilder, Körperlichkeit und Sexualität. Bedeutung des Gender Mainstreamings für die Beratung.

 

Sexualberatung

Erlernen einschlägiger Methoden, dem dazu nötigen Informationstransfer aus den Gebieten Sexualwissenschaft und Anatomie, Vermittlung systemischer Sichtweisen und eine Auseinandersetzung mit den eigenen sexuellen Normen und Bildern.

 

Suchtberatung

Unter dem Überbegriff "Sucht" versteht man eine Vielzahl von Symptomen und Erscheinungsformen, deren Bogen sich von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängigkeit über verschiedene Essstörungen bis hin zu nicht-substanzgebundenen Suchtformen, wie z. B. Spielsucht, spannt. Die Grenzziehung zwischen dem Genuss eines Suchtmittels, dem Missbrauch und einer Suchtkrankheit ist nicht immer einfach. Die dem Krankheitsbild der Sucht eigenen Verleugnungsmechanismen erschweren ein Erkennen. Auf dem Hintergrund der Reflexion ihrer persönlichen Einstellung zur Sucht lernen die TeilnehmerInnen spezifische Möglichkeiten der Suchtberatung kennen.

Lernergebnisse

Einführung in die Lebens- und Sozialberatung

Die persönlichen Perspektiven und Ziele der TeilnehmerInnen werden auf dem Hintergrund der historischen und rechtlichen Grundlagen der Beratung präzisiert.

 

Grundhaltungen in der Beratung

Ziel ist das Vermitteln von philosophischen, psychologischen und ethischen Grundlagen von Lebens- und Sozialberatung, auch gemäß der Gewerbeordnung.

 

Rollenbilder und Beziehungsmodelle in der Beratung

Ziel ist die Erarbeitung von theoretischen Grundlagen von Übertragung, Kontakt- und Beziehungskompetenz bzw. -störung sowie die Gegenüberstellung von verschiedenen Beziehungsmodellen.

 

Das Beratungssetting im institutionellen Kontext und in der freien Praxis

Erarbeitung der Unterscheidung von Fachberatung und psychosozialer Beratung auch im Hinblick auf die klassischen Settings wie Einzelberatung, Paarberatung, Familienberatung, Gruppenberatung, Teamberatung, Organisationsberatung.

 

Der Beratungsprozess I: Erstgespräch und Phasenmodelle

Systematisches Erlernen eines Erstgespräches sowie der idealtypische Verlauf einer Einzelsitzung.

 

Der Beratungsprozess II: Abschluss und Abschied

Erarbeitung der Abschlussphase im Beratungsprozess.

 

Techniken der Gesprächsführung

Überblick und reflektierte Erprobung von Techniken der Gesprächsführung aus verschiedenen Beratungs"schulen".

 

Das Helfernetz in der psychosozialen Beratung

Das Erarbeiten der Grenzen von Beratung und das Erwerben einer beraterischen Kompetenz bezüglich Weitervermittlung von KlientInnen unter der Handhabung des regionalen Helfernetzes.

 

Widerstand und Konflikt

Förderung des Verständnisses von Kontaktstörungen wie Übertragung, Projektion usw. sowie wichtiger Konfliktmodelle.

 

Erziehungs- und Familienberatung

Verständnis, Einübung und Reflexion von typischen Themen und Situationen aus der Erziehungs- und Familienberatung, Beratung nach dem Familienförderungsgesetz.

 

Genderkompetenz in der psychosozialen Beratung

Erkennen der Vorurteile und eigenen Einstellungen gegenüber geschlechtsspezifischen Problemlagen und deren Handlungswirksamkeit sowie die Förderung einer Handlungskompetenz im Sinne eines sensiblen und situationsangemessenen Umgangs mit spezifischen Konflikten von Frauen und Männern.

 

Sexualberatung

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Professionalität einerseits und Vertrauen zu sich selbst andererseits im Umgang mit Sexualität in der Beratung zu entwickeln.

