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Professional MSc Management und IT, Spezialisierung Supply Chain Management

Aufbau, Ablauf & Inhalte

Die 2-semestrige Spezialisierung "Supply Chain Management" baut auf dem 2-semestrigen Kerncurriculum des berufsbegleitenden Universitätslehrgangs "Professional MSc Management und IT" auf.

 

 

 

 

Mehr zu den Inhalten des Kerncurriculums ...

Die Spezialisierung "Supply Chain Management" besteht aus vier fachlichen Schwerpunkten (Fachgebiete).

 

Beschaffung

 

Nur in Ausnahmefällen sind Unternehmen in der Lage, die komplette Supply Chain - also die Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung bis zum Endkunden - selbst abzudecken. In den meisten Fällen beträgt die Wertschöpfungstiefe weniger als 50%. Die Beschaffung von Rohmaterial, Baugruppen, komplexen Systemen sowie von Dienstleistungen erlangt damit eine zentrale Bedeutung für Unternehmen.

 

Der Schwerpunkt "Beschaffung" hat die Aufgabe, den Studierenden einen Einblick in die Lösungsansätze zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben und Problemstellungen zu vermitteln, welche sich im Zusammenhang mit den Beschaffungsaktivitäten ergeben. Im Vordergrund steht dabei stets die Sicherstellung einer unterbrechungsfreien und gleichzeitig wirtschaftlichen Versorgung.

 

 

Produktion

 

Neuere technische und organisatorische Entwicklungen ermöglichen die Gestaltung gesamtheitlicher Produktions- und globaler Versorgungsprozesse. Im Kern eines umfassenden Innovationsprozesses des Supply Chain Managements stehen logistische Prozesse. Deren - im Sinne der Zielvorgabe - optimale Gestaltung zählt gegenwärtig zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren. Zur Bewältigung der neuen Anforderungen sowie der Erfolgssicherung in einem globalen Wettbewerb bedarf es einer effizienten Gestaltung interner wie auch externer Planungs- und Steuerungsprozesse.

 

Im Fachgebiet "Produktion" werden hierfür relevante produktionswirtschaftliche Funktionen, Methoden, Strategien sowie informations- und kommunikationstechnische Lösungen behandelt und umgesetzt. Hierbei geht es insbesondere um die Befähigung, die wertschöpfenden Prozesse ganzheitlich und unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien zielkonform zu gestalten und permanent auf ihre Eignung zur Erreichen der Zielvorgaben zu überprüfen sowie sie gegebenenfalls neuen marktgerechten Anforderungen anzupassen. Hierzu werden geeignete Prozessgestaltungs- und -planungsmethoden unter differenzierten Managementaspekten vorgestellt, simuliert und diskutiert.

 

 

Distribution

 

Die bekannten und beobachtbaren Entwicklungen der Wirtschaft, darunter auch die Verkürzung der Veränderungszyklen, weisen dem unternehmerischen Funktionsbereich "Logistik und Transport" neue Aufgabenfelder, wenn nicht gar eine neue und gegenüber der bisherigen Situation wesentlich erweiterte Rolle zu. Man wird nicht länger den Anforderungen der Supply Chain gerecht, wenn man ausschließlich die traditionellen Logistik-Services wie Transportieren, Lagern, Verpacken etc. erfüllt bzw. berücksichtigt.

 

Gegenwärtig sind beispielsweise Fragen des Outsourcing/Insourcing für jedes Glied der Supply Chain von Bedeutung, will man sowohl den Kundenwünschen, als auch den Ertragserwartungen gerecht werden. Darüber hinaus ist es unverzichtbar, prozessbezogene und anwendungsfreundliche Kennzahlensysteme und Controlling-Instrumente für den Einsatz entlang der gesamten Supply Chain - vom Kunden bis zum Lieferanten - zu entwickeln bzw. zu implementieren.

 

Ökodesign nimmt eine wesentliche Rolle im Bereich Distribution ein und eröffnet ein hohes Innovations- als auch Einsparungspotential. Risikomanagement bzw. das Erkennen, Evaluieren und Bewerten von Risiken im Bereich Distribution ist ein nicht unwesentlicher Erfolgsfaktor, damit die oben erwähnten Service Levels realistisch definiert bzw. in Folge auch eingehalten werden können.

 

 

Planning

 

Das erfolgreiche Managen einer Supply Chain erfordert die Bereitschaft zur Anpassung an sich ändernde Markterfordernisse, Kenntnisse der Geschäftsprozesse und ein breites, perspektivisches Verständnis für alle Einflussfaktoren der Supply Chain. Basis und Bezugspunkte, der in diesem Fachgebiet zu vermittelnden Inhalte sind die aktuellen Veränderungen des politischen und wirtschaftlichen Umfelds, der Organisation(en), der Strukturen und Prozesse, der Einstellungen und Erwartungen der Kunden und Lieferanten. Dazu kommen die Ursachen und Auswirkungen der Globalisierung sowie Möglichkeiten und Grenzen des Wissens- bzw. Informationsmanagements.

 

Die dargelegten Veränderungen bedingen einen grundsätzlichen Strategiewechsel in der Auslegung von Supply Chains. Insbesondere der erforderlichen Mind Change "Supply Chain - Steuerung aus Sicht des Produzenten bzw. Lieferanten - zu Demand Chain - Steuerung aus Sicht des Kunden" erfordert ein hohes Maß an Innovationsbereitschaft sowie das Überwinden tradierter Denkweisen. Das Verständnis der Komplexität(en) der neuen unternehmerischen Funktion(en) ist die unabdingbare Voraussetzung für das Treffen zielgerichteter und zeitgerechter Entscheidungen. Ausgehend von Porters Wertschöpfungskette, werden die jeweils neuesten strategischen Konzepte vorgestellt und anhand von ausgewählten Best Practice Beispielen auf ihre jeweilige Durchführbarkeit und/oder Praxistauglichkeit hin überprüft.