Sommeruniversität Kulturgüterschutz

Nachbericht zur Weiterbildung des Departments für Bauen und Umwelt

13.06.2017

Von 21. bis 25. August 2017 fand die Sommeruniversität Kulturgüterschutz des Departments für Bauen und Umwelt statt. Im Fokus stand dieses Jahr der Umgang mit nassen Archivalien und Papier. Den zehn TeilnehmerInnen wurden sowohl theoretische Vorträge von nationalen und internationalen ExpertInnen, als auch die selbständige Ausarbeitung eines Evakuierungsplanes, sowie der fachgerechte Umgang mit durch Wasser beschädigtem Papier geboten.  

Die theoretischen Vorträge vermittelten Informationen zu unterschiedlichen Ursachen und möglichen Gefahren, die bei einem durch Wasser verursachten Schaden entstehen können. Aber auch die Vielzahl an Informationen, die aus einem Schriftstück gewonnen werden können, wie zum Beispiel durch eine DNA-Analyse, wurden von Prof. Matthew Collins (Universities of York und Copenhagen) erläutert. Da das Hauptziel dieser Woche die Versorgung von nassem Papiermaterial war, lag der Schwerpunkt auf dem Gefriertrocknen als Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahme.
Dr. Florian T. Bayer, Direktor der Sammlungen der Esterházy Privatstiftung, stellte Archivalien für Übungszwecke zur Verfügung. Zunächst wurden diese Materialen im trockenen Zustand behandelt, um einen ersten Eindruck des Materials und des Umgangs damit zu gewinnen. Die erste Behandlung umfasste das Säubern und Sortieren; dabei musste vermieden werden, die noch vorhandene Ordnung weiter zu zerstören.

In einem nächsten Schritt wurde mit nassem Material gearbeitet: Die Bücher und Akten mussten aus einem mittels großen Kübeln simulierten Regal sorgfältig geborgen und für die Gefriertrocknung vorbereitet werden. Da Papierbestände auch in Folge eines Brandes durch das Löschwasser Schaden erleiden können, wurde auch dieser Fall bei den Übungen berücksichtigt. Des Weiteren wurden zu Beginn der Woche bereits Bücher und Papier in Wasser eingelegt, um vergleichen zu können, wie schnell das Wasser aufgenommen wird und in welchem Ausmaß sich das Schadensbild nach mehreren Tagen ändert.

Die erlangten Ergebnisse wurden abschließend von den TeilnehmerInnen präsentiert. Hierbei kam eine Versuchsstation zum Einsatz, an der die ZuhörerInnen selbst nasse Bücher versorgen und zur Gefriertrocknung vorbereiten konnten.

Galerie: Campus-Ball Krems 2017

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