 

Suchtberatung

Ziel ist die Vermittlung einiger Grundkenntnisse und Fähigkeiten bei der Hilfestellung (und deren Grenzen) für Suchtkranke und ihrer Angehörigen.

ECTS-Punkte

39

Krisenintervention

Inhalte

Krisenintervention I: Diagnostik und Grenzfragen

Krisen verstehen wir als Reaktion auf die Überforderung der Bewältigungskräfte von Systemen. In dieser Lehrveranstaltung stehen die medizinischen und psychologischen Grundlagen der Diagnostik und der prinzipielle Verlauf von körperlichen und seelischen Krisen des Menschen im Vordergrund. Daraus folgen wichtige Fragen wie: Welche akuten, stützenden Verhaltensweisen sind auch für BeraterInnen möglich und sinnvoll? Wann muss spezifische professionelle Hilfe empfohlen oder sogar mobilisiert werden? Welche ergänzenden Maßnahmen, z. B. die Unterstützung von Angehörigen, sind möglich und wichtig?

 

Krisenintervention II: Entwicklungskrisen

Die Übergänge zwischen Lebensabschnitten werden bei vielen Menschen zu krisenhaften Erscheinungen, wenn sie durch ungünstige Umstände zusätzlich intensiviert werden: Identitätsveränderungen wie z. B. Pubertät, Ablösungsprozesse, Wechsel, Pensionierung..., können durch körperliche Krankheiten, durch schwache psychische Konstitution, durch Beziehungsstörungen oder -brüche, durch Verlust von Angehörigen oder des Arbeitsplatzes dramatische Zuspitzungen erleben.

 

Krisenintervention III: Traumatologie, PTBS

Grundlagen der Psychotraumatologie, Reaktionen auf akute Belastungen, psychosoziale Akuthilfe in Großschadens- und Katastrophenfällen. Es werden psychosoziale Akutereignisse, deren psychophysiologische Folgen und Modelle der Akutintervention vorgestellt. Grundlagen der Kommunikation mit Betroffenen in traumatischen Belastungssituationen, die spezifischen Bedürfnisse von unterschiedlichen Gruppen von Betroffenen (Kinder, Kollegen, Einsatzkräfte,...) werden aufgezeigt und Modelle der psychosozialen Akuthilfe bzw. Krisenintervention werden anhand von Beispielen erarbeitet.

 

Krisenintervention IV: Sinnkrisen – Sterben - Suizidalität

Sinnkrisen können zu Suizidfantasien, -ankündigungen und -versuchen führen und können daher als dramatischer Höhepunkt von Krisen betrachtet werden. Andererseits sind sie etwas durchaus Normales. Das Spannungsfeld von höchster Sorge und Aufmerksamkeit einerseits und stabiler Gelassenheit andererseits in sich zu entwickeln ist eine wertvolle Zielvorstellung für BeraterInnen. Ergänzend werden grundsätzliche Fragen im Umgang mit Sterben und Tod behandelt.

 

Lernergebnisse

Krisenintervention I: Diagnostik und Grenzfragen

Erkennen von Krisen, medizinische Grundlagen und mögliche professionelle Hilfestellungen.

 

Krisenintervention II: Entwicklungskrisen

Vermittlung von generellen und spezifischen Vorgangsweisen bei Übergängen von Lebensabschnitten, wobei auch die Grenzen in der Beratung aufgezeigt werden.

 

Krisenintervention III: Traumatologie, PTBS

Erfassen von Traumatisierungen, Erlernen von anerkannten Möglichkeiten der Prävention von traumatischem Stress und Methoden der Stressbearbeitung.

 

Krisenintervention IV: Sinnkrisen – Sterben - Suizidalität

Erarbeitung von Strategien im Umgang mit suizidgefährdeten Personen und deren Angehörigen sowie im Umgang mit Sterben und Tod.

