Wissenschaftliches Begleitprogramm für Betreuer*innen

Teilnahmebestätigung

Inhalte

Workshops zur Betreuung von Abschlussarbeiten

Die Betreuung von Abschlussarbeiten eines universitären Lehrgangs setzt die Vertrautheit mit wissenschaftlichem Arbeiten voraus. Diese Voraussetzung ist allerdings meist nicht in allen Bereichen der psychotherapeutischen Forschungsmethoden ausreichend gegeben. Damit Sie Ihre Studierenden beim Verfassen ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit bestmöglich unterstützen können, bieten wir Ihnen unterschiedliche Workshops an.

Ziel ist es, einen Einblick in die Grundzüge qualitativen, quantitativen, sowie theoretischen Forschens zu erhalten und dieses Wissen an Studierende weitergeben zu können, damit diese bestmöglich bei Abschlussarbeiten betreut werden können.

Das Programm ist kostenfrei und in drei Workshops gegliedert. Die einzelnen Workshops sind nicht aufeinander aufbauend und können einzeln besucht werden. Die Workshops zur qualitativen und quantitativen Forschung werden jeweils in zweitägiger Form einmal pro Semester angeboten. Der Workshop zur theoretischen Forschung wird in eintägiger Form einmal pro Semester angeboten.

Die Anmeldung zu den einzelnen Workshops erfolgt über Moodle. Die Links finden Sie im PDF 'Termine'.

 

Module

Qualitative Forschungsmethoden

Qualitative Forschungsmethoden für Betreuer*innen

Inhalte

In diesem Workshop beschäftigen wir uns, orientiert am Wissens- und Erfahrungsstand der Teilnehmer*innen, mit der Konzeption qualitativer Untersuchungen, mit ausgewählten qualitativen Erhebungs- und Auswertungsverfahren sowie den Anforderungen an Qualität und Güte qualitativer Forschung.

Einführend soll greifbar gemacht werden, welche Fragestellungen ein qualitatives Design nahelegen und wie eine qualitative Forschungsfrage formuliert und zugespitzt werden kann.

Nach Interesse und Bedarf werden danach einzelne Erhebungsmethoden vorgestellt und diskutiert. Zu den gängigsten Methoden zählen verschiedene Formen des qualitativen Interviews (etwa das narrativ-biografische Interview, das problemzentrierte Interview, das Expert*inneninterview, etc.), die Gruppendiskussion und die teilnehmende Beobachtung.

Im nächsten Schritt widmen wir uns der Aufbereitung und Dokumentation qualitativer Daten. Dazu gehören das Verfassen von Erhebungs- und Auswertungsprotokollen, das Erstellen von Transkripten sowie die Anonymisierung von Daten. Auch datenschutzrechtliche und forschungsethische Fragen werden diskutiert sowie das Prozedere eines etwaigen Ethikantrages.

Dann wenden wir uns Möglichkeiten der Auswertung qualitativer Daten zu. Aufgrund der Vielfalt an methodischen Zugängen sollen hier zwei in ihren Grundsätzen sehr unterschiedliche Verfahren besprochen werden: einerseits Codierverfahren (wie etwa die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, das thematische Codieren nach Froschauer oder einzelne Codierschritte aus der Grounded Theory) und andererseits sinn-rekonstruktive Verfahren (wie etwa die Sequenzanalyse nach Oevermann oder die Fallrekonstruktion nach Rosenthal). Ergänzend werden Programme zur computergestützten Analyse qualitativer Daten vorgestellt.

Schließlich besprechen wir Gütekriterien qualitativer Forschung und Qualitätsanforderungen in der qualitativen Berichtlegung. Dabei orientieren wir uns an den vom Department entwickelten Richtlinien für das Verfassen qualitativer Master-Thesen.

Ziel dieses Workshops ist es, einen Einblick in die Grundzüge qualitativen Forschens zu erhalten und dieses Wissen an Studierende weitergeben zu können, um diese bestmöglich bei Abschlussarbeiten zu betreuen.

Quantitative Forschungsmethoden

Quantitative Forschungsmethoden für Betreuer*innen

Inhalte

In diesem Workshop werden die zentralen Prozesse quantitativer Forschung dargestellt.

Ein zentraler Aspekt ist die Besprechung in der quantitativen Psychotherapieforschung häufig verwendeter Forschungsdesigns, um beim Betreuen von Abschlussarbeiten geeignete Forschungsdesigns auswählen zu können.

