Wissenschaftliches Begleitprogramm für Studierende

Teilnahmebestätigung

Inhalte

Begleitprogramm Wissenschaftliches Arbeiten

Die Teilnahme an einem universitären Lehrgang setzt die Vertrautheit mit wissenschaftlichem Arbeiten voraus. Diese Voraussetzung ist allerdings im Bereich der Berufsweiterbildung meist nicht ausreichend gegeben. Damit Sie mit Ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit dennoch Erfolge auf hohem Niveau erzielen können, stellen wir Ihnen ein Begleitprogramm zur Verfügung, welches Sie in diesem wichtigen Prozess unterstützen möchte.

Das Programm ist kostenfrei und in drei Module gegliedert. Die einzelnen Module sind aufeinander aufbauend. Das Modul Wissenschaftliches Arbeiten I wird zweimal pro Semester, das Modul Wissenschaftliches Arbeiten II einmal pro Semester und das Forschungskolloquium einmal wöchentlich angeboten. Die Anmeldung zu den einzelnen Lehrveranstaltungen erfolgt über Moodle. Die Links finden Sie im PDF 'Termine'.

Module

Wissenschaftliches Arbeiten I

Einführung

Inhalte

Die Lehrveranstaltung „Wissenschaftliches Arbeiten I: Einführung“ soll in die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens einführen. Die behandelten Themenbereiche umfassen: Literaturrecherche, Literaturaufarbeitung, Einführung qualitative/quantitative/theoretische Forschungsmethoden. Die TeilnehmerInnen sollen einen umfassenden Einblick in die Basis-Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens erhalten.

Dabei werden unter anderem folgende Themenbereiche behandelt:

•    Aufbau des wissenschaftlichen Begleitprogramms
•    Was bedeutet wissenschaftlich Arbeiten?
•    Warum braucht es Forschung?
•    Quellen von Forschungsdaten
•    Von einer Forschungsidee zu einer Forschungsfrage 
•    Entwicklung einer Hypothese
•    Recherchieren (Datenbanken)
•    Zitieren (Regeln)
•    Einführungen in qualitative und quantitative Methoden
•    Was ist ein Exposé und wie bereite ich es auf?
 

Ansprechperson:

Mag. Martin Kuska, Ph.D.

Wissenschaftliches Arbeiten II

Qualitative Forschungsmethoden

Inhalte

In dieser Lehrveranstaltung beschäftigen wir uns, orientiert am Wissens- und Erfahrungsstand der TeilnehmerInnen, mit der Konzeption qualitativer Untersuchungen, mit ausgewählten qualitativen Erhebungs- und Auswertungsverfahren sowie den Anforderungen an Qualität und Güte qualitativer Forschung. 

Einführend soll greifbar gemacht werden, welche Fragestellungen ein qualitatives Design nahelegen und wie eine qualitative Forschungsfrage formuliert und zugespitzt werden kann. 

Nach Interesse und Bedarf werden danach einzelne Erhebungsmethoden vorgestellt, diskutiert und (nach zeitlichen Möglichkeiten) praktisch erprobt. Zu den gängigsten Methoden zählen verschiedene Formen des qualitativen Interviews (etwa das narrativ-biografische Interview, das problemzentrierte Interview, das ExpertInneninterview, etc.), die Gruppendiskussion und die teilnehmende Beobachtung. 

Im nächsten Schritt widmen wir uns der Aufbereitung und Dokumentation qualitativer Daten. Dazu gehören das Verfassen von Erhebungs- und Auswertungsprotokollen, das Erstellen von Transkripten sowie die Anonymisierung von Daten. Auch datenschutzrechtliche Fragen werden diskutiert.

Dann wenden wir uns Möglichkeiten der Auswertung qualitativer Daten zu. Aufgrund der Vielfalt an methodischen Zugängen sollen hier zwei in ihren Grundsätzen sehr unterschiedliche Verfahren besprochen werden: einerseits Codierverfahren (wie etwa die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, das thematische Codieren nach Froschauer oder einzelne Codierschritte aus der Grounded Theory) und andererseits sinn-rekonstruktive Verfahren (wie etwa die Sequenzanalyse nach Oevermann oder die Fallrekonstruktion nach Rosenthal). Ergänzend werden Programme zur computergestützten Analyse qualitativer Daten vorgestellt.
Schließlich besprechen wir Gütekriterien qualitativer Forschung und Qualitätsanforderungen in der qualitativen Berichtlegung. Dabei orientieren wir uns an den vom Department entwickelten Richtlinien für das Verfassen qualitativer Master-Thesen. 