ECTS-Punkte

13

Rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen, Ethik

Inhalte

Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Lebens- und Sozialberatung

In dieser Vorlesung werden Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Lebens- und Sozialberatung (z. B. Familienrecht, Berufsrecht, Allgemeine Rechtsfragen sowie spezielle Rechtsfragen z. B. rund um Schwangerschaft, Schwangerschaftskonflikt und Geburt…) behandelt.

 

Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Buchführungspflichten, Betriebsführung, steuerliche Grundlagen, Kalkulation und Verrechnung sowie Marketing für Lebens- und SozialberaterInnen sind zentrale Themen.

 

Berufsethik und Berufsidentität

Ethische Grundfragen, die Verordnung über die Standes- und Ausübungsregeln für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung, Berufsbild, Tätigkeitsbereiche sowie Berufsidentität und Berufsorganisationen sind Themen dieser Lehrveranstaltung.

Lernergebnisse

Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Lebens- und Sozialberatung

Vermittlung von Grundkenntnissen von wichtigen Rechtsfragen in der Lebens- und Sozialberatung.

 

Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Erwerb von relevanten Kenntnissen in betriebswirtschaftlichen Grundlagen.

 

Berufsethik und Berufsidentität

Klärung ethischer Grundfragen und der Standesregeln in der Berufsidentität von BeraterInnen.

ECTS-Punkte

5

Grundlagen für die Lebens- und Sozialberatung in angrenzenden Fachbereichen

Inhalte

Grundlagen für die Lebens- und Sozialberatung in angrenzenden Fachbereichen I (Diese Lehrveranstaltung ist in kleinere Einheiten aufgeteilt und in verschiedene andere Lehrveranstaltungen integriert)

Grundfragen in der Überschneidung von Medizin und Psychologie, Grundlagen der Psychosomatik; Medizinische Grundfragen zu Schwangerschaft, Geburt und Empfängnisregelung; Relevante Aspekte der Psychiatrie für die psychosoziale Beratung; Basiskenntnisse aus Pädagogik und Entwicklungspsychologie; philosophische und religiöse Grundlagen für die psychosoziale Beratung.

 

*Grundlagen für die Lebens- und Sozialberatung in angrenzenden Fachbereichen II

60 Lehreinheiten von Grundlagen für die Lebens- und Sozialberatung in angrenzenden Fachbereichen bauen auf den in Vorlesungen vermittelten 18 UE auf und laufen parallel zum Lehrgang. Die Lehreinheiten werden mittels Anleitung durch die Lehrgangsleitung und im Fernstudium vermittelt. Entsprechende Unterlagen werden im Moodle oder in schriftlicher Form von der Lehrgangsleitung zur Verfügung gestellt, von dieser begleitet und überprüft.

 

*Diese Unterrichtseinheiten haben nur jene Personen zu absolvieren, die nicht über ein Zeugnis laut § 1, Absatz 2 a der Lebens- und Sozialberatungs-Verordnung vom 14.02.2003 verfügen:

(Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss eine der folgenden aufgezählten Ausbildungen: Lehranstalt für Ehe- und Familienberatung, Akademie für Sozialarbeit oder eine vergleichbare Studienrichtung, Pädagogische, Berufspädagogische oder Religionspädagogische Akademie, Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (Bildungsanstalt für KindergärtnerInnen), Bildungsanstalt für Sozialpädagogik (Bildungsanstalt für ErzieherInnen), Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege nach den Bestimmungen des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, BGBl. I Nr. 108/1997, human- oder sozialwissenschaftliche Studienrichtungen einschließlich Rechtswissenschaft, Psychologie, Pädagogik, Philosophie, Soziologie, Medizin/Humanmedizin/Zahnmedizin, Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Theologie oder postgraduale Ausbildungen zum klinischen Psychologen, zum Gesundheitspsychologen, zum Psychotherapeuten oder Fachhochschul-Studiengang aus dem Bereich „Sozialarbeit“ oder psychotherapeutisches Propädeutikum gemäß dem Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990.