Weitere Themenschwerpunkte befassen sich mit Fragestellung, Hypothesen, Stichprobe, Erhebungsmethoden (Interviews, Fragebögen, Verhaltensmaße, physiologische Maße) und Datenauswertung (deskriptive Statistik und inferenzstatistische Testverfahren).

Nach Interesse und Bedarf wird auch besprochen wie frühere relevante Forschungsergebnisse gefunden werden können (Literaturrecherche), um sich beim Betreuen einschlägige Literatur beschaffen zu können.

Ziel dieses Workshops ist es, einen Einblick in die Grundzüge quantitativen Forschens zu erhalten und dieses Wissen an Studierende weitergeben zu können, um diese bestmöglich bei Abschlussarbeiten betreuen zu können.

Theoretische Forschungsmethoden

Theoretische Forschungsmethoden für Betreuer*innen

Inhalte

In diesem Workshop werden wir uns – ausgehend von den Kenntnissen und Vorerfahrungen der Teilnehmenden – dem Komplex der theoretischen, wissenschaftlichen Forschungen und Qualifizierungsarbeiten zuwenden.

Ausgehend von einer Betrachtung der grundlegenden Unterschiede zu anderen Verfahren, kann eine klarere Pointierung der wesentlichen Kennzeichen und Besonderheiten theoretischer Forschungsmethoden erkennbar werden. Dieser basale Einstieg wird gewählt da bezüglich theoretischen Arbeitens viele verkürzte Vorstellungen verbreitet sind (was u.a. der landläufigen Bezeichnung „Literaturarbeit“ gezollt ist).

Basierend auf diesen grundlegenden Betrachtungen, wenden wir uns in der Folge den unterschiedlichen Arten theoretischer Arbeiten (Vergleich, Synthese, Systematik) zu. Ein Schwerpunkt liegt auf den schrittweisen Entwicklungsstufen einer theoretischen Abschlussarbeit. Der Aspekt der Literaturarbeit (Recherche – Analyse – Dokumentation – Diskussion), darunter auch die Frage systematischer Datenbankanalysen, wird den Fokus der Auseinandersetzungen bilden. Die konkrete Gewichtung der Teilaspekte des Workshops bildet sich jedoch entlang der Vorkenntnisse und Wünsche der Teilnehmenden. Zur Veranschaulichung können schließlich „best practice“ Beispiele und die Guidelines für theoretische, wissenschaftliche Qualifizierungsarbeiten des Departments herangezogen werden.

Ziel des Workshops ist es, ein besseres Verständnis von und genauere Einblicke in das Gebiet theoretischen, wissenschaftlichen Arbeitens zu erlangen und zudem konkrete Tools für eine bestmögliche Anleitung der Studierenden beim Verfassen ihrer Arbeiten zu vermitteln.

Termine

Quantitative Forschungsmethoden

Zeit Ort

Vortragende*r

Montag, 18. Mai 2020, 09:00 - 16:00 und Dienstag, 19. Mai 2020, 09:00 - 16:00 Uhr

online (Zoom) 

Priv.-Doz. Dr. Elke Humer

Dienstag, 27. Oktober 2020, 09:00 - 16:00 Uhr und Mittwoch, 28. Oktober 2020, 09:00 - 16:00 Uhr

Donau-Universität Krems (Seminarraum SE 1.7)

Priv.-Doz. Dr. Elke Humer

 

Qualitative Forschungsmethoden

Zeit Ort

Vortragende*r

Freitag, 29. Mai 2020, 9:00 - 17:00 Uhr und Mittwoch, 3. Juni 2020, 9:00 - 17:00 Uhr

online (Zoom) 

Mag. Dr. Andrea Jesser, Bakk.

Dienstag, 03. November 2020, 09:00 - 16:00 Uhr und Mittwoch, 04. November 2020 09:00 - 16:00 Uhr

Donau-Universität Krems (Seminarraum SE 1.7)

Mag. Dr. Andrea Jesser, Bakk.

 

Theoretische Forschungsmethoden

Zeit Ort

Vortragende*r

Freitag, 26. Juni 2020, 09 - 17:00 Uhr

online (Zoom) 

Mag. Dr. Elisabeth Mixa

Samstag, 26. September 2020, 9:00 - 13:00 Uhr und 15:30 - 19:30 Uhr

online (Zoom) 

Mag. Dr. Elisabeth Mixa

Freitag, 30. Oktober 2020, 09:00 – 17:00 Uhr

Donau-Universität Krems (Seminarraum SE 0.2)

Mag. Dr. Elisabeth Mixa

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