Psychotherapeutisches Propädeutikum

Certified Program

Zulassungsvoraussetzungen

Um zum Psychotherapeutischen Propädeutikum zugelassen zu werden, sind laut österreichischem Psychotherapiegesetz (lt. § 10 PThG) folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Eigenberechtigung (also Geschäftsfähigkeit) und
  2. a) Studienberechtigung (Matura, Studienberechtigungsprüfung aller Studienrichtungen oder Vergleichbares) oder
    b) Ausbildung im Krankenpflegefachdienst oder im medizinisch-technischen Dienst* oder
    c) Zulassungsbescheid des Bundeskanzlers nach Einholung eines entsprechenden Gutachtens des Psychotherapiebeirats VOR Beginn des Psychotherapeutischen Propädeutikums (Formular zum Download auf der Homepage des BMGF)

 

*zum Krankenpflegefachdienst und medizinisch-fachlichen Dienst zählen:

  • allgemeine Krankenpflege
  • Kinderkranken- und Säuglingspflege
  • Psychiatrische Krankenpflege
  • Gehobene medizinisch-technische Dienste (MTD):
    • Physiotherapeutin/Physiotherapeut
    • Biomedizinische Analytikerin/Biomedizinischer Analytiker
    • Radiologietechnologin/Radiologietechnologe
    • Diätologin/Diätologe
    • Ergotherapeutin/Ergotherapeut
    • Logopädin/Logopäde
    • Orthoptistin/Orthoptist
  • Medizinisch-technischer Fachdienst (MTF):
    • Diplomierte medizinisch-technische Fachkraft (MTF)

Quellberufe

Als Quellenberufe (Voraussetzung für die Zulassung zum Fachspezifikum; siehe Psychotherapiegesetz) gelten folgende abgeschlossene Berufsausbildungen:

  • Diplom des Krankenpflegefachdienstes
  • Akademie/FH für gehobenen medizinisch-technischen Dienst
  • Akademie/FH für Sozialarbeit
  • Pädagogische Akademie/Pädagogische Hochschule
  • Lehranstalt für Ehe- und FamilienberaterInnen
  • Studium der Musiktherapie
  • Medizinstudium
  • Pädagogik-/ Bildungswissenschaftsstudium
  • Philosophiestudium
  • Psychologiestudium
  • Publizistik & Kommunikationswissenschaft
  • Theologiestudium
  • Lehramtsstudium


Personen, die nach dem Psychotherapeutischen Propädeutikum ein Fachspezifikum anschließen möchten und keinen gesetzlich anerkannten Quellberuf haben, benötigen wiederum einen Zulassungsbescheid des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (Formular zum Download auf der Homepage des BMGF).

Der Antrag kann frühestens nach Abschluss von ca. 2/3 des Psychotherapeutischen Propädeutikums – jedenfalls nach Abschluss der Praxis – gestellt werden. 

Praxis

Zu absolvieren sind:

  • 50 Stunden Selbsterfahrung

    • Bei in Liste eingetragenen PsychotherapeutInnen (http://psychotherapie.ehealth.gv.at/)
    • Es darf ausnahmslos kein Verwandtschafts- oder Nahverhältnis bestehen
    • Max. 2 unterschiedliche PsychotherapeutInnen
    • In Gruppen- oder Einzelselbsterfahrung
    • Aufnahmeseminare und Psychotherapie-Einheiten zur Behandlung oder Persönlichkeitsentwicklung sind nicht anrechenbar.
  • 480 Stunden Praktikum

  • 20 Stunden Supervision

    • Bezogen auf das Praktikum
    • Es darf ausnahmslos kein Verwandtschafts- oder Nahverhältnis bestehen
    • Bei in Liste eingetragenen PsychotherapeutInnen (http://psychotherapie.ehealth.gv.at/)
    • Max. 2 unterschiedliche PsychotherapeutInnen
    • Supervision sollte nicht bei einer/m PsychotherapeutIn absolviert werden, bei der/dem auch die Selbsterfahrung absolviert wird/wurde.


Anrechnungen sind ausschließlich möglich, wenn die Praxis (Selbsterfahrung, Supervision, Praktikum) nicht länger als 5 Jahre zurückliegt. 


Ad Praktikum:

Als Praktikumstätigkeit zählt die Arbeit mit „verhaltensgestörten oder leidenden Personen in einer im psychosozialen Feld bestehenden Einrichtung des Gesundheits- oder Sozialwesens unter fachlicher Anleitung und Aufsicht des Leiters dieser Einrichtung oder eines Stellvertreters“ (lt. Psychotherapiegesetz).