Lernergebnisse

Grundlagen für die Lebens- und Sozialberatung in angrenzenden Fachbereichen I

Vermittlung von Grundlagen aus für die Beratung relevanten angrenzenden Fachgebieten.

 

*Grundlagen für die Lebens- und Sozialberatung in angrenzenden Fachbereichen II

Vermittlung von Grundlagen aus für die Beratung relevanten angrenzenden Fachgebieten.

ECTS-Punkte

10

Praxeologie (Gruppensupervision)

Inhalte

Praxeologie I – Gruppensupervision

In diesem ersten Teil der Praxeologie werden die Grundlagen von Supervision und Coaching vorgestellt: Definitionen, Settings, Arbeitsebenen, Arbeitsfelder. Gemeinsamkeiten und Bezüge zur Lebens- und Sozialberatung werden verdeutlicht und an Beispielen erlebt.

 

Praxeologie II – Gruppensupervision

Die gruppensupervisorische Arbeit mit Fallbeispielen steht im Mittelpunkt. Spezielle Beratungsthemen werden - soweit sie nicht in den vorangegangenen Lehrveranstaltungen enthalten sind - in der Praxeologie auf der Grundlage aktueller Fälle aufgegriffen, z. B. Gesundheitsberatung, Paarberatung, Sterbebegleitung, Berufsorientierung, Jugendberatung, Schwangerschafts-(konflikt)beratung, ... Das Thema Schweigepflicht und Techniken der Anonymisierung ergänzen die Fallarbeit.

 

Praxeologie III - Gruppensupervision

Supervisorische Arbeit an Fallbeispiele, aber auch eine Zwischenbilanz in der Identitätsentwicklung der TeilnehmerInnen als BeraterInnen.

 

Praxeologie IV – Gruppensupervision

Es werden beispielhafte Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse der TeilnehmerInnen zum besonderen Focus der supervisorischen Arbeit gemacht. Bewertung und Evaluation im Sinne von Qualitätsentwicklung sind ständige Herausforderungen für BeraterInnen; dafür müssen geeignete Werkzeuge kennen gelernt und erprobt werden.

Lernergebnisse

Praxeologie I – Gruppensupervision

Vermittlung von supervisorischen Arbeiten mit Fallbeispielen.

 

Praxeologie II – Gruppensupervision

Supervision von Fallbeispielen.

 

Praxeologie III - Gruppensupervision

Supervision von Fallbeispielen.

 

Praxeologie IV – Gruppensupervision

Supervision von Fallbeispielen.

ECTS-Punkte

8

Praktikum

Inhalte

Fachliche Tätigkeit

Das Praktikum orientiert sich an der im Gesetz für die Ausbildung für Lebens- und Sozialberatung geforderte „Fachliche Tätigkeit“ (§ 2, mind. 750 Stunden):

 

Die fachliche Tätigkeit muss umfassen:

  • Protokollierte Beratungsgespräche (10 ECTS) - mind. 100 Std.; darunter mindestens 5 Erstgesprächsprotokolle und Prozessprotokolle über zwei abgeschlossene Beratungen
  • Einzelsupervision - mind. 10 Std.*
  • Gruppensupervision - mind. 90 Std.; im Lehrgang inbegriffen

* Diese Kosten sind nicht in den Studiengebühren enthalten

 

Folgende Tätigkeiten können bis zum angegebenen Höchstmaß auf die fachliche Tätigkeit angerechnet werden:

  • Fachliche Beratungs-, Begleitungs- und Betreuungstätigkeiten in einschlägigen Praxen oder Institutionen von höchstens 200 Stunden und
  • Teilnahme an Gruppen beruflich einschlägig tätiger Personen („Peergroups“ zur Prozessreflexion, Vertiefung der Lehrinhalte, Diskussion über Literatur, Übungen) im Ausmaß von höchstens 100 Stunden und
  • Leitung oder fachliche Assistenz bei themenspezifischen Lehrveranstaltungen im Ausmaß von höchstens 150 Stunden und
  • Aufwand für die Vor- und Nacharbeit der genannten Tätigkeiten im Ausmaß von höchstens 150 Stunden
ECTS-Punkte

10

Abschlussarbeit

Inhalte

Im 6. Semester des Lehrganges ist eine schriftliche Abschlussarbeit über ein oder mehrere Themen aus den Unterrichtsfächern zu verfassen.