Ansprechperson:
Dr. Andrea Jesser

Quantitative Forschungsmethoden

Inhalte

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird ein Überblick über quantitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden gegeben. Es werden verschiedene Studiendesigns der quantitativen Psychotherapieforschung (u.a. unkontrollierte Prä-Post-Studiendesigns, randomisiert-kontrollierte Studien (Experimente) und quasi-experimentelle Designs) vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt darin, Möglichkeiten quantitative Daten zu erheben (Fragebögen, Interviews, Leistungstests, physiologische Maße und Verhaltensmaße) kennenzulernen. Teil der Veranstaltung sind darüber hinaus testpsychologische Gütekriterien und Möglichkeiten neuer Techniken, um quantitative Daten zu erheben.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt darin, für die verschiedenen Studiendesigns geeignete statistische Verfahren kennen zu lernen. Neben deskriptiven Statistiken (z. B. Mittelwert, Standardabweichung), werden auch inferenzstatistische Testverfahren (z. B. Chi-Quadrat Test, t-Test und Varianzanalyse) besprochen. 

Ansprechperson:
Priv.-Doz. Dr. Elke Humer

Theoretische Abschlussarbeiten

Inhalte

Diese Lehrveranstaltung dient als Einführung in das Verfassen von theoretischen Abschlussarbeiten und gibt erste Einblicke in deren methodische Grundlagen. Im Vergleich zu empirischen, konzentrieren sich theoretische Abschlussarbeiten vorwiegend auf die Beschäftigung mit themenspezifischen Konzepten und Thesen, welche in der entsprechenden wissenschaftlichen Fachliteratur (Zeitschriftenartikel, Buchbeiträgen, etc.) zu finden sind. Diesem Auffinden von Forschungsgrundlagen in der Literatur ist es auch gezollt, dass Theoriearbeiten die, teils irreführende, Bezeichnung „Literaturarbeit“ erhalten haben. 

In Theoriearbeiten wird auf bereits vorhandene Erkenntnisse in einer systematisch-wissenschaftlichen Weise Bezug genommen. Die unterschiedlichen Überlegungen werden dabei in einen nachvollziehbaren Dialog gebracht. In diesem Zusammenhang können unterschiedliche Herangehensweisen angewandt werden. Diese sind der Vergleich, der Systematischer Ansatz oder der These-Antithese-Synthese Argumentationsaufbau. Weiters können unterschiedliche philosophische Zugänge für die Bearbeitung herangezogen werden. 

Die Basis ist eine umfassende und systematische Literaturrecherche in Datenbanken. Diese Recherche dient einerseits der Präzisierung der Forschungsfrage. Sie ist zudem jedoch das „Herzstück“ der Theoriearbeit im Forschungs- und Diskussionsteil. Die entsprechende Bearbeitung der Literatur hat das Ziel eine nachvollziehbare Argumentation und einen sichtbaren Erkenntnisgewinn zu ermöglichen.

Theoretische Arbeiten sind keine reinen Literatur-Rekapitulationen ohne wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, sondern weisen innovative Denkansätze bzw. eigenständige Forschungsbeiträge auf.

Ansprechperson:
Mag. Dr. Elisabeth Mixa

Forschungskolloquien

Forschungskolloquium

Inhalte

Insgesamt wird ihnen angeboten, fachlich kompetente Unterstützung im Abschlussprozess Ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu erhalten. Sie bekommen hier die Möglichkeit in Kleingruppen ihre wissenschaftliche Fragestellung zu diskutieren, die passende Methode zur Fragestellung zu besprechen, das Exposé für ihr geplantes Forschungsvorhaben (weiter) zu entwickeln und Realisierungsschritte durchzudenken. Der Kurs dient zudem dazu, bereits erfolgte Arbeitsschritte (z.B. bereits erhobenes Datenmaterial) zu diskutieren. Weiters werden hier auch Qualitäts- bzw. Beurteilungskriterien zu den Abschlussarbeiten deutlich.

 

Soll im Kolloquium ein konkretes Anliegen zur Abschlussarbeit thematisiert werden, so müssen dem/der KursleiterIn eine Woche vor dem Kolloquium per E-Mail das konkrete Thema, sowie relevante Unterlagen, welche besprochen werden sollen, gesendet werden.

Das Forschungskolloquium findet wöchentlich statt. Der Schwerpunkt wechselt zwischen qualitativer, quantitativer und theoretischer Forschung. Die jeweiligen Termine entnehmen Sie bitte der Terminübersicht auf der Homepage.

Termine

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