Sollte die Einrichtung, in der Sie Ihr Praktikum absolvieren möchten, nicht in der Liste des BMG eingetragen sein, senden Sie bitte eine Beschreibung der Stelle per Mail an die Lehrgangsleitung.

Der zugehörige Praktikumsbericht besteht aus einem theoretischen und einem empirischen Teil und umfasst maximal 10 Seiten. Er bezieht sich aus fachlich-theoretischer Sicht auf Ihre Tätigkeit im Praktikum und beinhaltet eine Beschreibung eines Fallbeispiels. Ein Beispiel-Bericht ist nach Lehrgangsstart auf Moodle zu finden.

Teilnahmearten & Kosten

Je nach Ausmaß der individuell durch die Donau-Universität Krems geprüften Anrechnungsmöglichkeiten kann das Psychotherapeutische Propädeutikum als Studierende/r des gesamten Universitätslehrgangs (ULG) oder als ModulteilnehmerIn absolviert werden:

  1. Als UniversitätslehrgangsteilnehmerIn starten Sie, wenn keine Inhalte des Psychotherapeutischen Propädeutikums aus Ihren vorherigen Studien kostenreduzierend angerechnet werden.
    • Die Lehrgangsgebühr beträgt in diesem Fall € 6.280,-* (inkl. Studienservice-Card und kostenloser Parkkarte).
    • AbsolventInnen des ULG´s erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein Abschlussprüfungszeugnis für den ULG und das Abschlusszertifikat für das Psychotherapeutische Propädeutikum.
  2. Als ModulteilnehmerIn starten Sie, wenn Inhalte des Psychotherapeutischen Propädeutikums aus Ihren vorherigen Studien kostenreduzierend angerechnet werden.
    • Nach Vorlage aller Unterlagen bezüglich Anrechnung erhalten Sie eine genaue Kostenaufstellung* über die zu leistenden Raten (Achtung: keine Studienservice-Card, keine Parkkarte).
    • AbsolventInnen von Modulen erhalten nach erfolgreichem Abschluss eine Modulbestätigung und das Abschlusszertifikat für das Psychotherapeutische Propädeutikum.


Mit dem Abschlusszertifikat des Psychotherapeutischen Propädeutikums (und erforderlichenfalls dem Zulassungsbescheid des BMGF) können Sie sich um einen Ausbildungsplatz für ein Fachspezifikum bewerben.

Am Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit werden derzeit sieben Fachspezifika angeboten.

*Zahlbar in 4 semesterweisen Raten. Etwaige Kosten für die nachzuweisende Selbsterfahrung und Supervision sind nicht in der Lehrgangsgebühr inbegriffen.

Anrechnungen

Anrechnungen sind grundsätzlich nur möglich, wenn die anzurechnenden Inhalte nicht länger als 5 Jahre zurückliegen*.
Anrechnungen von Theorie-Veranstaltungen sind zudem ausschließlich vor Start des Psychotherapeutischen Propädeutikums möglich (Praxis-Anrechnungen auch währenddessen). 

* In begründeten Einzelfällen werden Anrechnungen von länger zurückliegenden Inhalten hinsichtlich aktuellem Stand der Wissenschaft geprüft und können in Ausnahmefällen bei gegebener Gleichwertigkeit zu den im Psychotherapeutischen Propädeutikum vermittelten Inhalten (beispielsweise durch Fortbildungen und/oder entsprechend facheinschlägiger Berufstätigkeit) berücksichtigt werden.


Anrechnungsmöglichkeiten:

Anrechnungsmöglichkeiten bestehen bei den folgenden Studien, Berufsaus- oder ‑fortbildungen und werden anhand der Anrechnungsrichtlinie des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen bei allen InteressentInnen individuell geprüft: 

  • Pädagogik
  • Psychologie
  • ErzieherInnenausbildung
  • Kindergartenpädagogik
  • Sonderkindergartenpädagogik
  • Krankenpflegedienst, BGBI.Nr. 449/1990
  • Psychiatrische Krankenpflege, BGBI.Nr. 73/1974
  • Medizin
  • Akademien für Sozialarbeit, BGBI.Nr. 456/1987
  • Akademien für Sozialarbeit, BGBI.Nr. 168/1976
  • Lehrgang für Musiktherapie
  • Kurzstudium Musiktherapie
  • Ehe- und Familienberatung
  • Ergotherapie, BGBI.Nr. 678/1993
  • Ergotherapie, BGBI.Nr. 560/1974
  • Physiotherapie, BGBI.Nr. 678/1993
  • Physiotherapie, BGBI.Nr. 560/1974
  • Klinische PsychologInnen und GesundheitspsychologInnen
  • Fachhochschul-Studiengänge Sozialarbeit/ Soziale Arbeit
  • Sonderregelung betreffend die Akademie der Steirischen Gesellschaft für Lebens- und Sozialberatung