ECTS-Punkte

5

Master of Science (Psychosoziale Beratung)

In der Masterstufe des Universitätslehrgangs Psychosoziale Beratung werden berufs- und schulenübergreifende Fragen der Beratungslandschaft anwendungsbezogen vorgestellt und diskutiert. Es wird eine neue, alle Beratungsberufe umfassende Vertiefung ermöglicht, um einen Überblick über die vielfältigen Beratungsangebote und neue Entwicklungen zu erhalten, übergreifende Grundfragen zu diskutieren und Forschungstätigkeiten voranzutreiben, Management- und Führungsqualitäten für Beratungseinrichtungen zu fördern, multiprofessionelle Kooperationsformen weiter zu entwickeln, sowie verantwortliche Rollen in der Aus- und Weiterbildung für Beratungsberufe zu übernehmen.

Die Masterstufe des Universitätslehrgangs Psychosoziale Beratung kann nur im Anschluss an die Grundstufe bzw. nach einer gleichwertigen Beratungsqualifikation begonnen werden (Inhalte siehe Studienvariante Akademische/r Psychosoziale/r Berater/in).

Fächer / Module

Übergeordnete Beratungsthemen und Forschung

Inhalte

Beratung und Kultur

Die Beratungslandschaft als soziokulturelles Phänomen: Beratungsbedürftigkeit als Schande bzw. Beratung als Luxus, Beratung als Ausdruck von Professionalität; neue Trends und Entwicklungen: interkulturelle Beratung, gender-, schicht- und milieuspezifische Beratung; ganz neue Beratungsthemen. Beratung als Ausdruck und Vermarktung von Zeitgeist. Status und gesellschaftliche Bedeutung von den verschiedenen Beratungsberufen.

Metatheoretische Modelle für Beratung.

 

Beratung und Spiritualität

In unserer rationalen Gesellschaft und dem oft routinemäßig verlaufenden Alltag suchen viele den außergewöhnlichen „ekstatischen Kick“ oder die „Tiefendimension“ in ihrem Leben. Die Suche nach Selbstverwirklichung wird spirituell „unterlegt“. Obwohl das Religiöse längst totgesagt ist, spricht man wieder von „religionsproduktiven Tendenzen“ (H.-J. Höhn), die unsere moderne Gesellschaft hervorbringt. Auf dem inzwischen unübersichtlich gewordenen Markt der Sinnangebote und der neuen Religionen zwischen Esoterik und spiritueller Psychologie nehmen mitunter auch Beratungs- und Therapieformen quasireligiöse Funktion an bzw. werden ihnen von den „Kunden“ zugeschrieben.

Die Dimension der Spiritualität spielt aber auch im Kontext der Beratung eine fundamentale Rolle: Einerseits – gleichsam verborgen –, wenn es um Fragen des Menschen- und Weltbildes geht und darum, von wem oder wodurch wir Heil und Sinn erwarten. Andererseits begegnet uns die religiöse Dimension explizit dort, wo KlientInnen Fragen nach Schuld, nach Sterben und Tod (auch Suizid), nach Sinn und Sinnlosigkeit, nach Macht und Ohnmacht, nach Werten und ethischer Verantwortung stellen. Wir stoßen an Grenzen, die methodisch nicht auflösbar bzw. therapierbar sind, weil sie mit der menschlichen Existenz als solcher gegeben sind. Damit kommt unsere eigene Spiritualität bzw. Religiosität ins Spiel. Es geht um den Umgang mit Fragen nach dem Grund unserer Existenz.

