Inhalte Supply Chain Management

Logistik und damit auch Supply Chain Management (SCM) unterliegen einem stetigen Wandel. Die Digitalisierung und Trends wie Industrial Internet of Things (IIoT), Nachhaltigkeit oder autonome Transportmöglichkeiten sind nur einige Faktoren, die Einfluss nehmen.

Dies stellt Unternehmen vor die Frage, was sich ändern muss, um die Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft zu erhalten und welche Ressourcenpotenziale durch eine optimierte Verkettung der gesamten Wertschöpfungskette realisiert werden können.

Schwerpunkte hierbei sind beispielsweise Lean Production, Industrie 4.0, Digitalisierung, Supply Chain-Optimierung und Risk Management, Green Logistic, Dispositionsmodelle, Grundlagen der Produktionsplanung und vieles mehr.

Vier anwendungsorientierte Module werden in dem Certified Program angeboten:

Beschaffung

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Die Produktion heutiger Unternehmen baut auf einer komplexen Kette an Zulieferern auf, die sehr sensibel auf Störungen und Unterbrechungen reagiert. Daher sind gewisse Puffer und Zwischenlager für Rohstoffe und Produkte notwendig und auch die Wahl von geeigneten Beschaffungs- und Lagerhaltungsstrategien ist wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

 

Herausforderungen hierbei sind beispielsweise eine hohe Kapitalbindung, lange Durchlaufzeiten oder eine zu geringe Flexibilität. Aber auch strukturelle Zwänge wie baulich begrenzte Lagerkapazitäten, lange Materialflusswege, mangelnde Erweiterungsmöglichkeiten am Produktionsstandort, etc. zeigen bestehenden Beschaffungsmodellen ihre Grenzen auf.

 

Themen: Dispositionsmodelle, Bedarfsbestimmung, Beschaffungsarten und Lagerhaltungskonzepte, Make or Buy-Entscheidungen, Optimierung, Produktionskonzepte, Fabrikplanung

Produktion

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Um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und nachhaltig Kosten zu senken, genügt es nicht, einzelne Prozesse zu verbessern, sondern Wertschöpfungsketten müssen ganzheitlich betrachtet werden. Die voranschreitende Digitalisierung spielt sowohl bei Material-, Informations- und Datenflüssen sowie Produktionsprozessen eine entscheidende Rolle.

 

In diesem Modul lernen Sie unter anderem methodische Zugänge für die Analyse und Optimierung der Produktion kennen, zum Beispiel mittels Wertstromdesign, sowie die wichtigsten Prinzipien des Lean Managements und die Vermeidung von Verschwendung in innerbetrieblichen Abläufen. Im Umfeld zunehmender Digitalisierung bieten auch kognitive und digitale Assistenzsysteme in Produktion und Logistik vielversprechende Optimierungsmöglichkeiten.

 

Themen: Lean Production, Wertstromdesign, Vermeidung von Verschwendung, Industrie 4.0, Assistenzsysteme, Praxisbeispiele

Distribution

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Das Modul vermittelt grundlegendes Wissen zur Planung, Optimierung, Evaluierung und Controlling von Distributionsnetzwerken, Supply Chains sowie den darin verankerten Logistikzentren. Hierzu werden entsprechende Modelle, Methoden und Vorgehensweise präsentiert.

 

Im Rahmen der Supply Chain-Optimierung beschäftigen Sie sich u.a. mit den Herausforderungen beim Management von Lieferketten durch fehlende gemeinsame Planung oder langsame Reaktionsfähigkeit durch verzögerten Informationsaustausch sowie Liefervorlaufzeiten. In die Praxis führen das Planspiel „The Beer Distribution Game“ sowie das Thema Supply Chain Risk Management.

 

Des Weiteren beschäftigen Sie sich bei der Lagerplanung und -optimierung mit der systematischen Planung von hocheffizienten Logistikzentren. Es werden Ansätze und Methoden zur Optimierung von Distributionsnetzwerken vorgestellt. Dabei spielt (Out-)sourcing von Logistikdienstleistungen und das zugehörige Controlling eine große Rolle – inklusive Optimierungsansätzen wie ECR oder Nachhaltigkeitsbewertungen.

 

Themen: Supply Chain-Optimierung, Bullwhip Effekt, Supply Chain-Risk Management, Lageroptimierung, Kommissionierleistung, Technologieauswahl, Netzwerkplanung

Planning

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In Zeiten schwankender Auftragslagen sind minimale Produktionskosten und hohe Produktivität bei maximaler Qualität gefragt. Flexibilität ist dabei ein wichtiger Faktor. Neben den Grundlagen zur Auftragsabwicklung und Produktionsplanung werden wichtige produktionslogistische Zusammenhänge diskutiert und die Bedeutung von Engpässen im Rahmen von Planspielen wie „Production Dice Game" sowie unterschiedliche Methoden zur Analyse und Optimierung vermittelt.

 

Um den negative Einfluss von Nachfrageschwankungen auf die Produktion durch gezielte Produktionsglättung und Antizipation von Marktschwankungen zu verringern, gehören einfache Lean-Verfahren wie Heijunka sowie mathematische Optimierungsverfahren zum Werkzeugkasten des Supply Chainers. Ziel ist es, vielfältige Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Produktion auch bei Störungen und Unsicherheit möglichst gleichmäßig und ressourceneffizient zu betreiben. Des Weiteren werden Optimierungsmethoden vorgestellt, Praxisbeispiele präsentiert.

 

Themen: Auftragsabwicklung, Produktionsplanung und -steuerung, Produktionsglättung, Optimierung, Absatzprognose, Produktionskennlinien, Losgrößenermittlung

Termine

12. - 15. Oktober 2022
17. - 19. November 2022
12. - 14. Jänner 2023
16. - 18. Februar 2023

 

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