Anrechnungsvorgang:

Die Durchführung eines Anrechnungsvorgangs vor Einstieg in den Lehrgang ist mit einer Bearbeitungsgebühr für den Verwaltungsaufwand in Höhe von € 75,- verbunden. Diese Gebühr wird Ihnen bei Teilnahme am Psychotherapeutischen Propädeutikum an der Donau-Universität Krems auf Ihre Teilnahmegebühr gutgeschrieben. Der Anrechnungsvorgang startet, wenn die Bearbeitungsgebühr bei uns eingelangt ist, und nimmt etwa 6 Wochen Bearbeitungszeit in Anspruch. 

Für den Anrechnungsvorgang senden Sie bitte folgende Informationen und Unterlagen per Mail:

  • Ihre Rechnungsadresse für die Zusendung der Rechnung über die Bearbeitungsgebühr von € 75,-
  • Den ausgefüllten Anrechnungsvorschlag 
  • Nachweis über Absolvierung der anzurechnenden Lehrveranstaltung(en) – z.B. Zeugnis, Sammelzeugnis etc.
  • Inhaltsbeschreibung der anzurechnenden Lehrveranstaltung(en) – z.B. Curricula mit Angaben zu Unterrichtseinheiten und ECTS
  • Europass-Lebenslauf (Anleitung siehe Bewerbung)


Um Ihre Anrechnungsmöglichkeiten abzuschätzen, orientieren Sie sich bitte an der Lehrgangsbroschüre.

Benotung & Abschluss

Lehrveranstaltungen/Module werden auf drei verschiedene Arten benotet (Anwesenheit und Absolvierung eventueller E-Learning-Aufgaben vorausgesetzt) :

  1. Modul-/Fachprüfungen in Form von schriftlichen Hausarbeiten (insgesamt 7 Hausarbeiten)
  2. Modul-/Fachprüfungen in Form von schriftlichen Tests (insgesamt 11 Tests)
  3. Modul-/Fachprüfungen in Form einer mündlichen, kommissionellen Abschlussprüfung

Nach erfolgreicher Absolvierung der schriftlichen Hausarbeiten, der schriftlichen Tests und der Praxis kann die mündliche, kommissionelle Abschlussprüfung abgelegt werden. 


Ad 1. Schriftliche Hausarbeiten:

Bei den sieben schriftlichen Hausarbeiten handelt es sich um (vor-)wissenschaftliche Arbeiten, die entsprechend den Manuskriptrichtlinien des Departments verfasst werden. Das Ausmaß schwankt je nach Lehrveranstaltung zwischen 5 und 10 Seiten.


Ad 2. Schriftliche Tests:

Ein schriftlicher Test besteht aus drei Fragen: 2 Single-Choice Fragen und 1 offene Frage. Es finden in der Regel 4 Prüfungstermine pro Jahr statt und zu jedem Prüfungstermin können beliebig viele Prüfungen abgelegt werden.


Ad 3. Mündliche, kommissionelle Abschlussprüfung:

Die mündliche Abschlussprüfung ist eine öffentliche Prüfung und dauert ca. 15-20 Minuten. Die Kommission besteht aus PrüferIn, Vorsitz und Beisitz. Prüfungstermine werden 4 Mal im Jahr angeboten. Geprüft werden die folgenden Module:

  • A.1. Problemgeschichte und Entwicklungen der psychotherapeutischen Schulen
  • D. Ethik und Psychotherapie
  • E. Rahmenbedingungen für die Ausübung von Psychotherapie

Sonstige Fragen

Falls noch Fragen offen sind oder Unklarheiten bestehen, können Sie sich gerne per Mail oder telefonisch an unser Team wenden oder ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren.

Zum Anfang der Seite

 

Zum Glossar

Diese Website verwendet Cookies zur Verbesserung Ihrer Nutzererfahrung, für analytische Zwecke zur Optimierung unserer Systeme und für Marketingmaßnahmen. Indem Sie auf „OK" klicken bzw. die Website weiter verwenden, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Information zum Datenschutz.

OK