 

Beratung in der Lebensspanne – Verstehensmodelle für Prozesse zwischen Gesundheit, Krisen und Störungen

Alles professionelle Handeln in der Beratungssituation wird beeinflusst von dem allgemeinen, expliziten und impliziten Menschenbild, das wir in uns tragen. Hier kommen salutogenetische Vorstellungen zum Tragen - was der Entwicklung von gesunden und funktionsfähigen Potentialen dienlich ist -, aber auch ätiologische Vorstellungen - Annahmen über das, was der psychischen und körperlichen Gesundheit abträglich ist. Klinische Entwicklungswissenschaften und Longitudinalforschungen vermitteln auf empirischer Basis ein Verständnis der synergetisch wirkenden menschlichen Erfahrungsdimensionen - zwischen Kultur, Familiengeschichte, Netzwerkbeziehungen und eigener Biografie -, die diesen Prozessen zwischen Gesundheit, Krisen und Krankheit in der Lebensspanne zugrunde liegen. In dieser Lehrveranstaltung sollen die Teilnehmer/innen für dieses lebenslange, prozesshafte Verarbeitungsgeschehen selbst sowie für die Nutzbarmachung dieser Erkenntnisse in der psychosozialen Beratung sensibilisiert werden.

 

Beratung und Forschung / Beratung als Forschung

  • Definition von „Beratungsqualität“ vor dem Hintergrund der eigenen Praxis
  • Dokumentation und Evaluation als Werkzeuge von Beratungsforschung und Qualitätssicherung
  • Merkmale der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in der Beratung
  • Überlegungen zum KlientInnen- und KundInnenbegriff in der Beratung
  • Qualität in psychosozialen Dienstleistungen: von der ISO-Norm zu TQM
  • Ansätze und Methoden der Beratungsforschung
  • Ausgewählte Studienergebnissen in diesem Bereich
  • Qualitätssicherung in benachbarten Feldern (Psychotherapie, Supervision)

 

Die Lehrveranstaltung findet in zwei Blöcken statt (eine kurze Einführung bereit beim 2. Termin). Die TeilnehmerInnen haben so die Möglichkeit, Qualitätskriterien zu entwickeln und in die eigene Beratungspraxis zu integrieren. Beim zweiten Blocktermin werden diese Erfahrungen gemeinsam analysiert und weiterentwickelt.

 

Beratung und Sozialpolitik

Teil 1:

  • Gesetzliche Grundlagen des Gesundheits- und Sozialwesens in Österreich
  • Berufe im psychosozialen Feld und deren rechtliche Verankerung oder „Nichtverankerung“ (insbesondere Psychotherapeut, klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe, Arzt, Lebens- und Sozialberater, Sozialarbeiter, Musiktherapeut, Mediator)
  • Überblick über die wesentlichen Regelungsinhalte wie Berufsbild, Ausbildung, Erlangung der Berufsberechtigung, Berufspflichten, Vorbehalte, Abgrenzung und Vergleich, insbesonders:
  • Psychotherapiegesetz
  • Psychologengesetz
  • Ärztegesetz 1998
  • Gewerbeordnung 1994
  • Lebens- und Sozialberatungsverordnung 2003
  • Abgrenzung zwischen „Beratung“, „Behandlung“ und „Betreuung“ und deren rechtliche Bedeutung; Rechtliche Fragen der multiprofessionellen Zusammenarbeit
  • Rechtliche Positionierung von Absolventen des Universitätslehrgangs „Psychosoziale Beratung“ (Grund- und Aufbaustufe)
  • Gesetzliche Verankerung von Beratung im psychosozialen Feld und in verwandten Bereichen, z. B. Familienberatungsförderungsgesetz, Psychologische Studentenberatung, Gentechnikgesetz, Fortpflanzungsmedizingesetz
  • Allfälliger Überblick über steuerrechtliche Aspekte psychosozialer Beratung

 

Teil 2:

  • Grundfragen der Sozialpolitik wie „Gleichheit“, „Gerechtigkeit“ und „Solidarität“ in ihrem Bezug zur Beratungslandschaft
  • Soziologische Fragestellungen und Beobachtungen zur Beratungslandschaft
  • Sozialpolitische Positionierungen von BeraterInnen.

 

Projektentwicklung und Management

Institutionalisierte Beratung wird wesentlich von den organisatorischen Rahmenbedingungen geprägt. Organisation ist mehr als äußere Rahmenbedingungen für die Arbeit. Sie hat inhalts-konstitutive Bedeutung. Die Qualität der Arbeit ist wesentlich mitbestimmt von ihrer Organisation.

Die Organisationen sind mit einer dreifachen Anforderung konfrontiert, die Leistungsprozesse effizienter zu gestalten, die Qualität zu sichern bzw. zu erhöhen und sich auf neue Umweltanforderungen einzustellen. Dazu braucht es die Kompetenz, die Veränderungsfähigkeit der Organisation zu sichern. Projektentwicklung ist dazu ein geeignetes Instrument, das zugleich hohe Ansprüche an das Management stellt.

 

Rollenentwicklung für Führungskräfte

Führungskräfte multiprofessioneller Beratungsteams sind zumeist mit einer doppelten Anforderung konfrontiert: als ExpertInnen die fachliche Seite der Arbeit voranzutreiben und gleichzeitig die Entwicklung der Organisationseinheiten, für die sie Verantwortung tragen, zu managen. Professionelle Beratung ist geknüpft an hohe Eigenständigkeit der Beratenden und an soziale Unterstützung im Team. Aufgabe der Leitung von Beratungseinrichtungen ist es, für beides zu sorgen und auf die oft widersprüchlichen Erwartungen von außen angemessen zu respondieren. Dies erfordert ein spezifisches Leitungsverständnis, das Autonomie und fachliche Entwicklung der MitarbeiterInnen fördert und zugleich die Anbindung der ExpertInnen an die Ziele der Organisation garantiert.

 

Standorte, Vernetzung und Berufspolitik

Die gesellschaftspolitische Positionierung von BeraterInnen und Beratungseinrichtungen.

Die organisatorische Vernetzung in der eigenen Berufsgruppe, Kollegialität und Loyalität als berufspolitische Fragen. Medienarbeit.

Standorte – Zusammenfassungen und Ausblicke:

Ein zweites Thema für diese Lehrveranstaltung sind die Chancen und Gefahren schulenübergreifender Konzepte, Methoden und Techniken: Handelt es sich hier nur um einen marktfreundlichen Eklektizismus, in dem alles Modische vermischt wird, oder gibt es plausible Schritte zu einer allgemeinen Theorie und Praxeologie von „Psychosozialer Beratung“?

Reflexion der beruflichen Identitäts- und Rollenentwicklung der TeilnehmerInnen. Professionalität und Seriosität in der Beratung werden diskutiert und gemeinsame Standards erarbeitet. In der Lehrveranstaltung werden sowohl Gruppenbilanz als auch persönliche Bilanz gezogen sowie in einem Ausblick weitere Schauplätze der Beratung in den Fokus genommen.

 

Beratung lehren und lernen

In welchem Maß ist „der Weg das Ziel“, lernen wir die Methode durch die Methode? Ist Psychotherapieausbildung demnach auch Psychotherapie? Eine Supervisionsausbildung zugleich Supervision? Lehren wir Lebensberatung durch Lebensberatung?

Bisher wurden erfahrene PraktikerInnen und geschätzte TheoretikerInnen fast automatisch als qualifizierte LeiterInnen von Aus- und Weiterbildung gesehen. In Zukunft werden didaktisches Knowhow sowie transparente Rahmenbedingungen für seriöse Lehre erforderlich sein.

Alle wesentlichen Schritte einer Qualifizierung für Beratung von Auswahlverfahren bis Prüfung werden vorgestellt und diskutiert.

 

Wissenschaftliches Arbeiten 1 und 2

Diese Lehrveranstaltungen werden departmentübergreifend angeboten.

Inhalt und nähere Informationen, Termine etc. sind bitte folgender Homepage zu entnehmen: www.donau-uni.ac.at/psymed/wa

Lernergebnisse

Beratung und Kultur

Die Beratungslandschaft soll als komplexes soziokulturelles Phänomen der heutigen Zeit erfasst werden, Grundannahmen sowie aktuelle Trends sollen erkannt und daraus zukünftige Entwicklungen in der Beratungslandschaft abgeleitet werden.

 

Beratung und Spiritualität

Die prinzipiellen und die aktuellen Funktionen von Spiritualität im Rahmen von Beratungsfeldern soll erkannt und diskutiert werden, um die eigene Beratungspraxis daraufhin zu überprüfen.

 

Beratung in der Lebensspanne – Verstehensmodelle für Prozesse zwischen Gesundheit, Krisen und Störungen

Ergebnisse der lebenslaufbezogenen Klinischen Entwicklungspsychologie sowie der Longitudinalforschung werden vorgestellt und in Hinblick auf die Beratungspraxis anwendungsbezogen diskutiert.

 

Beratung und Forschung / Beratung als Forschung

Erfassen von grundsätzlichen Fragen an die Schnittstelle von Beratungspraxis, Forschung und Qualitätssicherung.

 

Beratung und Sozialpolitik

Im Teil 1: Rechtliche Rahmenbedingungen von „Psychosozialer Beratung“: Vertiefung der Kenntnisse über die rechtlichen Grundlagen von Beratungstätigkeiten im Vergleich der verschiedenen Beratungsberufe.

Im Teil 2: Sozialpolitik: Grundfragen der Sozialpolitik in ihrer Bedeutung für die Beratungspraxis sollen erfasst und diskutiert werden.

 

Projektentwicklung und Management

Projektentwicklung als umfassendes Instrument kennenlernen, welches das Management von Veränderungen ermöglicht.

 

Rollenentwicklung für Führungskräfte

Reflexion der zu lösenden Anforderungen in der Führung von Beratungseinrichtungen und –teams.

 

Standorte, Vernetzung und Berufspolitik

Diskussion der Prinzipien und Möglichkeiten von Berufspolitik sowohl für gesellschaftliche als auch für standespolitische Positionierungen und Qualitätsdiskussion im psychosozialen Feld. Chancen und Grenzen schulenübergreifender Konzepte werden bewusst.

 

Beratung lehren und lernen

Erfassen der besonderen Anforderungen in der Didaktik von Aus- und Weiterbildungen für Beratungsberufe.

 

Wissenschaftliches Arbeiten 1 und 2

Den Studierenden wird ein grundlegendes und kritisches Verständnis von Wissenschaft und wissenschaftlichen Arbeitsmethoden vermittelt. Sie sollen dazu angeleitet werden, selbstständig eine, den wissenschaftlichen Standards entsprechende Arbeit zu verfassen.

Die Lehrgangsleitung kann Personen, die nachweislich den Inhalt dieser Lehrveranstaltung anderweitig absolviert haben, die Teilnahme daran erlassen.

ECTS-Punkte

27

Master Thesis

Inhalte

Erstellung einer Master Thesis. Das Thema der Master Thesis ist aus dem Bereich der Beratung auszuwählen. Die Master Thesis muss von zwei BegutachterInnen positiv beurteilt werden.

Umfang: mind. 18.000 Wörter (Detailliertere Informationen werden den Studierenden in der Moodleplattform „Unterlagen allgemein – FBI“ zur Verfügung gestellt).

ECTS-Punkte

20

Termine

Info-Abende

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